
Drei Punkte mehr und das Team von „Trainerfuchs“ Alfonso del Cueto wäre dem mit fünf Punkten Vorsprung das Feld in der Landesliga, Gruppe 1, anführenden Aufsteiger Solingen 03 noch dichter auf die Pelle gerückt.
„Das waren, angefangen mit dem Wetter, einfach schlechte Bedingungen dort. Trotzdem dürfen wir nicht verlieren. Die erste Halbzeit war noch okay, aber nach der Pause passte es nicht mehr. Die Niederlage tat, weil unnötig, schon weh“, so der 62-Jährige im Rückblick. Del Cueto schaut aber gleich nach vorne: „Das ist abgehakt. Am Sonntag geht’s gegen den personell stark besetzten Aufsteiger Wülfrath, der nach einem schwierigen Start mit zwei Siegen am Stück und sicher breiter Brust zu uns kommt. Auch wenn bei uns zwei, drei starke Defensivspieler wegen Verletzung fehlen, wollen wir Rang drei natürlich behaupten.“
Ortswechsel zum Erbacher Berg. Dort ist das Stimmungsbarometer nach den drei Siegen aus den vergangenen vier Meisterschaftsspielen merklich gestiegen. Das zurückgewonnene Vertrauen in die eigenen Stärken und vor allen Dingen die bis hierhin bewiesene Qualität auf des Gegners Platz lassen den Tabellendreizehnten (14 Punkte) zuversichtlich in die Landeshauptstadt fahren. Die Stabilität auf des Gegners Platz, dazu ohne Gegentor, steht einerseits auf dem Prüfstand, wird sich aber wohl auch bis nach Benrath rumgesprochen haben. „In Gnadental und zuletzt gegen Schlusslicht TVD haben wir die erhofften Siege eingefahren. Jetzt ist erst einmal der ganz große Druck weg. Auch vom FC Kosova wollen wir was mitnehmen. Wissen aber, dass uns da ein in jeder Hinsicht anderes Kaliber erwartet“, so die Prognose von Joscha Weber.
Was der Chefcoach des FCW meint: „Kosova hat zweifellos große individuelle Qualität in dem zu Saisonbeginn weitgehend neu formierten Kader. Fußballerisch sowieso, aber auch vom Einsatzwillen her. Dazu kommt ein Publikum, das das eigene Team meist sehr engagiert unterstützt. Da erwartet uns eine spezielle, womöglich auch hitzige Atmosphäre. Das wird sicher schwierig, aber davon lassen wir uns nicht beeindrucken. Wir sind darauf vorbereitet. Gerade unsere erfahrenen Spieler können damit umgehen. Im besten Fall ist eine lautstark mitgehende Heimkulisse ja auch für die Gastmannschaft ein besonderer Anreiz.“
So oder so, im Vergleich zu den vergangenen Spielen müssen die Wülfrather einen noch größeren Aufwand betreiben. Kämpferisch und läuferisch, um dem Gegner, der nach der Niederlage in Born womöglich noch genervt ist, aber dadurch auch besonders motiviert sein könnte, das erwartete Duell auf Augenhöhe zu liefern. „Es kann ein unangenehmes Spiel werden, aber auf solche vermutlich engen, intensiv geführten Begegnungen, die meist durch Details entschieden werden, freut man sich doch als Fußballer“, betont Weber abschließend.
Der FCW-Coach muss auf den verletzten Daniel Ivezic verzichten. Der 22-jährige Zugang vom VfB 03 Hilden II (vier Tore) präsentierte sich zuletzt in starker Form, fällt jetzt aber mit einem Muskelbündelriss im Oberschenkel viele Wochen aus. Auf der Kippe steht Alex Fagasinski, der gegen Velbert wegen einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden musste.