
Die Ausgangslagen dieser beiden Mannschaften könnten nicht unterschiedlicher sein. Während die SG Basara/Moguntia 1896 II in der Fußball-A-Klasse Mainz-Bingen von der Tabellenspitze grüßt, quält sich der TV 1817 Mainz regelrecht durch die Saison – und steckt mitten im Abstiegskampf. Voraussetzungen, die jedoch am Samstag für 90 Minuten keine Rolle spielen werden. Nicht im Finale des Mainz-Binger Kreispokalfinales (15 Uhr/LIVE im Stream der Allgemeinen Zeitung).
1817-Trainer Giese: „Ist einfach etwas Besonderes“
„Das ist einfach etwas Besonderes“, sagt 1817-Trainer Sven Giese. „Ich war vor 28 Jahren selbst mal im Kreispokal-Endspiel, damals auch mit 1817.“ So was bleibt in Erinnerung. Und ist womöglich einmalig. „Genau das will ich den Jungs vermitteln. So ein Endspiel hat schon was. Ich weiß nicht, ob jemand von denen das vielleicht nochmal erleben wird.“
Ein Ausnahmespiel mit hohem Stellenwert also. Alessio Elbert, Trainer der SG Basara/Moguntia 1896 II, sieht das ähnlich. „Für den Verein ist das eine große Sache.“ Vor allem seine Mannschaft „war noch nie in einem Finale“. Und hat dementsprechend auch noch keinen solchen Titel gewonnen. Das soll sich am Samstag ändern. Doch wie bringt er das seinem Team bei, ohne Druck aufzubauen? „Wir gehen das an wie ein Ligaspiel. Ich will den Jungs nicht diese Angst vermitteln, etwas verkacken zu können. Das wäre falsch.“
SG Basara II ist Favorit, erwartet aber „schweren Gegner“
Klar ist jedoch: Elberts Mannschaft geht als Favorit ins Spiel. Zwar ist das keine neue Situation für die SG, die bis auf das Duell gegen Ligakonkurrent Budenheim immer einen Underdog zu schlagen hatte, doch auch diese Partien entwickelten sich laut dem Coach trotz am Ende klarer Ergebnisse immer zu einem Pokalfight. Gegen 1817 ist Elbert daher gewappnet, weiß, dass ihn eine „junge Truppe, eine willige Truppe“ erwartet, die kompakt stehe und schnell nach vorne spiele. „Ein schwerer Gegner.“
Und ein genau solcher Gegner wird Basara II am Samstag begegnen, zumindest wenn es nach Sven Giese geht. „Ich möchte das Spiel mit Vollgas angehen. Wir fahren da hin und hauen uns rein.“ 90 Minuten, in denen Ligaalltag und -sorgen ausgeblendet werden sollen.