Ab sofort ein Penzberger: Sean Erten (im weißen Trikot, hier in der Saison 2014/15 im Trikot von TuS Holzkirchen II gegen Habach) wird am Sonntag auf der Bank sitzen. foto: rh
Ab sofort ein Penzberger: Sean Erten (im weißen Trikot, hier in der Saison 2014/15 im Trikot von TuS Holzkirchen II gegen Habach) wird am Sonntag auf der Bank sitzen. foto: rh

Transferhammer! Penzberg holt Edeltechniker Erten

"Vielleicht ein etwas schwieriger Typ"

Eine einzige Niederlage in sechs Spielen: Diese Bilanz des FC Penzberg kann sich durchaus sehen lassen. Damit rangiert die Elf von Trainer Wiggerl Donbeck aktuell auf Rang zwei der Bezirksliga Süd. Dennoch war Donbeck zuletzt unzufrieden, da seine Elf beim 3:0 gegen Penzing seiner Meinung nach zu viel Schönspielerei betrieb, anstatt einfachen und effektiven Fußball zu zeigen.

„Wir haben deshalb unter der Woche etwas intensiver trainiert, um den Fokus wieder aus das Wesentliche zur richten“, sagt Donbeck vor dem Auswärtsspiel am Sonntag beim FC Hertha München.

Die Gastgeber legten mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen einen sehr guten Saisonstart hin. Danach lief es bei der Hertha, was die Ergebnisse betrifft, nicht mehr rund. Vier Niederlagen in Folge ohne eigenen Treffer ließen sie auf Platz zehn abrutschen. „Davon dürfen wir uns nicht blenden lassen. Drei der Niederlagen waren gegen die Spitzenteams der Liga“, so Donbeck. Er sieht deshalb keinen Grund, die Münchener in eine Krise zu reden. Das Team aus dem Stadtteil Sendling vertraut weitgehend auf das gleiche Personal wie vergangene Saison. Zu achten ist vor allem auf Max Kellner, der drei der bisherigen fünf Treffer für den FC Hertha erzielte.

Über einen treffsicheren Stürmer verfügen aber auch die Penzberger. Maximilian Kalus traf bereits sechsmal in dieser Saison. Der FCP-Kapitän war auch die treibende Kraft bei der Verpflichtung eines weiteren Offensivspielers. Sean Erten wechselt vom Landesligisten Türkgücü-Ataspor München an den Nonnenwald. „Er ist da nicht mehr so zum Zug gekommen“, berichtet Donbeck über die Gründe warum der 27-jährige Stürmer, der davor in Holzkirchen spielte, sich den Penzbergern anschloss. „Er ist vielleicht ein etwas schwieriger Typ, doch davon habe ich viele im Team. Ich mag es aber, mit solchen Spielern zu arbeiten“, so Donbeck. Er sieht in dem Stürmer, der seit ein paar Wochen mittrainiert und gegen Hertha erstmals auf der Bank sitzen wird, großes Potenzial.

Gegenüber der Penzing-Partie wird es keine großen Änderungen geben, obwohl Fabian Graf aus dem Urlaub zurück ist. Aktuell fehlen damit nur noch Mustafa Menzil und Samir Azizi, die im Aufbautraining sind, sowie Marco Wirtl, der noch im Urlaub weilt. In der vergangenen Saison gab es in beiden Duellen mit dem FC Hertha keinen Sieger (3:3, 1:1).

Aufrufe: 1.9.2017, 20:14 Uhr
Roland Halmel - Weilheimer TagblattAutor

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