2026-02-20T12:29:42.904Z

Allgemeines

1. FC Wülfrath gewinnt Abstiegsduell gegen TuRU Düsseldorf

Landesliga, Gruppe 1: Der 1. FC Wülfrath schlägt TuRU Düsseldorf mit 4:2. In der Schlussphase zeigt die Mannschaft von Joscha Weber ihre reife Seite. Clever verteidigt, gut umgeschaltet und mit individuellem Mut gelingt der entscheidende Punch gegen die TuRU 80.

von RP / Elmar Rump · Heute, 08:30 Uhr · 0 Leser
Der 1. FC Wülfrath sichert sich drei wichtige Punkte
Der 1. FC Wülfrath sichert sich drei wichtige Punkte – Foto: Claudia Pillekamp

Landesliga, Gruppe 1: Der 1. FC Wülfrath besiegt TuRU Düsseldorf mit 4:2. Als Anel Peco am Ende der regulären Spielzeit aus der Distanz an den Querbalken schoss, stockte den FCW-Fans unter den mehr als 300 Zuschauern für einen Moment der Atem. Das hätte der Ausgleich für die TuRU sein können. Gleich im Gegenzug war die Erleichterung groß. Nach einem Pass von Youp El Boudihi machte Timo Conde nach einem langen, erfolgreich abgeschlossenen Spurt über die linke Seite endgültig den Deckel drauf. „Ich dachte noch daran, eventuell abzuspielen, habe dann aber doch selbst abgeschlossen, weil mir das Risiko zu groß war, dass noch ein Gegner dazwischen kommt. Die richtige Entscheidung. Es war nach einem schweren, intensiven Spiel ein verdienter Sieg“, urteilte der 27-jährige Winterzugang aus Katernberg nach seinem dritten Saisontreffer.

Auch für Trainer Joscha Weber ging das Ergebnis absolut in Ordnung: „Letztlich haben wir alles richtig gemacht, haben uns als kämpferisch starke Einheit präsentiert. Das 1:2 fiel unglücklich, weil wir den eigentlich harmlosen Torschuss gleich zweimal abfälschten. Dass wir schon kurz darauf mit dem 2:1 die richtige Antwort gaben, zeigt die Moral der Truppe. In der zweiten Halbzeit machte der Gegner zunächst Druck, nach dem 3:2 waren wir aber weitgehend die spielerisch bessere Mannschaft.“ Der Coach ergänzte, zwar noch angespannt, aber sichtlich zufrieden: „Die Intensität in den letzten Trainingseinheiten haben die Jungs heute hervorragend umgesetzt und damit bewiesen, dass sie in der Zwischenzeit auch Abstiegskampf können.“

FCW überzeugt mit Kompaktheit und Umschaltspiel

Die Wülfrather wollten, nach den Erfahrungen aus dem Hinspiel, die Düsseldorfer anfangs durch frühes Pressing beeindrucken. Wäre fast schief gegangen, denn kaum war eine Minute absolviert, da landete der Schuss von TuRUs Mohamed Darwish an der Torlatte. Trotz des frühen (verletzungsbedingten) Wechsels von Lukas Trier zu Ryo Matsutaka, der Japaner machte auf der defensiven rechten Außenbahn eine starke Partie, fand der Gastgeber gut in die Begegnung. Saki Xiros schoss nach einem feinen Zuspiel von Robin Köhler knapp vorbei (17.), ehe Gian-Luca Bühring nach einem zu kurz geratenen Rückpass auf Keeper Marius Delker richtig spekulierte und den FCW in Führung brachte (22.).

In der Folge gab es auf beiden Seiten manches Mal Leerlauf, Abspielfehler häuften sich – Abstiegskampf eben. Dennoch ließ Wülfrath defensiv kaum etwas zu, wurde indes kurz vor der Pause durch den abgefälschten Schuss von Nico Wehner kalt erwischt (42.). Die Reaktion der Einheimischen folgte prompt (44.) – Timo Conde markierte auf Zuspiel von Toni Zupo die Pausenführung.

In Durchgang zwei die Oberbilker anfangs im Vorwärtsgang. Kapitän Lukas Reitz stand im gegnerischen Strafraum völlig blank – erneut der Gleichstand (51.). Davon nur wenig beeindruckt fand die Weber-Elf nach und nach wieder besser in die Partie. Saki Xiros behauptete sich nach einem Steilpass im Laufduell und ließ Delker keine Abwehrmöglichkeit (58. – 3:2)). Weitere gute Chancen folgten. Delker rettete gegen Xiros (62.), Conde köpfte knapp vorbei (64.). TuRU dagegen fiel offensiv nicht viel ein. Der FCW stand in der von Kapitän Maik Bleckmann mit Umsicht dirigierten Deckung stabil, überzeugte mit Kompaktheit und gutem Umschaltspiel.