
Am letzten Samstags-Spieltag der Bezirksliga West im Kalenderjahr 2025 feuerten die Akteure von TG Straubing und dem TV Aiglsbach ein regelrechtes Torfeuerwerk ab. Nach zweifacher Führung für den TVA jubelte am Ende aber die Heimelf und feierte einen fulminanten 6:4-Heimsieg. Überragender Mann auf dem Feld war Straubings Ashour Abraham, der nach vier Treffern nun bei satten 18. Saisontoren steht. Unter die Räder gekommen ist der TV Schierling beim ATSV Kelheim. Kellner, Rabl und Co. fügten den Gästen eine deutliche 5:1-Auswärtspleite zu. Für eine kleine Überraschung sorgen konnte der Aufsteiger der SpVgg Plattling, der das Duell gegen den Ligaprimus aus Ergolding mit 1:0 für sich entscheiden konnte und sich somit vor der Winterpause nochmal Luft im Abstiegskampf verschaffen konnte. Keinen Sieger gab es im Aufeinandertreffen zwischen dem SV Sallach und dem Schlusslicht aus Pfarrkirchen (2:2). Ebenfalls eine Punkteteilung gab es beim FC Simbach, der den TSV Langquaid zu Gast hatte (1:1).
Christian Gottschalk, Trainer ATSV Kelheim: „Wir haben heute gegen Schierling eine sehr souveräne Leistung abgeliefert. Die erste Halbzeit war noch relativ ausgeglichen. Wir gingen zwar mit der ersten Aktion direkt in Führung, kassierten kurz darauf aber sofort den Ausgleichstreffer. Kurz vor der Halbzeit gingen wir erneut mit 2:1 nicht unverdient erneut in Führung. Im zweiten Durchgang vergaben beide Teams jeweils eine große Torchance. Danach haben wir die Kontrolle übernommen, vorne eiskalt die Buden gemacht und hinten alles konsequent wegverteidigt.“
Johannes Wittenzellner, Spielertrainer SpVgg Plattling: „Es war heute von allen Spielern eine sehr gute Partie, in der jeder alles gegeben hat und mit voller Überzeugung in die Zweikämpfe ging. Ergolding war die spielbestimmende Mannschaft und hatte vor allem im ersten Durchgang ein paar Chancen, bei denen wir entweder Glück hatten oder unser Torhüter exzellent reagiert hat. In der zweiten Halbzeit kam Ergolding zu keinen zwingenden Torchancen mehr, weil wir geschlossen alles wegverteidigen konnten und weiterhin ein paar Nadelstiche setzen konnten. Es war ein Tag, an dem alles gepasst hat, um den Tabellenführer zu schlagen und sehr wichtige Punkte mitzunehmen, womit man im Vorfeld nicht unbedingt rechnen konnte. Deshalb sind wir natürlich sehr glücklich und Stolz auf unsere Leistung.“
Onur Örs, sportlicher Leiter TG Straubing :„Absolut irres Bezirksliga-Spiel! Wir haben das Spiel eigentlich über die gesamte Zeit dominiert und sind durch individuelle Fehler zweimal in Rückstand geraten. In der ersten Hälfte hatten wir drei sehr gute Chancen wo wir das Tor nicht machen. Allerdings haben wir den Kopf nicht in den Sand gesteckt und sind zurückgekommen. Abraham hat definitiv mit seinen vier Toren heute die Hauptrolle gespielt. Eine brutale Mannschaftsleistung. Jeder hat bis zur letzten Minute gekämpft und somit haben wir das Spiel hochverdient gewonnen.
Daniel Ritzinger, Spielertrainer FC Simbach: „Über das ganze Spiel gesehen ein gerechtes Unentschieden. In der ersten Halbzeit hatte Langquaid mehr vom Spiel, ohne sich aber große Chancen herauszuspielen. Bitter war natürlich das Gegentor zum Halbzeitpfiff. In der zweiten Halbzeit haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht und völlig verdient ausgeglichen. Mit etwas Glück wäre sogar noch mehr drin gewesen, da wir noch 2-3 gute Möglichkeiten hatten. Wir sind aber total happy mit dem Punkt. Riesen Kompliment an die Mannschaft für eine außergewöhnliche Hinrunde.
Josef Burmberger, sportlicher Leiter TuS Pfarrkirchen: „Ein sehr gutes Spiel unserer Mannschaft, welche sich den Sieg redlich verdient hätte. Nachdem wir durch eine Ecke mit 1:0 in Rückstand gerieten, hatte der Gastgeber bis auf ein paar Standards so gut wie keine Möglichkeiten mehr. Ansonsten hatten wir das Spielgeschehen weitestgehend im Griff und konnten unsere beiden Torchancen nutzen. Auch wenn es normal nicht unsere Art ist, muss ich noch auf die Leistung des Unparteiischen eingehen. Zunächst gab es gegen uns einen fragwürdigen Abseitspfiff, woraus die Riesen-Chance zum 3:1 entstanden wäre. Nicht einmal die gegnerische Abwehr hat Abseits gefordert, weil es deutlich keins war. Die Krone aus unserer Sicht setzte dann die Unparteiische mit der nächstem Pfiff drauf: In unserem Strafraum Nähe der Auslinie klärt unser Verteidiger den Ball ins Toraus. Wie über das ganze Spiel hinweg, versuchten die Spieler der Heimelf durch lautstarkes Anschreien die Schiedsrichterin zu beeinflussen um ein Foulspiel zu ergattern. Dies gelang dem Heimstürmer in dieser Szene und zu unserem absoluten Unverständnis zeigte die Unparteiische anschließend auf den Punkt. Wie schon die erste Abseits-Szene haben wir die Elfmeter-Szene ebenfalls im Video angeschaut und auch dieser Pfiff ist unserer Meinung nach unglaublich. Besonders bitter, dass die Assistentin eigentlich einen perfekten Blick auf diese Situation gehabt hätte. Jetzt ist erstmal Winterpause, in der wir alles mobilisieren wollen um den Klassenerhalt über die Relegation zu erreichen.“
