Sieg ohne Wert: Levent Karaca (r.) und der SV Ohlstadt bezwangen den ASV Habach im Ligapokal mit 1:0. 
Sieg ohne Wert: Levent Karaca (r.) und der SV Ohlstadt bezwangen den ASV Habach im Ligapokal mit 1:0.  – Foto: ppict

Aus für den Ligapokal - Lockerungen für Sport frühestens ab 26. April

Meist umstrittenes Thema ist Geschichte

Vor Schrecken erstarren lassen wird diese Nachricht niemanden: Der erst vergangenes Jahr ins Leben gerufene Ligapokal der Amateurfußballer ist schon wieder Geschichte.

Landkreis – Der Wettbewerb wird auf Kreis-, Bezirks- und Verbandsebene ersatzlos gestrichen. Das gab der Bayerische Fußball-Verband (BFV) gestern bekannt. Den entsprechenden formellen Beschluss wird der Verbands-Vorstand in seiner Sitzung am 14. April fassen.

Vor wenigen Tagen hatte der BFV bekannt gegeben, dass der Wettbewerb abgebrochen wird, sollte am 19. April immer noch kein Fußballtraining mit Kontakt stattfinden können – flächendeckend im gesamten Freistaat. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verkündete inzwischen, dass in Bayern die für den 12. April angekündigten Lockerungen – unter anderem im Bereich Sport – frühestens am 26. April folgen werden. Die hohen Corona-Fallzahlen ließen die Politik zu diesem Entschluss kommen.

Hauptproblem des Ligapokals war der enge Terminkalender

Mit dem Kapitel Ligapokal endet auch eines der meist diskutierten Themen des bayerischen Amateurfußballs der letzten Monate. Vom Verband wurde der Wettbewerb ins Leben gerufen, um spielfreie Zeit durch die

kurze Restsaison zu überbrücken. Als Anreiz für die Vereine bestand die Möglichkeit, durch den Turniersieg aufzusteigen beziehungsweise für Mannschaften die in der Liga abgestiegen wären, sich den Klassenerhalt zu sichern. Anfangs wurde der Zusatzwettbewerb bei den meisten Klubs gut angenommen, fast alle Landkreis-Teams meldeten sich an. Bald aber zeigten sich die Probleme des neuen Pokals: viele englische Wochen, enger Terminkalender. Oftmals hatten Mannschaften Probleme damit, genügend Spieler zusammenzubekommen. Die Absagen häuften sich. Auch Pandemiebedingt mussten Spiele ausfallen. Die Tabellen im Herbst gaben oftmals ein verzerrtes Bild wieder. Als die Infektionszahlen weiter anstiegen und die Ausweichtermine für Nachholspiele weniger wurden, brach der BFV die Vorrunde ab und wandte in den einzelnen Gruppen die Quotientenregelung an.

Die Stimmen wurden lauter, den Pokal abzusagen und die Konzentration darauf zu legen, die Ligen zu Ende zu bringen. Doch der BFV hielt an seinem Projekt fest. Im März sollten an vier Wochenenden die K.-o.-Runden stattfinden. Die Finals wurden auf Ostermontag terminiert. Es kam bekanntlich anders. Als letzten Ausweg setzte der Verband auf englische Wochen zwischen den verbleibenden Ligapartien. Doch auch diese Variante ist nun vom Tisch. Das Ende des viel diskutierten Kapitels.

(mbu)

Diese Landkreis-Teams waren noch im Rennen:

Kreisliga: SV Uffing, TSV Murnau, SV Ohlstadt

Kreisklasse: WSV Unterammergau

A-Klasse: SG Oberau/Farchant

B-Klasse: FC Megas GAP

771 Aufrufe9.4.2021, 09:27 Uhr
Garmisch-Partenkirchner Tagblatt / Redaktion GarmiAutor

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