Endlich wieder Grund zum Jubeln hatte die SG Pfaffen-Schwabenheim/Bosenheim.	Foto: fupa.net/Zimmermann
Endlich wieder Grund zum Jubeln hatte die SG Pfaffen-Schwabenheim/Bosenheim. Foto: fupa.net/Zimmermann

13 Wochen des Leidens sind vorbei

SG Pfaffen-Schwabenheim/Bosenheim schöpft nach Sieg neuen Mut +++ Roxheim hält die längste Niederlagenserie

Pfaffen-Schwabenheim/Bosenheim. Mit einer Mischung aus Erleichterung und Genugtuung feierten die Bezirksliga-Fußballer der SG Pfaffen-Schwabenheim/Bosenheim den jüngsten 3:2-Sieg gegen den TSV Langenlonsheim-Laubenheim. „Uns ist schon klar, dass es nur ein Tropfen auf den heißen Stein war“, erklärt Trainer Luca Wolf, ergänzt aber umgehen: „Enorm wichtig war es trotzdem für uns.“ Denn die Kombinierten haben ganz schwierige Wochen hinter sich. 13 Wochen, um genau zu sein. Genau so lange ist es her, dass die Kicker aus Pfaffen-Schwabenheim und Bosenheim das letzte Mal gewannen. 5:2 hieß es am ersten Spieltag Mitte August gegen den SV Winterbach.

Schlimmste Niederlagenserie seit Roxheim 2015/16

91 Tage sind seitdem vergangen, 2184 Stunden, in denen es für die Kombinierten Woche für Woche neue Enttäuschungen regnete. Gekämpft und gut mitgespielt, haben die SGler stets, dennoch verließ man das Feld zwölf Spiele in Serie als Verlierer – meist leitete ein Platzverweis die Wende ein. Gegen „LaLo“ stemmte sich die Mannen von Luca Wolf auch wieder mit einem Mann weniger ihrem Schicksal entgegen. „Deshalb bin ich unfassbar stolz auf die Jungs“, ließ der Trainer logischerweise nach Spielschluss verlauten. Beim Rückspiel in Winterbach (Sonntag, 15 Uhr) hat das Tabellenschlusslicht nun die Chance – und auch die große Hoffnung – an den Erfolg der Vorwoche und aus dem Hinspiel anzuknüpfen.

Dass die Saison fast jeder Mannschaft gewissen Schwankungen ausgesetzt ist, ist völlig normal. Spieler fallen verletzt aus, Duelle werden unglücklich verloren und manchmal läuft einfach alles gegen einen. Aber je länger diese Phasen anhalten, desto mehr wird auch der Kopf zum entscheidenden Faktor. Eine Blockade, wie sie auch die Kicker der SG Pfaffen-Schwabenheim/Bosenheim bis vor Wochenfrist hatten, die nahezu jede 50:50-Situation zugunsten des Gegners ausgehen lässt.

Die längste Negativserie der jüngeren Vergangenheit haben die Fußballer des TuS Roxheim auszuweisen. In der Saison 2015/16 stiegen die Grün-Weißen sang -und klanglos mit drei mickrigen Pünktchen ab. Lediglich drei Remis gelang den Roxheimern in 30 Partien. Durststrecken gab es in der Zwischenzeit einige, doch die der SG Pfaffen-Schwabenheim/Bosenheim ist die längste Niederlagenserie seit dem TuS. Auf 15 Spiele ohne Sieg brachte es 2021/22 die „kleine Eintracht“, zwölfmal ohne drei Punkte blieb der FCV Merxheim in der gleichen Saison. Gleich zweimal zehn Spiele am Stück nicht siegreich, war der SC Birkenfeld 2017/18. Nur gut – so will es eine alte Fußballerweisheit –, dass jede Serie einmal zu Ende geht.



Aufrufe: 019.11.2022, 06:00 Uhr
Martin ImruckAutor