– Foto: Dennis Bellof

Duell der Späteinsteiger

KOL Friedberg: +++ Auch Bad Vilbel und Bad Nauheim starten in die Saison +++ Volp sieht enges Spiel auf seine Mannschaft zukommen +++ Pioch „Genieße den Moment“ +++

Bereits letzte Woche haben die Mannschaften der KOL gezeigt, dass ihnen auch eine zehnmonatige Pause nicht die Spielfreude am Fußball nehmen kann. Der SV Bruchenbrücken und die TSG Ober-Wöllstadt haben dabei die größten Ausrufezeichen am vergangenen Wochenende gezeigt, als jeweils 5:0 und 4:0 gewannen. Für andere Mannschaften beginnt der Ligaalltag erst an diesem Wochenende. Die zweite Mannschaft des FV Bad Vilbel und die Spvgg. aus Bad Nauheim werden jetzt die ersten Schritte in Richtung des alten Rhythmus vor Corona machen und treten auch direkt gegeneinander an.

Aber auch unter der Woche gab es eine spannende Partie des FC Ober-Rosbach gegen den SV Nieder-Weisel, in der sich die Gäste mit 4:2 durchsetzen konnten. Der späte Held der Partie wurde Marcel Belke, der in der 88. und 90. Minute mit seinen Toren für die Entscheidung sorgte. Die Hausherren waren seit der 19. Minute in Unterzahl und konnten in der 86. Minute sogar mit 2:2 ausgleichen, bevor Belke einen Schlussstrich unter die Begegnung setzte.

Vor Beginn des Wochenendes wurde auf folgende Begegnungen geschaut:

FV Bad Vilbel II gegen Spvgg. 08 Bad Nauheim – Sonntag 13.09.20, 15:00 Uhr

Die zweite Mannschaft des FV Bad Vilbel kann jetzt endlich auch in die Ligasaison starten. Zusammen mit Bad Nauheim starten beide Mannschaften mit einer Woche Verspätung in die Spielzeit. Markus Pioch, Trainer der Mannschaft, war darüber nicht sehr erfreut: „Ich verstehe einfach nicht, warum wir nicht auch mit den anderen Mannschaften gleichzeitig in die Saison starten konnten. Jetzt spielen wir doch eine Woche später gegen Bad Nauheim.“ Dafür ist die Vorfreude bei Pioch groß, dass seine Mannschaft nun wieder um Punkte spielen kann: „Ich glaube, ich spreche für alle hier, wenn ich sage, dass wir uns sehr freuen, dass wir nun endlich wieder spielen können. Wir sind alle super glücklich.“ Sorgen über einen möglichen Abbruch der Saison würde sich momentan erstmal niemand machen: „Ich denke an sowas gar nicht. Ich genieße den Moment und wenn sich alle an die vorgegebenen Konzepte halten, mache ich mir da auch keine Gedanken, dass die Saison wieder abgebrochen werden könnte.“

Sportlich geht es zu allererst darum, sich zu stabilisieren: „Wir möchten hier eine Struktur aufbauen, auf der wir dann weiter aufbauen können. Eine genaue Platzierung ist dabei nicht unbedingt wichtig. Wir sehen uns irgendwo im Mittelfeld. Nur mit dem Abstieg wollen wir nichts zu tun haben.“ Mit Blick auf den Gegner sieht Pioch seine Mannschaft in der Favoritenrolle: „Sie sind A-Liga Aufsteiger und das bietet immer die Chance, dass man nicht weiß, wie man sie einzuordnen hat. Ich habe sie ein paar Mal beobachtet und sie sind eine sehr robuste Mannschaft. Dennoch rechne ich mir Chancen für uns aus.“

SV Nieder-Weisel gegen SV Nieder-Wöllstadt – Sonntag 13.09.20, 15:15 Uhr

Bereits am Donnerstag hatte der SV Nieder-Weisel ein Spiel gegen den FC Ober-Rosbach. Sebastian Volp, Sportlicher Leiter des SV, war sehr erfreut über dieses Ergebnis: „Es war ein enorm wichtiger Sieg für uns. Gegen eine vermeintliche Spitzenmannschaft zu gewinnen ist auch deswegen so wichtig, weil niemand weiß, wie lange die Saison eigentlich noch geht. Das hat man auch beiden Mannschaften angemerkt. Es war ein sehr zerfahrenes und hektisches Spiel und auch mit der Überzahl konnten wir nicht so umgehen, wie wir wollten. Es war am Ende zwar verdient, aber auch glücklich, dass wir gewonnen haben.“

Sportlich soll es für den SV nach oben gehen: „Einige Konkurrenten meinten schon, dass wir um die oberen Plätze mitspielen. Wir selbst denken, dass wir in der Spitzengruppe mitspielen können. Für die Meisterschaft müsste aber wirklich alles zusammenlaufen. Aber unter die ersten Fünf zu kommen, ist unser Anspruch in dieser Saison.“ Mit Blick auf den Gegner sieht Volp einen angeschlagenen Derbyverlierer auf Wiedergutmachungskurs: „Sie sind eine laufstarke und körperlich starke Mannschaft. Letztes Jahr haben sie unter ihren Möglichkeiten gespielt und waren jetzt im Derby wieder unterlegen. Es wird ein kampfbetontes und enges Spiel werden, aber wenn wir die nötige Tugend auf dem Platz bekommen, dann wird sich die Qualität bei uns durchsetzen.“

Die weiteren Spiele im Überblick:

Türk Gücü Friedberg II gegen SV Bruchenbrücken – Sonntag 13.09.20, 12:00 Uhr

VFB Friedberg gegen SV Teutonia Staden – Sonntag 13.09.20, 15:00 Uhr

Dortelweil II gegen FC Ober-Rosbach – Sonntag 13.09.20, 15:00 Uhr

TSG Ober-Wöllstadt – TSV Dorn-Assenheim – Sonntag 13.09.20, 15:15 Uhr

Aufrufe: 011.9.2020, 18:43 Uhr
Benjamin HerzogAutor

Verlinkte Inhalte