2026-04-29T13:32:52.058Z

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1. FC Wülfrath will Siegesserie des ASV Süchteln beenden

Die abstiegsgefährdeten FCW-Fußballer stehen vor einer schweren Aufgabe, wollen sich beim Aufstiegskandidaten jedoch nicht verstecken

von RP/ Elmar Rump · Gestern, 22:00 Uhr · 0 Leser
Wülfrath kann den Aufstiegskandidaten ärgern.
Wülfrath kann den Aufstiegskandidaten ärgern. – Foto: Jacob Kingsley Amuah

ASV Süchteln – 1. FC Wülfrath. Mit sieben Siegen in Serie beeindruckte der ASV in den letzten Wochen und gilt damit als derzeit formstärkste Mannschaft in der Fußball-Landesliga, Gruppe 1. Dass die Elf von Trainer Volker Hansen nicht jeden Erfolg mit Pauken und Trompeten einfuhr, ist dabei eher zweitrangig.

Süchteln schaut nach oben

Mit vier Punkten Rückstand auf den vom SC Kapellen besetzten Relegationsplatz zwei haben die Gastgeber noch alle Möglichkeiten im Aufstiegsrennen. Der Coach lobt nicht von ungefähr die vorbildliche Entwicklung seiner Truppe, die zuletzt durch mannschaftliche Geschlossenheit, hohe Laufbereitschaft und offensive Durchschlagskraft positiv auffiel. Gleichwohl betonte Hansen, dass das alles nicht selbstverständlich sei, vielmehr das Ergebnis harter Arbeit ist. Zuletzt beim 3:1 gegen den abstiegsgefährdeten SSV Bergisch Born bewies das Team bis zum Schluss Konzentration und Stehvermögen, denn der entscheidende Treffer zum 3:1-Sieg durch Maurice Bock fiel erst in der 87. Minute.

Jetzt geht es am Sonntag um 15 Uhr auf dem Sportplatz an der Hindenburgstraße mit Wülfrath gleich gegen den nächsten Klub aus der unteren Tabellenregion. Auf eigenem Platz unterlag der FCW im vergangenen November durch den Treffer von Janpeter Zaum mit 0:1. Und das, obwohl der Aufsteiger zuvor drei Siege hintereinander feierte und im Kreispokal eine Runde weiter kam. Diese Konstanz bringt das Team von Joscha Weber derzeit nicht auf den Platz. Immerhin wurden durch das 1:0 vor Wochenfrist im Rückspiel gegen Kosova endlich wieder drei Punkte eingefahren.

Der Sieg war indes hart erkämpft. Und das erst aufgrund der Steigerung in der zweiten Halbzeit, denn in Durchgang eins lief nur wenig zusammen. Eher unverständlich, dass die Elf um Kapitän Maik Bleckmann nicht bereits in dieser Phase mit aller Macht versuchte, das Spiel auf ihre Seite zu ziehen. Immerhin: In den zweiten 45 Minuten zeigte die Mannschaft, wie Abstiegskampf geht: Einsatzwille, Laufbereitschaft, höheres Tempo und Zweikampfstärke. Gepaart mit der nötigen Portion Fortune, denn das Tor des Tages resultierte aus einem Eigentor der Düsseldorfer.

Weber fordert Tugenden

Die im Abstiegskampf geforderten Tugenden will der Chefcoach des FCW diesmal vom Anpfiff an sehen: „Der Druck wird zum Saisonende zweifellos größer. Vielleicht eine Erklärung für die schwache erste Halbzeit gegen Kosova. Aber das ist abgehakt. Jetzt konzentrieren wir uns auf Süchteln. Die scheinen in beachtlicher Form zu sein. Anderseits fahren wir nicht den weiten Weg dorthin, um die Punkte einfach abzuliefern.“ Der 32-jährige Coach gibt sich vielmehr kämpferisch: „Auch wenn es brutal schwer wird, aber wir wollen deren Serie unterbrechen. Wir werden uns jedenfalls nicht verstecken, sondern versuchen, unsere Chance zu nutzen. Und wir reden hier auch nicht von irgendwelchen Bonuspunkten, die wir mitnehmen wollen. Da haben wir einen ganz anderen Plan. Der Sieg gegen Kosova hat für Selbstvertrauen, mehr Mentalität und Überzeugung innerhalb des Kaders gesorgt. Das zeigten die Übungseinheiten in dieser Woche.

Den Druck weiterhin hoch halten heißt die Devise. Im Team sowieso, um die Sinne im Abstiegskampf zu schärfen. Und zusätzlich, um die direkte Konkurrenz im Tabellenkeller zu überrunden, wie etwa Amern, oder auf Distanz zu halten. Es fehlen der verletzte Lukas Trier und Arman Corovic (zehnte gelbe Karte). Fragezeichen stehen noch hinter den angeschlagenen Leon Bachmann und Ahmad Jafari.