Formt Kemal Kuc einen Oberligisten beim 1. FC Viersen?
Formt Kemal Kuc einen Oberligisten beim 1. FC Viersen? – Foto: Thomas Haesler

Mit Jungspunden zum Aufstieg?

Der 1. FC Viersen hat ein Durchschnittsalter von nur 23,6 Jahren – und bleibt beim Saisonziel verhalten.

Der 1. FC Viersen gibt trotz der Favoritenstellung in der Landesliga den Aufstieg nicht als primäres Ziel aus. „Wir wollen oben mitspielen und unter die ersten fünf Mannschaften kommen“, sagt Trainer Kemal Kuc, der weiter anfügt: „Sollten wir die Chance natürlich bekommen, werden wir diese auch nutzen.“

Die Bilanz von Kuc spricht dabei für sich. In 29 Spielen gab es ganze 23 Siege. Nur zwei Spiele gingen verloren, bei vier Unentschieden. Auch die Tordifferenz von 96:18 spricht eine deutliche Sprache und zeigt dabei, dass die Viersener auf einem guten Weg sind und sich die Arbeit der letzten Jahre auszahlt.

Das Team vom Hohen Busch legte zum Vorbereitungsstart im Juni ein straffes Programm hin. Mindestens fünf bis sechs Einheiten absolvierten die Spieler pro Woche. Angefangen haben die Viersener dabei mit acht individuellen Läufen. „Wir haben sehr viel verloren in den acht Monaten Pause. Unser Ziel war es, dass wir so mehr mit dem Ball arbeiten konnten,“ erklärt der Trainer. Trotz der hohen Belastung in der Vorbereitung hat Viersen kaum Verletzte innerhalb der Mannschaft zu beklagen. Nach den kräftezehrenden Wochenenden stand zuletzt auch Regeneration auf dem Programm – samt Eistonne für die Spieler. Vor dem Saisonstart am 22. August sind die Viersener mittlerweile zum normalen Trainingsrhythmus mit drei Einheiten unter der Woche übergegangen.

Interessanter Mix in Viersen

Der Blick aufs Personal zeigt: Der Kader des 1. FC ist weitestgehend zusammengeblieben. So hat sich von den Leitungsträgern nur Nico Rymarczyk verabschiedet, der aus beruflichen Gründen nach Heiligenhaus zieht. Justin Butterweck schloss sich zudem dem Oberligisten SC Union Nettetal an. Verstärkt wurde das Team natürlich auch. Dabei legten die Verantwortlichen viel Wert darauf den Kader nur dort zu verstärken, wo es auch zwingend sein muss. Mit Maximilian Pohlig konnte Kuc dann auch einen seiner Wunschspieler endlich nach Viersen lotsen. Auch auf Christos Tsopanides, der vom FC Wegberg-Beeck II zum ambitionierten Landesligisten stieß, hält Viersens Trainer große Stücke. Mit Adnan Aoudou vom FC Büderich wurde das Team zudem mit einem jungen, dafür aber mit einem äußerst erfahrenden Landesliga-Spieler verstärkt. Aoudou spielte zuvor unter anderem bei Teutonia St. Tönis und dem 1. FC Mönchengladbach. Hinzu kommt Adel Hanifa von DJK/VfL Giesenkirchen. Mit David Abugo rückte zudem auch ein talentierter Spieler aus der eigenen U19 zum Kader der ersten Mannschaft

Ein wichtiges und zugleich auch ein richtiges Signal an die Jugendabteilung. „Wir wollen uns in den kommenden Jahren mehr auf die Jugend fokussieren. Dieser Prozess dauert allerdings und braucht auch Zeit“, sagt Kemal Kuc. Der 42-Jährige ist dabei in Fachkreisen bekannt dafür, auf junge Spieler zu setzen und diese entsprechend zu formen. Bei einem Durchschnittsalter von 23,6 Jahren vertraut er dabei auf eine äußerst junge Mannschaft. Mit Elvedin Kaltak, Blerim Rrustemi, Mahmut Dost, Maurice Heylen, Tayfun Yilmaz, Morten Heffungs, Vensan Klicic und Dario Krezic stehen aber zugleich auch genügend erfahrende Spieler im Kader des 1. FC Viersen.

Zum Auftakt in die Landesliga-Saison dürfen die Fans sich übrigens am Sonntag, den 22. August gleich auf das Derby gegen den ASV Süchteln mit Ex-Coach Frank Mitschkowski freuen, der die Mannschaft einst in der damaligen Niederrheinliga trainierte.

Aufrufe: 012.8.2021, 23:00 Uhr
RP / Heiko Van der VeldenAutor

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