
Der neunte Spieltag der Bayernliga Süd ist beendet! Gundelfingen unterlag dem TSV 1860 II, während Rosenheim den Gästen aus Erlbach drei Punkte stibitzte. Außerdem verlor Kirchanschöring gegen Kottern und Geretsried musste sich Landshut knapp geschlagen geben. Die Stimmen der Trainer zum Spieltag.
Andreas Pummer, Trainer des FC Deisenhofen: »Für uns war es insgesamt natürlich ein gebrauchter Tag, weil wir es in den ersten zwölf Minuten nicht schaffen, aus zwei hundertprozentigen Tormöglichkeiten und einer weiteren guten Chance ein Tor zu erzielen. Statt dass wir in Führung gehen, werden wir mit der ersten Torchance von Heimstetten nach rund 15 Minuten eiskalt zum 0:1 bestraft. Spätestens nach dem 0:2 hingen wir bis zur Halbzeit richtig in den Seilen und müssen uns bei unserem Keeper bedanken, dass er uns mit seinen Paraden im Spiel gehalten hat. In der zweiten Halbzeit sind wir dann absolut gut aus der Kabine gekommen, hatten mehrfach Tormöglichkeiten, bei denen Scherger sehr, sehr gut hält. Trotzdem werden wir mit dem 0:3 wieder aus dem Nichts kalt erwischt. Mit dem 1:3 und 2:3 haben wir die Partie dann nochmal spannend gemacht, sind am Schluss aber nochmals in einen Konter gelaufen. Unterm Strich ist das eine bittere Niederlage für uns.«
Emanuel Baum, Trainer des TSV Schwabmünchen: »In einem rassigen Bayernligaspiel hatte Hankofen in der ersten Halbzeit zwar mehr Ballbesitz, die klareren Chancen lagen jedoch auf unserer Seite, weil wir nach vorne stets gefährlich geblieben sind. In der zweiten Halbzeit hätte die Partie zum Ende hin in beide Richtungen kippen können, sodass wir mit dem Unentschieden zufrieden sind. Insgesamt war es wieder eine tolle Mannschaftsleistung.«
Martin Grelics, Trainer des TuS Geretsried: »Zu Beginn des Spieles waren wir gut im Spiel. Die defensive Ordnung war vorhanden und wir kamen immer wieder zu offensiven Umschaltsituationen. Zwei Großchancen von Ivkovic und Hyseni wurden in dieser Spielphase nicht verwertet.
Wir verlieren danach die Ruhe und die Geduld und kassieren das 0:1. Landshut war bis zur Halbzeit dann besser und dominanter.
Die zweite Halbzeit sind wir von den Spielanteilen her deutlich überlegen. Landshut verteidigt den Vorsprung sehr diszipliniert, auch wenn das ein oder andere Mal Torgefahr entsteht, ohne von großen Chancen zu sprechen.«
Max Maier, Sportlicher Leiter der SpVgg Landshut: »Das Spiel hat uns sehr viel abverlangt. In der ersten Halbzeit konnten wir nach einer schwierigen Anfangsviertelstunde sehr viel Ballbesitz verzeichnen. Den haben wir vor allem über außen super aufgelöst und sind so zu Chancen gekommen, sodass die 1:0-Führung zur Halbzeit absolut verdient war. In der zweiten Hälfte mussten wir dann sehr viel gegen den Ball arbeiten. Glückwunsch an die Jungs für ihre Konsequenz in der Arbeit gegen den Ball, wir haben kaum etwas zugelassen und nehmen die drei Punkte sehr gerne mit nach Landshut.«
Christoph Rech, Trainer des TSV 1860 München II: »Die Anfangsphase war ausgeglichen, mit einem leichten Chancenplus für Gundelfingen, unter anderem durch den frühen Pfostenschuss. Aus meiner Sicht geht das 1:1 zur Halbzeit in Ordnung. Wir haben dann etwas umgestellt und hatten einen besseren Zugriff auf den Gegner, die Jungs haben sehr viel investiert und zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht. Die intensive Trainingswoche hat sich bezahlt gemacht, sie waren griffig in den Zweikämpfen und konnten vor allem in der zweiten Halbzeit nochmal zulegen. Kompliment an die Mannschaft, wir freuen uns sehr über den Sieg, der unterm Strich auch verdient ist.«
Thomas Rudolph, Trainer des FC Gundelfingen: »Ich habe eine ausgeglichene Anfangsphase gesehen, in der wir gute Möglichkeiten hatten, aber auch ein bisschen Pech mit einem Schuss an den Innenpfosten und an die Unterkante der Latte. 1860 geht dann mit 1:0 in Führung. Nach einer Standardsituation kommen wir gut zurück und erzielen das 1:1. Sechzig geht anschließend nach einem Konter wieder mit 2:1 in Führung. Wir zeigen erneut eine gute Moral und kommen zum 2:2-Ausgleich, ehe wir leider durch einen individuellen Fehler das 2:3 kassieren und damit die Moral ein Stück weit gebrochen ist. Sechzig nutzt das, macht nach einer weiteren Chance noch das 4:2 und gewinnt am Ende das Spiel. Das ist, so hart das klingt, unsere bittere Realität aktuell.«.
Christian Donbeck, Trainer des FC Sportfreunde Schwaig: »Die erste Halbzeit ging verdient, auch in der Höhe, an Ismaning. In der zweiten Hälfte haben wir unsere Mentalität auf den Platz gebracht und viel Druck gemacht. Letztlich ist das Unentschieden für beide Mannschaften kein Grund zur Freude, aber wir nehmen zumindest ein positives Gefühl aus dem Spiel mit. Dem verletzten Spieler von Ismaning (Philip Kuhn, Anm.d.Red.) wünschen wir alles Gute und eine schnelle Genesung.«
Wolfgang Schellenberg, Trainer des TSV 1860 Rosenheim: »Unsere Gäste hatten in der ersten Halbzeit ein deutliches Übergewicht, wir mussten viel verteidigen und hatten in der einen oder anderen Situation auch Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Kurz nach der Halbzeit konnten wir dann durch Edis Muhameti nach Vorarbeit von Michael Summerer in Führung gehen. Das tat unserem Spiel gut, die Jungs agierten in der Folge mutiger und wir hatten zwei bis drei gute Möglichkeiten auf den zweiten Treffer. In der Schlussphase mussten wir noch einige kritische Situationen überstehen, haben es aber im Verbund gut verteidigt, sodass wir die drei Punkte in Rosenheim behalten konnten.«
Roland Burger, Co-Trainer des TSV Kottern: »Wir sind richtig gut ins Spiel gekommen und hatten bereits nach einer Minute eine Riesenchance, bei der wir eigentlich mit 1:0 in Führung gehen müssen. Die ersten 25 Minuten waren wirklich gut, danach haben wir bis zur Halbzeit etwas den Faden verloren.
Die zweite Halbzeit war dann sehr intensiv. Wir gehen verdient mit 1:0 in Führung, bekommen aber durch einen individuellen Fehler den Ausgleich. Entscheidend war die Reaktion der Mannschaft danach. Wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen, weiter nach vorne gespielt und das 2:1 mit viel Willen erzwungen.
In der Schlussphase haben wir als Mannschaft leidenschaftlich verteidigt, uns in jeden Ball geworfen und alles dafür getan, die drei Punkte zu behalten. Insgesamt war es ein verdienter Sieg und vor allem die Art und Weise, wie die Mannschaft nach dem Ausgleich reagiert und bis zum Schluss gekämpft hat, war heute sehr positiv.«
Christoph Dinkelbach, Trainer des SV Kirchanschöring: »Wir haben direkt nach dem Anpfiff einen Schreckmoment, den wir überstehen müssen, wo unser Torwart super hält. Dann war es ein offenes Spiel, total ausgeglichen, sehr umkämpft, sehr intensiv, wo beide Mannschaften die Chancen gehabt hätten, in Führung zu gehen. Die größte Chance haben wir dann kurz vor der Halbzeit. Als uns der gegnerische Torwart im Sechzehner den Ball direkt in den Fuß spielt, die nutzen wir leider nicht.
Wir kommen dann ganz gut aus der Halbzeit, kontrollieren das Spiel und müssen uns aber vorwerfen lassen, dass wir unsere Tormöglichkeiten nicht sauber zu Ende gespielt haben, weil immer wieder ein schlechter Kontakt dabei war, immer wieder ein schlechter Pass dabei war oder eine falsche Entscheidung. Und das hat sich dann durch den Führungstreffer von Kottern gerächt, wo wir den Ball nicht klären.
Dann haben wir wieder eine gute Reaktion gezeigt, gleichen dann aus durch ein Tor nach dem Ballgewinn von David Lobendank und kassieren dann postwendend das zweite Gegentor, wo wir einfach einen Gegenspieler im Rückraum komplett blank stehen lassen, wo wir uns die notwendigen Meter in der Rückwärtsbewegung sparen und solche Fehler werden in dieser Liga eiskalt bestraft.
Für uns geht es in den nächsten Woche darum, die Basics auf den Platz zu bekommen, Zweikämpfe zu bestreiten, zu kämpfen und sich keinen Meter zu sparen. Das ist der Weg, den wir gehen müssen, ansonsten wird es ganz schwierig. Die Tabelle lügt zu diesem Zeitpunkt der Saison nicht mehr und wir stehen zurecht da, wo wir stehen.«
Heiko Schwarz, Trainer des SV Schalding: »Ein Punkt der Moral, wie man so schön sagt. Wir können und müssen glücklich sein über das 2:2, bei dem der Keeper den Ball klatschen lässt. Aber: Wir entschuldigen uns für keine Fehler des Gegners und nehmen den Punkt gerne mit. Das 2:2 ist sicher wichtig für unsern Kopf. Schließlich haben wir einen brutalen September vor uns. Wir müssen die Situation jetzt so annehmen und zusehen unbedingt auch in den nächsten Spielen was mitzunehmen.«
Ludwig Dietrich, Trainer des FSV Pfaffenhofen: »Über die gesamten 90 Minuten gesehen, war es sicherlich ein leistungsgerechtes Ergebnis. Trotzdem ärgern wir uns über den Zeitpunkt und vor allem über die Entstehung des zweiten Gegentors, da dieses aus unserer Sicht maximal unnötig war. Zumal hätten wir in dem ein oder anderen Konter zuvor bereits den Deckel draufmachen können. Am Ende müssen wir daher mit dem Punkt leben.«