Tobias Gschwendtner ist nicht mehr Coach des 1. FC Viechtach
Tobias Gschwendtner ist nicht mehr Coach des 1. FC Viechtach – Foto: Thomas Gierl

Viechtach und Spielercoach Gschwendtner gehen getrennte Wege

Der Kreisklassist beendet nach einem enttäuschenden Saisonverlauf die Zusammenarbeit mit dem Ex-Bayernligaspieler +++ Michael Probst und Markus Bauer übernehmen

Der 1. FC Viechtach hat sich nach dem Kreisliga-Abstieg nicht mit Ruhm bekleckert. Nach einer ordentlichen Vorrunde lief beim Traditionsverein in der zweiten Saisonhälfte gar nichts mehr zusammen und die Spielzeit 2021/2022 musste auf einem enttäuschenden achten Tabellenplatz beendet werden. Nun haben sich die Entscheidungsträger dazu entschlossen, einen Neuanfang zu wagen. Der im Sommer 2020 gekommene Spielertrainer Tobias Gschwendtner (36) muss seine Zelte auf der Regeninsel abbrechen, dafür übernehmen mit Michael Probst (32) und Markus Bauer (35) zwei altbekannte Gesichter.

Der im Viechtacher Ortsteil Wiesing lebende Gschwendtner, der schon das Trikot namhafter Vereine wie dem 1. FC Passau und der SpVgg GW Deggendorf trug und eine Saison Co-Trainer beim SV Schalding-Heining in der Regionalliga war, konnte mit seinem Team den Erwartungen in der am vergangenen Wochenende zu Ende gegangenen Runde nicht gerecht werden. "Nach der mehr als enttäuschenden Rückrunde haben Tobi und ich uns zusammengesetzt und die aktuelle Lage besprochen. Wir sind dann zu der Meinung gekommen, dass es besser ist, die Zusammenarbeit zu beenden. Diese Entscheidung ist bereits vor zweieinhalb Wochen nach der blutleeren Vorstellung gegen Ruhmannsfelden II gefallen. Neben mehreren Faktoren wie beispielsweise langfristige Ausfälle kam auch noch die mangelhafte Einstellung einiger Spieler dazu. Das machte es Tobi nicht einfacher, positive Ergebnisse zu erzielen. Er war immer sehr akribisch und bis zuletzt hochmotiviert. Tobi hat sich voll und ganz mit den Werten des FCV identifiziert. Umso schwerer fiel mir das Gespräch über die Trennung. Trotzdem sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass die Mannschaft eine neue Ansprache braucht", informiert Viechtachs Sportlicher Leiter Mario Vogl.



Auch der bisherige Co-Trainer Alexander Reil (49), der sich auch um die Reserve kümmerte, wird nicht weitermachen. "Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals bei Tobi für seinen Einsatz und die gezeigte Leidenschaft bedanken. Ihm und natürlich auch Alex Reil wünschen wir für ihre Zukunft nur das Beste", sagt Vogl. Für die kommende Saison kann der Bayerwald-Traditionsverein - der vor mehr als 40 Jahren in der Landesliga, die damals die vierthöchste Liga war, um Punkte und Tore kämpfte, eine vielversprechende Lösung präsentieren. Eigengewächs Michael Probst, früherer Landes- und Bayernligaspieler der SpVgg GW Deggendorf, wird mit Unterstützung von Markus Bauer, der unter anderem bereits dem Trainerstab des SV Schalding-Heining angehörte, das Coaching übernehmen.


Michael Probst (li.) übernimmt mit der Unterstützung von Markus Bauer das Traineramt beim FCV
Michael Probst (li.) übernimmt mit der Unterstützung von Markus Bauer das Traineramt beim FCV – Foto: Reisinger


"Michael hat bereits in den letzten Jahren als Jugendtrainer hervorragende Arbeit geleistet und sich diese Chance verdient. Außerdem verkörpert er den FCV wie kein Zweiter, hat die DNA des Vereins in sich und lebt diese regelrecht. Dass ist genau das, was wir brauchen, um wieder in die Spur zu finden. Markus wird ihn bei der Trainingsarbeit unterstützen und in erster Linie für den Fitness- und Koordinationsbereich verantwortlich sein", lässt Mario Vogl wissen.



Im Kader wird es fast keine Veränderungen geben. Schwerwiegend ist jedoch der Abgang von Torjäger Sebastian Tremmel, der sich dem Bezirksligisten SpVgg Ruhmannsfelden angeschlossen hat. "Wir möchten uns bei Baste für seinen unermüdlichen Einsatz bedanken. Er ist ein Viechtacher Eigengewächs und hat sich immer 100 Prozent reingehauen. Die Chance, in der Bezirksliga zu kicken, hat er sich mehr als verdient. Wir wünschen ihm dafür alles Gute", sagt Vogl.




Aufrufe: 024.5.2022, 15:00 Uhr
Thomas SeidlAutor