Nußbaum reif für die Landesliga?

In der vergangenen Saison nach der Quotientenregelung noch Letzter, jetzt ganz oben dabei. Was ist nur mit dem 1. FC Nußbaum passiert? Der Kreisligist hat in acht Spielen 18 Punkte (5 Siege, 3 Remis) geholt, so viele hatten die Neulinger in der vergangenen Saison nicht mal nach 16 Spieltagen. Derzeit belegt das Team von Trainer Patrick Gaus und seinem Assistenten Julian Brecht den zweiten Platz hinter dem absoluten Topteam GU-Türkischer SV Pforzheim. Ist der FC Nußbaum in dieser Runde gar schon reif für die Landesliga?

Patrick Gaus lacht. „Von der Landesliga redet bei uns niemand“, so der Trainer und betont: „Wir sind froh, jetzt schon so viele Punkte für den Klassenerhalt geholt zu haben. Und an unserem Saisonziel wird sich auch nichts ändern?“

Woher aber die extreme Kehrtwende nach der verkorksten Vorrunde in der vergangenen Saison? Corona ist schuld! „Wir hatten keine Corona-Pause“, sagt Patrick Gaus. „Unsere Spieler haben wir mit zahlreichen Aufgaben versorgt. Sie sind topfit.“ Ihre Ausdauer holten sie sich unter anderem bei einer Lauf-Challenge oder auch einem Halb-Marathon (wir berichteten). „Hinzu kommt, dass sich einige Langzeitverletzte gut erholt haben. Wir haben nun mit 20 Mann einen breiten Kader. Das entfacht natürlich einen gesunden Konkurrenzkampf“, so Gaus.

Die „neu gewonnene Sicherheit“ wolle man nun beibehalten, erklärt der Coach, der mit Julian Brecht (auch Torhüter) einen voll motivierten „Co“ an seiner Seite hat und eine offene Kommunikation auch mit seinen Spielern führt. „Ich bin offen für Ideen, auch was die Startelf betrifft“, sagt der 30-Jährige.

Mit dem jüngsten 1:1 im Spitzenspiel gegen die Kickers konnte Nußbaum Platz zwei verteidigen. Platz eins, so Gaus, sei dagegen außer Reichweite. „Von einem normalen Kreisligisten ist die GU nicht schlagbar“, meint der Nußbaumer Trainer und nennt auch den Grund, warum die Gökce-Truppe auf dem Weg zur Meisterschaft wohl niemand stoppen kann. „Wenn’s bei denen im Spiel nicht so läuft, können die von der Ersatzbank vier Granaten nachlegen.“ Im Kampf um Platz zwei sieht Gaus neben den Kickers auch Alemannia Wilferdingen („die sind sehr ballsicher“) mitmischen. Sein Team, wie gesagt, dagegen nicht. „Für uns geht es nur um den Klassenerhalt“, betont Gaus noch einmal.

Aufrufe: 20.10.2020, 18:33 Uhr
Pforzheimer Zeitung / domAutor

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