Alex Piller (rotes Trikot) und sein neuer Verein, der ATSV Erlangen haben in Cham eine erste Duftmarke hinterlassen. Nun wartet mit Ansbach gleich ein Titelfavorit.
Alex Piller (rotes Trikot) und sein neuer Verein, der ATSV Erlangen haben in Cham eine erste Duftmarke hinterlassen. Nun wartet mit Ansbach gleich ein Titelfavorit. – Foto: Simon Tschannerl

Topduell, Derby, Englische Woche: Es geht gleich in die Vollen

2. Spieltag in der Bayernliga Nord - Dienstag/Mittwoch: Oft genannte Aufstiegsaspiranten Erlangen und Ansbach duellieren sich +++ Nachbarduell zwischen Neumarkt und Seligenporten +++

Die SpVgg Ansbach und der ATSV Erlangen haben einige Gemeinsamkeiten - nicht nur in geographischer Hinsicht. Beide mittelfränkischen Teams werden oft genannt, wenn es um die Aufstiegsaspiranten in dieser Bayernliga-Saison geht. Und beide Mannschaften haben gleich am ersten Spieltag gezeigt, dass sie das Zeug dazu haben, diese Prognosen Wirklichkeit werden zu lassen. Einen gravierenden Unterschied gibt es aber dann doch: Ansbach ist bereits bestens eingespielt, der runderneuerte ATSV muss sich erst noch vollends finden.

"Man kann noch nicht im Detail sagen, wie weit wir sind", stellt Erlangens Coach Shqipran Skeraj nach dem 2:0-Auswärtssieg am Samstag beim ASV Cham fest. Es geht aber, das steht fest, in die richtige Richtung. Es war, wie vermutet, das umkämpfte Spiel in der Oberpfalz. Die Mittelfranken reagierten aber richtig auf diese bekannten Voraussetzungen - mit viel Ballbesitz und einer souveränen Spielweise. Nichtsdestotrotz macht der ATSV-Trainer deutlich: "Wir brauchen noch Wochen, bis wir uns komplett eingespielt haben."


Ansbach: Nach wie vor eine »gewisse Ungewissheit«

Ohne Cham nahetreten zu wollen, wartet nun ein anderes Kaliber auf Erlangen. "So wie es aussieht, wird das ein Topspiel" - blickt nicht nur Skeraj voller Vorfreude auf das Mittelfranken-Duell mit Ansbach am Mittwochabend. Kommt dieser Brocken zu früh für sein Team in der Findungsphase? "Nicht unbedingt. Das hängt vom Momentum ab. Es ist alles möglich." Die Spielvereinigung will man mit einer Mischung aus der eigenen Grundtaktik und einem Anpassen an die Schwächen und Stärken meistern. Videoanalyst und Co-Trainer Arslan Kubilay kommt deshalb eine entscheidende Rolle in der Spielvorbereitung zu. Dass es bereits zu Saisonbeginn eine Englische Woche ansteht, ordnet man im Lager des ATSV eher als Vor- wie als Nachteil ein. "Nach einer langen Pause, in der man den Fußball vermisst hat, schadet es nicht, dass es gleich unter der Woche weitergeht."

Derbytime! Nach der schmerzlichen Auftaktniederlage muss der SV Seligenporten nun in Neumarkt antreten.
Derbytime! Nach der schmerzlichen Auftaktniederlage muss der SV Seligenporten nun in Neumarkt antreten. – Foto: Sportfoto Zink / Gold

Ähnlich sieht es auch SpVgg-Chef Christoph Hasselmeier, der froh darüber ist, dass nach dem 2. Spieltag noch mehr Klarheit über Form und Potenzial herrscht. Denn obwohl Ansbach bereits im vergangenen Herbst bewiesen hat, zu was es zu leisten im Stande ist und obwohl die Vorbereitung gut lief, gibt es "nach wie vor eine gewisse Ungewissheit". Noch mehr Fragezeichen vermutet aber der Spielertrainer auf Seiten des Gegners wie in den eigenen Reihen. Denn da ist zum einen der eigene fulminante Auftaktsieg gegen Gebenbach ("Wirklich nicht so einfach, Verbesserungspotenzial ausmachen zu können"). Und da ist zum anderen das noch fragile Mannschaftsgefüge des Gegners. "Wir sind froh, zu so einem frühen Zeitpunkt der Saison auf sie zu treffen."

Die Partien des 2. Spieltages

Dienstag

ASV Neumarkt
5:1
Seligenport.

TSV Karlburg
1:1
Großbardorf

FCE Bamberg
7:1
Bayern Hof

Mittwoch

DJK Vilzing
3:0
TSV Abtswind

ATSV Erlang.
0:2
Ansbach

Vatan Spor
0:1
Würzburg. FV

Ammerthal
2:2
ASV Cham

Gebenbach
4:1
SC Feucht

Aufrufe: 027.7.2021, 03:30 Uhr
Helmut WeigerstorferAutor

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