2026-02-20T12:29:42.904Z

Allgemeines

1. FC Wülfrath empfängt TuRU Düsseldorf

Sowohl der 1. FC Wülfrath als auch TuRU Düsseldorf bewegen sich nach drei Rückrundenniederlagen im Gleichschritt Richtung Landesliga-Keller und wollen unbedingt die Trendwende schaffen.

von RP / Elmar Rump · Heute, 11:00 Uhr · 0 Leser
Der 1. FC Wülfrath will seine Negativserie beenden.
Der 1. FC Wülfrath will seine Negativserie beenden. – Foto: Claudia Pillekamp

1. FC Wülfrath – TuRU 80 Düsseldorf. Wie sich die Szenarien gleichen. Beim FCW wurde spätestens nach der 2:3-Heimniederlage vor drei Wochen gegen den SC Kapellen der Abstiegskampf ausgerufen. Nicht viel anders ist die Situation seit vergangenem Sonntag in Oberbilk – im Anschluss an die 1:2-Pleite im eigenen Stadion gegen den auf einem direkten Abstiegsrang (15.) stehenden SSV Bergisch Born. „Bei Trainer Francisco Carrasco schellen die Alarmglocken“ hieß es tags darauf in der lokalen Düsseldorfer Sportpresse.

Wülfrath, auf den Relegationsplatz abgerutscht (14. – 20 Punkte) und die mit einem Zähler mehr notierte TuRU also im Gleichschritt in den Tabellenkeller? Natürlich wollen die Kontrahenten diesen Negativtrend so schnell wie möglich stoppen. Erste Gelegenheit dazu bietet sich an diesem Sonntag um 15 Uhr im direkten Duell im Lhoist Sportpark.

Beide Teams mit schwachem Start

In den ersten drei Rückrundenpartien ging das Duo jeweils als Verlierer vom Platz. Ob dabei die zuletzt nicht einkalkulierte Niederlage der Carrasco-Elf gegen Born schwerer wiegt als das zeitgleiche 2:5 der Wülfrather beim Dritten DV Solingen? Man wird sehen. Tatsache ist jedenfalls, dass sich die beiden, eher über den spielerischen Ansatz kommenden Teams mit der harten Realität, die da heißt „Abstiegskampf“, auseinandersetzen müssen. Das ist letztlich auch eine Kopfsache.

In der Hinrunde siegte die TuRU zu Hause mit 3:1 (2:0), dominierte die erste Halbzeit. Wülfrath steigerte sich in Durchgang zwei, hielt kämpferisch dagegen. Florian Schikowski erzielte folgerichtig den Anschluss (65.), bevor der eingewechselte Selcuk Yavuz in der Nachspielzeit den Deckel drauf machte. Unabhängig davon, dass beide Mannschaften gefühlt eigentlich nicht in diese abstiegsgefährdete Tabellenregion gehören, muss schnellstens ein Umdenken stattfinden.

FCW-Trainer Joscha Weber: „Im Kampf gegen den drohenden Abstieg spielen eine Menge Faktoren eine Rolle. Aber die gilt es auszublenden, wir jedenfalls müssen am Sonntag ausschließlich auf die drei Punkte fokussiert sein. Auch wenn wir uns, wie zuletzt, mit individuellen Fehlern manchmal selbst im Weg stehen. Es sind zwar anschließend noch viele Spieltage zu gehen, dennoch hat die Begegnung schon den Charakter eines Sechs-Punkte-Spiels. Dabei wäre es gerade für die Psyche unserer Jungs wichtig, dass wir TuRU mit einem Sieg erst einmal hinter uns lassen.“ Und der 32-jährige Übungsleiter macht auch klar warum: „Danach fahren wir zum Schlusslicht FC Remscheid. Das ist die nächste Begegnung, die wir gewinnen sollten, um unsere Ausgangsposition zu verbessern. Wir können also in dieser einen Woche nicht nur einiges gewinnen, sondern auch eine Menge verlieren. Es also viel Druck auf dem Kessel.“

Verlieren verboten - für beide

Bloß nicht als Verlierer vom Platz gehen, lautet demnach in beiden Lagern die Devise. Die FCW-Coaches Joscha Weber/ Thomas Cyrys wissen, wo die Hebel anzusetzen sind: Wie zum Beispiel die individuellen Fehler genauso reduzieren, wie die Spielphasen, in denen Unaufmerksamkeiten und der sprichwörtliche Schlendrian Einzug halten und entsprechenden Flurschaden in Form von unnötigen Gegentoren anrichten.

Von daher sollen, aus gegebenem Anlass, die gerade im Abstiegskampf oft bemühten Parolen herhalten: „Wir müssen das Glück auch mal erzwingen“ oder „es reicht auch ein dreckiger Sieg“. Gilt in Blaupause für beide Teams. Wobei die in der Spielklasse etablierten Gäste, die nach wie vor über einen in großen Teilen oberligaerfahrenen und individuell gut besetzten Kader verfügen, entgegen der vor Saisonbeginn gehegten Erwartungen, eher unverhofft der Musik hinterherlaufen.

Was gibt nun am Sonntag den Ausschlag? Nicht nur fußballerisches Können. Ebenso wichtig sind Mentalität, einhergehend mit dem nötigen Behauptungswillen. Und eine Portion Nervenstärke. Wülfraths zuletzt gelb-rot-gesperrter Stammkeeper Marvin Oberhoff klagte zwar in dieser Woche über massive Erkältungssymptome, kehrt aber wohl zwischen die Pfosten zurück. Fraglich sind dagegen die angeschlagenen Alex Fagasinski, Lukas Trier und Florian Schikowski.