2026-04-01T12:50:56.008Z

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1. Göppinger SV: "Jedem ist bewusst, was zu tun ist"

Vor dem Duell gegen den Karlsruher SC II herrscht beim Oberligisten nach sechs sieglosen Partien Alarmstimmung.

von red · Heute, 11:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Carsten Trebuth

Der 1. Göppinger SV blickt auf einen ernüchternden Start in das Jahr 2026 zurück. Mit lediglich zwei Punkten aus sechs Spielen nach der Winterpause ist der Regionalliga-Absteiger auf den 16. Tabellenplatz der Oberliga Baden-Württemberg abgerutscht. Wenn am Samstag, 04.04.2026, um 14 Uhr der Karlsruher SC II an der Hohenstaufenstraße gastiert, zählt für die Mannschaft von Trainer Gianni Coveli nur noch ein Erfolgserlebnis, um den freien Fall zu stoppen.

Die nackte Realität im Tabellenkeller

Die sportliche Bilanz der letzten Wochen liest sich wie ein Krisenprotokoll. Seit sechs Spielen wartet der 1. Göppinger SV nun schon auf einen dreifachen Punktgewinn. Besonders schmerzhaft war der jüngste Auftritt beim FSV Hollenbach, der mit einer deutlichen 1:4-Niederlage endete. Vor 420 Zuschauern trafen Niklas Dörr, Hannes Scherer und Jonas Limbach für die Gastgeber, bevor Gentian Lekaj in der 90. Minute lediglich Ergebniskorrektur betrieb, ehe Julian Henning den Endstand markierte. Diese Negativserie hat den Verein tief in die Abstiegszone gerissen und die Leichtigkeit der Vorrunde verblassen lassen.

Klare Worte vor dem richtungsweisenden Heimspiel

Innerhalb des Vereins ist die Zeit der Analysen vorbei; es sollen Taten folgen. Co-Trainer Pavlos Osipidis findet im Vorfeld der Begegnung deutliche Worte zur aktuellen Lage: „Unsere Situation ist bekannt. Es wurde genug geredet. Jedem ist bewusst, was zu tun ist.“ Der Fokus liegt nun vollkommen auf der moralischen und physischen Präsenz auf dem Platz. „Wir wollen vor allem vor eigenem Publikum ein gutes Spiel absolvieren und in Sachen Körpersprache, Lautstärke, Einsatz den Grundstein legen und mit der individuellen Qualität, die wir nach wie vor haben, nachlegen“, so Pavlos Osipidis weiter. Es ist ein Appell an die Ehre der Spieler, die individuelle Klasse, die im Kader zweifellos vorhanden ist, endlich wieder in kollektiven Erfolg umzumünzen.

Die Erinnerung an ein torreiches Hinspiel

Ein Blick zurück auf das erste Aufeinandertreffen mit dem Aufsteiger zeigt, dass der 1. Göppinger SV spielerisch mithalten kann, aber defensiv anfällig war. Bei der 2:4-Niederlage in Karlsruhe sahen 167 Zuschauer Tore von Ali-Eren Ersungur und Frederik Recktenwald für den Nachwuchs des Karlsruher SC. Zwar konnten Kevin Dicklhuber und Filip Milisic zwischenzeitlich ausgleichen, doch Marlon Dinger und Bekem Can Bicki besiegelten in der Schlussphase die Niederlage. Diese Erfahrung dient nun als Mahnung: Gegen die jungen Talente aus Karlsruhe wird eine konzentrierte Defensivleistung über die volle Distanz vonnöten sein.

Die bedrohliche Lage im Tabellenklassement

Die Tabelle der Oberliga Baden-Württemberg zeigt die ganze Schwere der Aufgabe. Während der VfR Aalen (55 Punkte) und der VfR Mannheim (53 Punkte) wohl die Meisterschaft unter sich ausmachen werden, kämpft Göppingen am anderen Ende um den Klassenerhalt. Mit 26 Punkten rangiert man derzeit auf Platz 16, unmittelbar hinter Türkspor Neckarsulm, dem FSV Hollenbach und dem 1. FC Normannia Gmünd, die alle 27 Zähler aufweisen. Der Abstand zu Teams wie dem Karlsruher SC II (32 Punkte), dem Türkischen SV Singen (30), der TSG Backnang (30), dem SSV Reutlingen (30) oder dem 1. CfR Pforzheim (31) ist zwar noch überschaubar. Nur der FSV 08 Bietigheim-Bissingen (19) und der FC Denzlingen (16) stehen aktuell noch schlechter da. Um den Anschluss nicht endgültig zu verlieren, ist für die Göppinger ein Heimsieg am Samstag alternativlos.