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12 Scorer in einem Spiel: Timo Bock ballert sich zum Spieler der Woche

FuPa präsentiert Woche für Woche den "MVP" für Württemberg!

von Nicolas Bläse · 18.09.2025, 10:30 Uhr · 0 Leser
Foto: TSV Leinfelden / FuPa-Grafik
Foto: TSV Leinfelden / FuPa-Grafik

FuPa Württemberg präsentiert den "MVP" – den wertvollsten Spieler – der vergangenen Woche. Nicht nur Tore sind hier entscheidend, auch unsere Community trägt dazu ihren Teil bei: Stimmen für die Akteure, die in den einzelnen Spielberichten abgegeben werden können, fließen in die Bewertung ein ⭐.

Timo Bock vom TSV Leinfelden hat beim 17:1-Auswärtssieg gegen den SV Rot II einen Tag für die Geschichtsbücher erlebt. Der Stürmer der Kreisliga B4 Stuttgart/Böblingen erzielte zehn Tore und bereitete zwei weitere vor. Damit war er der überragende Mann auf dem Platz und sicherte seinem Team die Tabellenführung.

„Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals zehn Tore geschossen zu haben“, sagt Timo Bock, der den 17:1-Auswärtssieg seines TSV Leinfelden beim SV Rot II mit zehn Treffern und zwei Vorlagen prägte. „Daher ist es ein einmaliges Gefühl, so etwas zu erleben.“ Mehr muss man zu einer persönlichen Bestmarke kaum sagen; der Abend in Rot steht für sich. Dass der Angreifer nicht nur vollstreckte, sondern zusätzlich zweimal auflegte, zeigt die Breite seines Auftritts in einem Spiel, das in seiner Deutlichkeit selten ist.

Auf den Rekord folgte kein exzessiver Abend, wie Bock betont: „Nach dem Spiel wurde nicht groß gefeiert, jedoch ist die Freude darüber, nach dem dritten Spieltag auf dem ersten Platz zu stehen, in der Mannschaft deutlich spürbar.“ Zwischen persönlicher Sternstunde und kollektiver Zielsetzung liegt für den Leinfeldener nur ein kurzer Gedanke: Die Tabelle zählt, nicht die Zehner-Marke.

Zwischen Empathie und Wettbewerb
Auf die Frage nach möglichen Mitleidsregungen angesichts des Spielstands findet Bock klare Worte: „Ich würde es nicht als Mitleid bezeichnen. Irgendwann hört man einfach auf, die Tore zu zählen das ist alles.“ Die Aussage steht für Professionalität in einer Partie, die früh entschieden war. Ebenso wichtig ist ihm der Umgang miteinander über 90 Minuten hinaus: „Das gegnerische Team war zu jeder Zeit fair, und auch nach dem Abpfiff wurde abgeklatscht, kurz gesprochen und weiterhin viel Erfolg gewünscht.“

Wie reagierte das nahe Umfeld? „Die Reaktionen sind natürlich positiv, auch wenn viele es anfangs nicht glauben konnten“, berichtet Bock. „Bisher hat sich jeder sehr für mich gefreut und mir gratuliert“, sagt der Leinfeldener und ergänzt eine kleine Randnotiz, die viel über seine Haltung verrät: „Da der Spielball dem gegnerischen Team gehörte, konnte ich ihn leider nicht mitnehmen.“

Tabellenführer mit klarer Marschroute
Der TSV Leinfelden steht nach drei Spieltagen bei neun Punkten und führt die Kreisliga B4 an. Bock beschreibt, warum: „Unser derzeitiges Zusammenspiel im Team funktioniert sehr gut. Man merkt, dass jeder auf den Aufstieg fokussiert ist.“ Für die kommenden Wochen sieht er einen einfachen, aber nicht leichten Auftrag: „Wenn wir diese Euphorie beibehalten, steht dem direkten Aufstieg oder zumindest dem Aufstieg über die Relegation nichts im Wege.“

Wer mischt im Titelrennen mit? Bock nennt zwei Namen ohne Umschweife: „Al Quds Palestina und Omonia Vaihingen sehe ich in dieser Saison als Mitkonkurrenten um die Plätze eins bis drei.“ Dass Leinfelden früh Tempo macht, ist ein Vorteil; dass die Konkurrenten im Rückspiegel sichtbar bleiben, ist Erinnerung daran, dass jeder Punkt doppelt zählt.

Eingespielt und verstärkt: Warum es diesmal reichen kann
Weshalb der TSV Leinfelden in diesem Jahr noch belastbarer wirkt als in den Vorjahren? Bock skizziert zwei Achsen: Automatismen und Personal. „Das Zusammenspiel verbessert sich im Laufe der Saison immer weiter, und man versteht sich auf dem Feld beinahe blind.“ Dass Qualität zurückkehrt und dazukommt, war spürbar: „In diesem Jahr sind einige Spieler nach Verletzungen zurückgekehrt und zudem ein paar Neuzugänge hinzugekommen, die der Mannschaft sehr helfen.“ Am Ende aber entscheidet die innere Temperatur: „Man merkt das alle Spieler in der Mannschaft heiß auf den Aufstieg sind.“