
Der TSB Flensburg marschiert unaufhaltsam weiter in Richtung einer perfekten Saison ohne Niederlage. Am drittletzten Spieltag der Landesliga demonstrierte der Tabellenführer und feststehende Oberliga-Aufsteiger beim deutlichen 6:0-Erfolg gegen den Tabellensechsten TSV Rantrum erneut seine Klasse. Um die Spielzeit tatsächlich ungeschlagen zu beenden, muss die Mannschaft um Neutrainer Tore Wächter nun nur noch die letzten zwei Partien zugegeben gegen unangenehme Gegner mit Klausdorf und Eidertal Molfsee unbeschadet überstehen.
Von Beginn an ließen die Flensburger wenig Zweifel an ihrer Favoritenrolle aufkommen. Tore Wächter sprach von einer „über fast neunzig Minuten sehr konzentrierten, fokussierten und spieldominanten Leistung“. Bereits in der dritten Minute brachte Cedric Neumann die Hausherren in Führung. Rantrums Trainer Erik von Lanken ärgerte sich über die Entstehung: „Eine Flanke aus dem Halbfeld rutschte auf den zweiten Pfosten durch, da stand Neumann und konnte ihn rüberschieben“.

Obwohl Flensburg das Geschehen jederzeit im Griff hatte, vermisste Wächter zeitweise die nötige „Zielstrebigkeit“, um frühzeitig nachzulegen. Erst kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Neumann mit seinem zweiten Treffer auf 2:0. Rantrum hatte zuvor durch Damian Krause die Führung und Marvin Theede zum 1:1durchaus Möglichkeiten, die jedoch ungenutzt blieben.
Nach dem Seitenwechsel verfiel der TSB zunächst in eine Phase der Sorglosigkeit. Tore Wächter beobachtete, wie sich seine Elf in einem „Sommerkick“ verlor und die Spannung abfiel. In dieser Phase hatte Rantrum Pech: Zweimal hatte Rasmus Wunderlich, der zur kommenden Saison für den TSB in der Oberliga auf Torejagd gehen wird, die Riesenchance zum Anschluss, traf jedoch unter anderem nur den Pfosten.

Für die Flensburger war dies der nötige Weckruf. „Dann haben sie richtig Gas gegeben“, so Wächter. Was folgte, war eine Machtdemonstration im Stil einer Spitzenmannschaft. Noel Kurzbach markierte in der 72. Minute das 3:0, bevor der große Auftritt des in der 72. Minute eingewechselten Jarne Bartelsen begann.
Innerhalb von nur elf Minuten (74. bis 85. Minute) schraubte der Joker das Ergebnis mit einem lupenreinen Hattrick auf 6:0. Besonders sein dritter Treffer blieb in Erinnerung: Ein „traumhafter Fallrückzieher in den Winkel“ markierte laut Wächter das absolute Highlight des Spiels.
Erik von Lanken erkannte die Überlegenheit des Gegners trotz an: „TSB hat das gnadenlos ausgenutzt. Wenn wir sechs Tore kassieren und der TSB noch weitere Chancen hat, dann ist das Ergebnis in der Summe in Ordnung“. Während Rantrum ohne Stress die Saison ausklingen lassen kann, liegt der Fokus in Flensburg bereits auf dem anstehenden Pokalhalbfinale am Mittwoch beim Verbandsligafünften SG Nordau.
Stimme zum Spiel
Tore Wächter (Trainer TSB Flensburg)
TSB Flensburg: Rathmann – Schäpler, Thomsen, Zymeraj (64. Spoth) – Stephan (72. Bartelsen), Stühwe (74. Steiner), Jessen (76. Miranda), Nitsch – Zuth, Neumann (76. Siemund), Kurzbach.
Trainer: Tore Wächter.
TSV Rantrum: Timon Hansen – Flatterich, Matthiesen (64. Dircks), Broder Hansen, Harring (81. Henke), Flemming (46. Reichenberg) – Kliese, Petersen, Theede – Krause, Wunderlich.
Trainer: Erik von Lanken.
SR: Frederik Simon (Heikendorfer SV).
Ass.: Kevin Soll, Dominik Dittwe.
Z.: 100.
Tore: 1:0 Cedric Neumann (3.), 2:0 Cedric Neumann (37.), 3:0 Noel Kurzbach (72.), 4:0 Jarne Bartelsen (74.), 5:0 Jarne Bartelsen (83.), 6:0 Jarne Bartelsen (85.).