
Die Luft im Tabellenkeller der Oberliga Baden-Württemberg wird dünner, und für den 1. Göppinger SV gleicht der Gang zum Brötzinger Tal einer Reise zum Schicksalsort. Wenn am Samstag, 09.05.2026, um 14 Uhr die Partie beim 1. CfR Pforzheim angepfiffen wird, steht für den ehemaligen Regionalligisten viel auf dem Spiel. In einer Phase der Saison, in der jedes Gegentor die Sorgenfalten vertieft und jeder Punktgewinn einer Erlösung gleicht, zählt für die Mannschaft von Trainer Gianni Coveli nur die Punkteausbeute, um den drohenden Sturz in die Verbandsliga zu verhindern.
Die unbedingte Notwendigkeit zu punkten
Der GSV lässt keinen Zweifel daran, dass die Zeit der Ausreden abgelaufen ist. Die prekäre Situation erfordert einen unbändigen Siegeswillen und eine totale Konzentration auf das Wesentliche. Co-Trainer Pavlos Osipidis findet gegenüber FuPa deutliche Worte zur aktuellen Lage: „Wir sind in einer Situation aktuell, die es erforderlich macht, dass wir punkten. Das ist unser Ziel, und dem werden wir alles unterordnen.“ Es ist ein Appell an die Mentalität der Spieler, in diesem richtungsweisenden Auswärtsspiel über die Schmerzgrenze hinauszugehen.
Der drohende Absturz in die Verbandsliga
Die Dramatik des 31. Spieltags wird durch die verschärfte Abstiegsregelung zusätzlich befeuert. Da am Ende der Spielzeit mit vier bis fünf Absteigern in die Verbandsliga gerechnet werden muss, ist der 1. Göppinger SV als aktueller Tabellenvierzehnter unmittelbar gefährdet. Mit 32 Punkten rangiert der Verein auf einem möglichen Abstiegsplatz.
Die schmerzhafte Lehre aus dem Neckarsulm-Debakel
Die Vorbereitung auf das Gastspiel in Pforzheim findet im Schatten einer herben Enttäuschung statt. Am vergangenen Spieltag erlebte der 1. Göppinger SV vor 603 Zuschauern einen bitteren Nachmittag, als man dem Team von Türkspor Neckarsulm mit 1:4 unterlag. Früh geriet man durch zwei Treffer von Cristian Gilés Sanchez (8., 15.) und ein Tor von Jan Dietrich (28.) ins Hintertreffen. Zwar konnte Gentian Lekaj kurz vor der Pause (45.) verkürzen, doch das Tor von Gianluca Trianni (45.+3) besiegelte die Niederlage. Besonders schwer wiegt für das kommende Spiel das Fehlen von Filip Milisic, der in der 42. Minute die Gelb-Rote Karte sah und somit zuschauen muss.
Erinnerungen an den Erfolg im Hinspiel
Trotz der momentanen Krise schöpft der Verein Hoffnung aus der ersten Begegnung der laufenden Saison. Im Hinspiel gegen den 1. CfR Pforzheim zeigte der 1. Göppinger SV vor 850 Zuschauern, wozu er imstande ist. Damals geriet die Mannschaft zwar durch Niklas Koroll (36.) in Rückstand, drehte die Partie jedoch noch vor dem Seitenwechsel durch Tore von Luca Piljek (42.) und Oguzhan Kececi (44.). Den Schlusspunkt zum 3:1-Heimsieg setzte Antonio Babic in der Nachspielzeit (90.+2). Dieses Erfolgserlebnis soll nun als Blaupause dienen, um auch in der Fremde gegen den Tabellensiebten zu bestehen.