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1. Göppinger SV: „Wir sind auf dem richtigen Weg und sehr zufrieden“

FuPa-Teamcheck: Co-Trainer Daniel Budak will sich mit dem Oberligisten 1. Göppinger SV „weiter nach oben arbeiten“

von red · 10.02.2026, 16:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Carsten Trebuth/Verein

Im FuPa-Teamcheck spricht Co-Trainer Daniel Budak vom 1. Göppinger SV über eine Hinrunde mit Anlaufschwierigkeiten, defensive Entwicklung und den Anspruch, jedes Spiel gewinnen zu wollen. Die Tabelle ist eng, die mentale Stärke entscheidend.

Saisonhalbzeit nach dem Abstieg: keine einfache Ausgangslage

Für Daniel Budak, Co-Trainer des 1. Göppinger SV, war von Beginn an klar, dass die Spielzeit nach dem Abstieg nicht automatisch in ruhige Bahnen führen würde. „Wir wussten, dass es nach dem Abstieg keine einfache Saison werden würde“, sagt Budak.

Dass das Team dennoch nach 19 Spieltagen wieder Anschluss gefunden hat, bewertet er als wichtigen Schritt. „Umso froher sind wir jetzt, dass wir nach einem schlechten Saisonstart wieder Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle gefunden haben“, erklärt Budak. Der Klub steht in der Oberliga Baden-Württemberg aktuell auf Rang neun und hat 24 Punkte gesammelt.

Tabellenplatz neun: Anschluss ans Mittelfeld statt Absturz

Der Blick auf die Zahlen zeigt, wie sich der 1. Göppinger SV stabilisiert hat: Nach 19 Spielen steht die Mannschaft bei 7 Siegen, 3 Unentschieden und 9 Niederlagen. Das Torverhältnis beträgt 33:26, was auch die defensive Stabilität unterstreicht.

Im Vergleich zur Ligaspitze ist der Abstand allerdings groß. Der VfR Mannheim und der VfR Aalen führen die Tabelle mit jeweils 45 Punkten an. Dahinter folgt ein breites Feld, in dem viele Mannschaften eng beieinanderliegen – darunter auch Göppingen.

Defensive anfangs anfällig: „nicht stabil genug“

Budak beschreibt die Hinrunde nicht als geradlinigen Prozess. Gerade in der ersten Hälfte habe sein Team defensiv zu viele Probleme gehabt. „In der ersten Hälfte der Hinrunde haben wir relativ viele Gegentore bekommen und waren gegen den Ball nicht stabil genug“, sagt er.

Für den Co-Trainer ist klar, dass Stabilität gegen den Ball die Grundlage für Erfolg ist: „Das ist aber extrem wichtig, wenn man erfolgreichen Fußball spielen will.“ Deshalb sei die Reaktion zwingend gewesen. „Daran wollten und haben wir so schnell wie möglich gearbeitet“, erklärt Budak.

Offensiv fehlt Quote: Selbstvertrauen und Details

Trotz der defensiven Fortschritte sieht Budak in der Offensive Entwicklungspotenzial. „Offensiv Tore zu erzielen hat viel mit Selbstvertrauen zu tun“, sagt er.

Doch er macht deutlich, dass es nicht nur um mentale Faktoren geht, sondern auch um präzise Arbeit im Detail. Budak verweist auf konkrete Inhalte, die in der Winterpause bereits Thema waren: „… aber auch mit Details, an denen wir in der Winterpause gearbeitet haben und weiter arbeiten werden, um unsere Quote zu verbessern.“

Damit wird klar: Der 1. Göppinger SV will nicht nur stabil stehen, sondern auch effizienter werden.

Oberliga statt Regionalliga: andere Anforderungen, andere Härte

Nach dem Abstieg aus der Regionalliga musste sich das Team laut Budak auch an eine andere Art Fußball gewöhnen. „In der Oberliga zählen andere Attribute als in der Regionalliga“, betont er.

Die Anforderungen seien robuster, direkter und kampfbetonter. „Hier wird viel Wert auf Einsatz und Robustheit gelegt“, sagt Budak. Diese Herausforderung habe die Mannschaft zunehmend angenommen: „… was wir zunehmend besser angenommen haben.“

Der Prozess sei jedoch noch nicht abgeschlossen. Budak formuliert klar, worum es in den kommenden Monaten gehen soll: „Wir wollen uns weiter in den Details verbessern – sowohl mit als auch gegen den Ball –, um in der Rückrunde noch erfolgreicher und effizienter zu sein.“

Vorbereitung läuft: „kontinuierlich verbessern“

Für die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte findet Budak sehr positive Worte. „Wir sind auf dem richtigen Weg und sehr zufrieden“, erklärt er.

Dabei bleibt es nicht bei einer Momentaufnahme. Budak beschreibt eine Entwicklung, die seit Beginn der Winterphase sichtbar sei: „Man sieht seit Beginn der Vorbereitung, wie wir uns in allen Bereichen kontinuierlich verbessern.“

Diese Aussage umfasst nicht nur Fitness oder Laufwerte, sondern nach Budaks Ton auch Abläufe, Spielverständnis und Stabilität.

Testspiele als Werkzeug: Details statt Revolution

In den bisherigen Testspielen ging es für Budak nicht darum, alles neu zu erfinden. „Klar ist, dass wir unsere Spielidee und unser Spielsystem in den sechs Wochen nicht komplett auf den Kopf stellen werden“, sagt er.

Stattdessen sieht er die Vorbereitung als Phase, um gezielt nachzuschärfen. „Die Testspiele sind ideal, um an Details zu arbeiten“, erklärt Budak. Gleichzeitig bieten sie dem Trainerteam auch die Möglichkeit, Flexibilität im Personal zu prüfen: „… aber auch den einen oder anderen Spieler auf verschiedenen Positionen einzusetzen.“

Damit bleibt Göppingen seinem Weg treu, nutzt aber die Wochen gezielt zur Feinabstimmung.

Winterwechsel im Kader: nur zwei Abgänge, keine Zugänge

Personell bleibt es ruhig beim 1. Göppinger SV. Budak bestätigt: „Wir haben lediglich zwei Abgänge und keine Zugänge.“

Die Entscheidung wirkt bewusst. Denn Budak verweist auf das Vertrauen in die eigene Mannschaft: „Wir kennen die Qualität, die wir im Kader haben, und diese gilt es in der Rückrunde abzurufen.“

Für Göppingen bedeutet das: Keine externen Impulse, sondern der Anspruch, die vorhandenen Möglichkeiten konsequent auszuschöpfen.

Zielsetzung: jedes Spiel gewinnen und nach oben arbeiten

Trotz der engen Tabellenlage formuliert Budak den Anspruch sehr klar und offensiv. „Unser Ziel und Anspruch ist es, jedes Spiel gewinnen zu wollen“, sagt er.

Er spricht dabei nicht von Schadensbegrenzung oder bloßem Verwalten eines Mittelfeldplatzes. Stattdessen soll der positive Trend fortgesetzt werden: „Wir möchten dort weitermachen, wo wir aufgehört haben, und uns weiter nach oben arbeiten.“

Das klingt nicht nach vorsichtiger Absicherung – sondern nach einem Team, das die Saison aktiv gestalten will.

Schlüssel zur Rückrunde: Wille, Einsatz und akribische Arbeit

Was braucht es, um in der Rückrunde konstanter zu punkten und sich vom unteren Bereich abzusetzen? Budak verweist zunächst auf die vielen Einflüsse, die eine Saison prägen: „Das hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab.“

Dann aber wird er konkret und formuliert klare Anforderungen an seine Mannschaft. „Wichtig wird sein, dass wir an die Leistungen anknüpfen, die wir zuletzt gezeigt haben“, sagt Budak. Ebenso entscheidend sei, dass man nicht nachlasse: „… dass wir in Sachen Wille und Einsatzbereitschaft nicht nachlassen.“

Der Weg soll über tägliche Arbeit führen: „… und weiterhin akribisch an uns arbeiten.“ Budak klingt zuversichtlich, dass diese Haltung belohnt wird: „Dann bin ich überzeugt, dass wir eine erfolgreiche Rückrunde spielen werden.“

Keine Transfers, taktische Details bleiben intern

Auch für die Rückrunde stellt Budak klar: „Wie bereits gesagt, personelle Zugänge wird es nicht geben.“ Damit bleibt es bei dem Ansatz, mit dem bestehenden Kader die nächsten Schritte zu gehen.

Über taktische Veränderungen hält er sich bewusst bedeckt. „Taktisch möchte ich jetzt nicht ins Detail gehen“, sagt er. Die Botschaft ist klar: Veränderungen sind möglich, aber zunächst noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.

Mentale Stärke als Faktor: Alltag und Fußball unter einen Hut bringen

Besonders deutlich wird Budak beim Thema mentale Stärke. Für ihn ist sie nicht nur wichtig, sondern elementar. „Ich denke, mentale Stärke ist ein extrem wichtiger Faktor, gerade in der Liga, in der wir spielen“, sagt er.

Er beschreibt dabei auch die besondere Belastung im Fußball, die über Training und Spiel hinausgeht. „Es geht darum, Familie, Job und Schule unter einen Hut zu bringen“, erklärt Budak. Erst wenn das gelingt, könne man sich voll auf den Sport konzentrieren: „… um sich dann maximal auf den Fußball vorbereiten zu können.“

Enge Oberliga: Mittelfeld dicht, Gefahr und Chance zugleich

Ein Blick auf die Tabelle bestätigt Budaks Einschätzung. Hinter den Spitzenteams VfR Mannheim und VfR Aalen mit jeweils 45 Punkten liegt ein großes, enges Feld.

Der 1. Göppinger SV steht mit 24 Punkten auf Platz neun, punktgleich mit dem 1. CfR Pforzheim auf Rang zehn. Direkt dahinter lauern Türkspor Neckarsulm, Karlsruher SC II, TSG Backnang – alle mit 22 Punkten. Im Tabellenkeller stehen Teams wie der FSV 08 Bietigheim-Bissingen mit 17 Punkten und der FC Denzlingen mit 10 Punkten.

Die Oberliga bleibt damit eine Liga, in der ein Lauf nach oben möglich ist – aber auch eine kleine Schwächephase schnell gefährlich werden kann.

Göppinger Weg: Stabilität, Effizienz und der Anspruch auf Siege

Budaks Zwischenbilanz ist geprägt von Realismus und Ehrgeiz. Nach einem „schlechten Saisonstart“ hat sich der 1. Göppinger SV „Anschluss an das Mittelfeld“ erarbeitet. Die defensive Stabilität wurde verbessert, nachdem man „nicht stabil genug“ war. Offensiv soll die Quote steigen – über „Selbstvertrauen“ und „Details“.