
Der TSV 1860 München trifft heute auf Alemannia Aachen. Vielleicht vor einer Rekordkulisse. In der 3. Liga sind die Auswärtsfahrer der Löwen Ligaspitze.
Update vom 23. November, 13:00 Uhr: Argirios Giannikis startet gegen Alemannia Aachen mit einer Ausnahme wie erwartet. Patrick Hobsch, der genau seit einem Monat auf einen eigenen Treffer wartet, sitzt zunächst auf der Bank. Für ihn startet Maximilian Wolfram.
Update vom 23. November, 12:28 Uhr: Zuschauerrekord auf dem Tivoli? In 90 Minuten läuft das Drittliga-Duell zwischen Alemannia Aachen und das vielleicht vor einer Rekordkulisse. Vor zwölf Jahren waren im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach 31.737 Fans in Aachen, heute könnte dieser Rekord fallen – auch weil etwa 4000 Löwen erwartet werden. Einzig gegen die SpVgg Unterhaching und den FC Ingolstadt waren mehr 1860-Fans auswärts im Stadion. Laut diefalsche9.de fuhren 7.000 Fans nach Unterhaching und 6.500 nach Ingolstadt. Den Auswärtsfahrerschnitt führen die Löwen ebenfalls mit klarem Abstand an.
„Wir haben auswärts gezeigt, dass wir mit großen Kulissen klarkommen können“, sagt Giannikis zuversichtlich. Fehlen wird 1860 München neben Moritz Bangerter (Hüftprobleme) auch David Philipp (krank).

Erstmeldung vom 21. November: München – Der TSV 1860 kehrt in den Liga-Alltag zurück und das eben erst aufgebaute Selbstbewusstsein ist wieder dahin: Auf die beiden 3:0-Siege in der 3. Liga gegen Sandhausen und Waldhof Mannheim folgte die Pokal-Schmach gegen die SpVgg Unterhaching. Im Anschluss folgte Kritik sowohl an der Einstellung als auch an der Aufstellung.
„Es war schon mal ein Riesenfehler des Trainers, René Vollath spielen zu lassen, der zwei Spieltage zuvor gegen Fanliebling Marco Hiller ausgetauscht worden war“, sagte Ex-Löwen-Mentaltrainer Alfred Böswald. Gegen Alemannia Aachen kommt wohl die Rolle rückwärts: Hiller wird im Tor zurückerwartet.

Damit auf dem Tivoli nichts schiefläuft, muss es auch vor dem Kasten besser laufen. Das stellte auch 1860-Sportboss Christian Werner klar: „Die gesamte Mannschaft hat sich am Samstag nicht so aufgebäumt, wie wir das erwartet haben.“
An der Viererkette wird Giannikis aber wohl nichts verändern. Florian Bähr, Max Reinthaler und Jesper Verlaat wirken aktuell gesetzt. Zudem baut der Löwen-Coach weiter auf Lukas Reich, einen der wenigen Lichtblicke der Löwen-Saison.
Der Youngster übt – trotz einer guten Saison – Selbstkritik und will sich fortan noch stärker in der Offensive zeigen. Was den 18-Jährigen nervt? „Zu einhundert Prozent meine fehlenden Scorerpunkte in der 3. Liga. Das werfe ich mir auch immer selbst vor“, sagte Reich im Interview. Der Rechtsverteidiger wartet in dieser Saison in zwölf Spielen noch auf eine Torbeteiligung. Folgt die erste jetzt gegen Alemannia Aachen?
Dafür muss auch die Offensive mitspielen. Das Mittelfeldzentrum lässt Giannikis wohl unberührt: Vor Thore Jacobsen und Tunay Deniz dürften auf dem Tivoli Morris Schröter, Julian Guttau und Soichiro Kozuki starten. Davor scheint Patrick Hobsch gesetzt – auch, wenn der Ex-Hachinger das letzte Mal gegen Osnabrück traf. Seit fast einem Monat ist der Stürmer ohne eigenen Treffer.