
Von 2013 bis 2019 als Spieler, und insgesamt achteinhalb (!) Saisons als Spielertrainer und Cheftrainer. Insgesamt 182 Regionalliga- und 80 (bis zum Sommer sind es 98) Bayernliga-Spiele waren es unter der Leitung von Stefan Köck. Dazu kommen 17 Partien im Bayerischen Totopokal, sowie drei im "Corona"-Ligapokal 2020. Die Erfolge des SV Schalding-Heining in dieser Zeit: Der Regionalliga-Klassenerhalt 2017, 2018, 2019, 2021, sowie der Bayernliga-Meistertitel 2023. Wenn im Mai 2026 die aktuelle Bayernliga-Saison endet, endet auch eine "Ära" beim SV Schalding. Denn nach dem 2:0-Sieg am Samstag über den FC Deisenhofen - dem 107. Pflichtspielsieg seiner Amtszeit - hat der 40-Jährige seiner Mannschaft und der Vereinsführung mitgeteilt, seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht erneut zu verlängern. Damit endet im kommenden Sommer - nach dann 280 Ligaspielen - die lange, überaus erfolgreiche Amtszeit von Stefan Köck beim SVS.
"Nach unglaublich tollen Jahren, in denen ich mich als Spieler, Spielertrainer und Trainer beweisen, entwickeln und wohlfühlen durfte, habe ich vor ein paar Wochen beschlossen, mein Engagement beim SVS mit dem Saisonende nicht mehr zu verlängern. Es war und ist mir stets eine Ehre, das Wappen des erfolgreichsten niederbayerischen Vereins über ein Jahrzehnt hinaus zu tragen", findet Köck emotionale Worte und drückt seine tiefe Dankbarkeit aus: "Vielen Dank an alle, an die verschiedenen Medienvertreter für eine sehr respektvolle Zusammenarbeit, an alle Trainer und Trainerkollegen, Mitspieler, Spieler, Vorstände, Funktionäre, Betreuer, Physiotherapeuten für jegliche Unterstützung! Danke an alle Fans, insbesondere an unsere Edelfans, denen keine Strecke zu weit und keine Krise zu groß war, um ihren SVS zu unterstützen", so Köck zum Abschied im Sommer.
"Ein großer Dank gilt auch meiner Familie, die den großen Zeitaufwand stets mitgetragen hat und zusätzlich ins Fanlager gestoßen ist. Besonders hervorheben möchte ich die Zusammenarbeit mit Markus Clemens, dem MacGyver des niederbayerischen Fußballs. Danke für unzählige Stunden an konstruktiven Telefonaten, stundenlange detailbesessene Diskussionen, Ratschläge in Problemsituationen und Vertrauen bei schwierigen Entscheidungen. Kurzum: DANKE SCHOIDING", schließt Köck mit einem tiefen Lächeln. "Und natürlich werde ich bis zum letzten Tag alles reinwerfen, um aus der aktuellen Saison eine erfolgreiche zu gestalten und den laufenden Umbruch weiterhin auf einem erfolgreichen Gleis fortzuführen."
Am 18. Februar 2017 ist Stefan Köck als neuer Chef-Coach des SVS präsentiert worden. Exakt 16 Tage nach dem damals sehr überraschenden Rücktritt von Anton Autengruber, der im April 2016 wiederum vom vorherigen Langzeit-Coach Mario Tanzer übernommen hatte. Was dann folgte: eine wahre "Ära" in der Vereinsgeschichte des SVS: der Klassenerhalt 2017 - es war der vierte seit dem Aufstieg im Sommer 2013 - dank sieben Siegen aus den 14 noch zu absolvierenden Partien. Und dank des Direktabstiegs des TSV 1860 München aus der 2. Bundesliga, der den SVS damals trotz Platz 15 vorm Einzug in die Abstiegsrelegation bewahrte.
Unter der Regie von Köck sollten in den Folgejahren drei (!) weitere Male der direkte Klassenerhalt folgen - eine absolute Meisterleistung bedenkt man die Möglichkeiten der Kicker aus dem Passauer Westen. Erst in Köcks fünfter Spielzeit als Cheftrainer - 2021/22 - ging's mit vollster Rückendeckung des Vereins runter in die Bayernliga und zwölf Monate später als souveräner Meister der Bayernliga Süd zurück in die Beletage des bayerischen Amateurfußballs. "Stefan ist seit 2013 beim SVS und hat sein Tun seit jeher immer dem Wohl der Mannschaft sowie in erster Linie dem Verein untergeordnet. Egal ob als Spieler der 1. Mannschaft, als Trainer der U23, als spielender Co- bzw. Cheftrainer sowie natürlich seit Jahren als Chef an der Linie: Stefan war immer da, wann und wo der SVS ihn gebraucht hat", schwärmt Schaldings Sportlicher Leiter und stellvertretender Vorstand Markus Clemens. "Seine außergewöhnliche Fachkompetenz gepaart mit seiner Verbundenheit zum SVS und seiner herausragenden Menschlichkeit waren und sind ein großer Gewinn für den Verein."
Seit vielen Jahren sind Clemens und Köck im sportlichen Bereich ein Team: "Wir konnten gemeinsam über Jahre tolle Erfolge feiern, die für immer haften bleiben. Der Name Stefan Köck ist mit dieser Ära in einem Atemzug zu nennen. Auch in schwierigen Zeiten haben wir stets zusammengestanden und versucht die Themen so sachlich wie möglich abzuarbeiten. Dafür gilt ihm im Namen des gesamten Vereins, insbesondere im Namen der Vorstandschaft der allergrößte Dank. Stefan wird in Schalding einen bedeutsamen Fußabdruck hinterlassen. Vielen Dank dafür, Köcki", richtet Clemens das Wort direkt an seinen langjährigen Wegbegleiter. "Aber: unsere gemeinsame Zeit ist noch nicht zu Ende. In den nächsten Wochen und Monaten stehen noch große Herausforderungen an, die wir gemeinsam mit voller Kraft und Energie angehen werden."

