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Spielbericht

Energie Cottbus: "Eigentlich hatten wir alles unter Kontrolle"

Bemühte Hausherren wurden nicht belohnt.

von René Kubasch · 08.11.2025, 17:18 Uhr · 0 Leser

Energie erleidet die zweite Niederlage infolge. Dabei waren sie keinesfalls schlechter als der Gegner.

Wenig Höhepunkte auf beiden Seiten

Pele Wollitz nahm gegenüber der 0:3-Niederlage bei 1860 München drei Änderungen in der Startelf vor. So ersetzte Leon Guwara auf der LV-Position Anderson Lucoqui. In der Offensive mussten Jannis Boziaris und Tolcay Cigerci für Moritz Hannemann und Timmy Thiele weichen. Die Partie selbst bot in den ersten dreißig Spielminuten wenig Höhepunkte. Gute Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Stattdessen gab es kleinere, aber unbedeutende Fouls sowie Nicklichkeiten. Auf eine spielerische Note wartete man vergeblich. Nur King Manu ließ nach einem Freistoß eine leichte Torgefahr aufkeimen, als sein Kopfball rechts am Tor vorbeiging.

Ein Fehler, ein Tor

Zum Beginn des zweiten Abschnitts kamen die Gäste etwas aktiver daher. Energie hielt dagegen, und ergriff die Initiative, ohne dabei richtig gefährlich im Strafraum zu werden. Dennoch lief der Ball im Mittelfeld passabel, da es sehenswerte Ballstafetten aufseiten der Gastgeber gegeben hat. Im weiteren Verlauf vergab Tolcay Cigerci für die Hausherren, als er rechts im Strafraum zum Abschluss kam, aber das Tor knapp verfehlte. Der Ball ging links unten am Tor vorbei (67.). Aus dem Nichts machte dann der VfL das Tor. Nach einem Einwurf passte Robin Meißner zu dem eingewechselten Ismail Badjie, der mit seinem ersten Ballkontakt ins Tor vollenden konnte (74.). Energie versuchte dennoch, am Drücker zu bleiben, aber jede noch so unbedeutende Aktion wurde stets gegen Energie gepfiffen.

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Stimmen zum Spiel:

Pele Wollitz (Energie Cottbus):
„Es war klar, dass eine Aktion nach der ersten Halbzeit das Spiel entscheiden würde. Wir hatten zwei Torchancen durch Cigerci und Rorig. Es war klar, dass es heute um viel Disziplin und Ordnung gehen würde. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr nach vorn und ein wenig schneller gespielt. Die Vorderleute des Gegners konnten uns dann nicht mehr so gut anlaufen. Eigentlich hatten wir alles unter Kontrolle gehabt. Aber so ist es halt, wenn man nicht aufpasst, oder die falschen Entscheidungen trifft.“

Timo Schultz (VfL Osnabrück):
„In der ersten Halbzeit haben wir hervorragend in das Spiel gefunden, aber unsere Konter nicht gut genug ausgespielt. Mit der Einwechslung von Cigerci wurde Energie dominanter, und wir schafften es nicht mehr uns zu befreien. In der Druckphase von Energie schießen wir dann ein wunderschönes Tor. Mit Glück und Geschick konnten wir es über die Zeit retten. Dementsprechend fahren wir glücklich nach Hause.“
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Fazit:
Energie agierte in der Defensive gefestigter, als zuletzt bei der Niederlage bei 1860 München. Ein großer Offensivdrang konnte allerdings nicht forciert werden. Auch die Gäste hatten keine nennenswerten Torchancen. In der zweiten Halbzeit verlief das Spiel ähnlich. Nur mit dem Unterschied, dass die Gäste Energies einzigen Fehler bestraft haben. Die Wollitz-Elf muss sich den Vorwurf machen, dass man in der Offensive zu durchsichtig agierte.