2026-03-13T07:45:35.464Z

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1. Göppinger SV: "Auch wieder einmal ärgerlich"

Im Oberliga-Spiel kämpft der 1. Göppinger SV leidenschaftlich beim Tabellenführer VfR Aalen, verliert aber mit 1:3.

von red · Gestern, 20:40 Uhr · 0 Leser
– Foto: Pressefoto-Bildredaktion Eibne

Trotz einer frühen Führung durch Bastian Frölich und einer engagierten Vorstellung muss sich der 1. Göppinger SV um Trainer Gianni Coveli am 23. Spieltag der Oberliga Baden-Württemberg dem VfR Aalen geschlagen geben. Ein Eigentor und die individuelle Klasse der Gastgeber besiegeln vor 1480 Zuschauern in der Centus Arena die 1:3-Niederlage. Während der Tabellenführer seine Position festigt, bleibt dem GSV nur die Erkenntnis, dass Aufwand und Ertrag aktuell nicht im Einklang stehen.

Früher Paukenschlag durch Bastian Frölich

Die Mannschaft des 1. Göppinger SV startete mit einer mutigen Ausrichtung in die Partie beim Favoriten. Vor einer stattlichen Kulisse von 1480 Zuschauern schafften es die Schützlinge von Trainer Gianni Coveli, den Tabellenführer früh unter Druck zu setzen. Bereits in der 7. Spielminute belohnte Bastian Frölich diesen couragierten Beginn mit dem Treffer zur 1:0-Führung. Es war der Startschuss für eine Begegnung auf hohem Niveau, die auch den Trainer sichtlich beeindruckte. „Ich denke, es war ein sehr gutes Oberliga-Spiel. Es waren zwei sehr gute Mannschaften“, ordnete Gianni Coveli das Niveau der Partie später ein. Die Göppinger Defensive hielt dem Druck der Aalener zunächst stand.

Unglückliche Wendung und ein bitteres Eigentor

Die Freude über die Führung währte jedoch nicht bis zur Pause. In der 23. Minute ereilte dem GSV das Pech, als Filip Milisic den Ball unglücklich zum 1:1-Ausgleich im eigenen Tor unterbrachte. Trotz dieses Rückschlags blieb die Struktur der Göppinger tabil. „Wir sind gut ins Spiel reingekommen und wir haben gut verteidigt“, befand Gianni Coveli. Dennoch merkte er an, dass in der eigenen Hälfte phasenweise zu viel Raum gelassen wurde. Mit dem Unentschieden ging es schließlich in die Kabinen, wobei der GSV bis dahin eine absolut ebenbürtige Leistung gezeigt hatte.

Entscheidung durch individuelle Klasse der Gastgeber

Nach dem Seitenwechsel drängte der VfR Aalen auf die Entscheidung. In der 55. Minute markierte Benjamin Kindsvater das 2:1 für die Hausherren. Für Gianni Coveli war dieser Treffer ein Wendepunkt, der vermeidbar gewesen wäre: „Auch wieder einmal ärgerlich, wie das zweite Tor fällt. Das war aus meiner Sicht sehr deutlich und sehr klar vermeidbar.“ Göppingen gab sich jedoch nicht auf und versuchte, das Spiel in die gegnerische Hälfte zu verlagern.

„Ich habe viele Spiele gesehen, wo wir es geschafft haben, in der gegnerischen Hälfte festzulagern. Aber man muss halt Tore erzielen. Das ist das, was wir uns ankreiden lassen müssen“, so die kritische Analyse des Trainers. Den Schlusspunkt setzte Sasa Maksimovic in der 84. Minute mit dem 3:1. Mit diesem dritten Gegentreffer war die „Messe gelesen“, wie Coveli es ausdrückte.

Viel Anerkennung, aber keine Punkte für leidenschaftlichen SV

Trotz der Niederlage sparte der Göppinger Kommandogeber nicht mit Lob für seine Truppe, die bis zum Ende alles versuchte und durch Einwechslungen von Antonio Babic, Gentian Lekaj und Luca Piljek noch einmal frische Impulse setzte. „Ich bin meiner Mannschaft ein Kompliment schuldig. Ein sehr leidenschaftliches Spiel. Ein sehr engagiertes Spiel mit einer guten Struktur“, betonte Gianni Coveli. Die mangelnde Chancenverwertung in der „Box“ blieb jedoch das entscheidende Manko. Der GSV habe viele Komplimente erhalten, aber zu wenig Punkte geholt. „Ich glaube, dass wir heute die Niederlage nicht verdient haben. Das ist aber so“, resümierte der Coach enttäuscht, aber gefasst.

Harter Weg im Tabellenmittelfeld der Oberliga

Nach diesem 23. Spieltag belegt der 1. Göppinger SV mit 26 Punkten den 12. Tabellenplatz. Der VfR Aalen thront mit 54 Punkten souverän an der Spitze. Für den GSV gilt es nun, die positiven Ansätze in zählbare Erfolge umzumünzen. „Wir werden diese Punkte wirklich uns hart erarbeiten müssen. Es ist kein leichter Weg, aber wir werden den Weg bis zum Schluss gehen“, gab Coveli die Marschroute vor. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am Samstag, 21.03.2026, wenn der Tabellenzweite VfR Mannheim zum Heimspiel in Göppingen erwartet wird.