2026-03-13T07:45:35.464Z

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1. FC Normannia Gmünd: "Nach 2:1 hätten wir das Spiel killen müssen"

Viertes Remis im fünften Spiel des Jahres: Der 1. FC Normannia Gmünd spielt in der Oberliga gegen den FSV Hollenbach 2:2.

von fcn · Heute, 13:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Jana Brenner

In der Fußball-Oberliga hat der 1. FC Normannia Gmünd im Kellerduell den FSV Hollenbach empfangen. Der Fünfzehnte empfing den Sechzehnten. Am Ende trennten sich die beiden Mannschaften mit 2:2, für beide eigentlich zu wenig. „Wir haben zweimal eine Führung hergeschenkt. Nach dem 2:1 hätten wir das Spiel killen müssen, also sind das zwei verschenkte Punkte aus unserer Sicht“, war Normannias Übungsleiter Zlatko Blaskic nicht ganz zufrieden mit diesem neuerlichen Remis. Die Gmünder mutieren zur Unentschieden-Maschine, im fünften Spiel teilte man sich bereits das vierte Mal die Punkte in diesem Jahr.



Die beiden Mannschaften legten direkt los, von Abtasten keine Spur. Nico Molinari dribbelte sich gleich an mehreren Akteuren vorbei bis in den Strafraum, verzog dann aber im letzten Moment (3. Minute). Wieder Molinari trieb danach den Ball nach vorne und bediente Daniel Rapp. Dieser legte nochmal auf Alexander Aschauer ab, dessen Versuch jedoch abgefälscht wurde und neben das Gehäuse flog (6.).

Auf der anderen Seite grätschte Georg Wilhelm stark gegen einen Gästeakteur im eigenen Strafraum (7.). „Gege hat wieder ein überragendes Spiel gemacht“, lobte Blaskic seinen jungen Mittelfeldspieler. Die Normannia blieb dran und belohnte sich. Aschauer legte den Ball genial per Außenrist in die Schnittstelle. Hier tauchte Wilhelm frei auf und schob ins rechte Eck zur Führung ein (14.).

Was danach passierte, ließ Gmünds Trainer Zlatko Blaskic jedoch erzürnen. Ein langer Abschlag landete bei Hennes Scherer, der Calvin Körner schlecht aussehen ließ und schließlich fast unbedrängt zum Ausgleich einschieben konnte, nur eine Minute nach der Führung (15.). Das nahm den Gmündern die Anfangsdynamik komplett. Die Zweikämpfe blieben heiß umkämpft, Torchancen blieben aber aus. Die Spieler lagen regelmäßig am Boden, es entwickelte sich eine Partie dem Tabellenstand entsprechend. Kurz vor der Pause war es Normannias Schlussmann Yannick Ellermann, der den Rückstand verhinderte. Nach einer Ecke kam Jonas Limbach aus kurzer Distanz an den Ball, scheiterte aber am gut reagierenden Torwart (45.+3).

Die Gmünder wären in der zweiten Halbzeit fast kalt erwischt worden. Wieder war es ein langer Ball der Gäste, der diesmal bei Inas Music landete. Der Stürmer wollte den Ball an Ellermann vorbeispitzeln, dieser klärte aber stark mit dem Fuß und hatte das Leder im Nachfassen sicher (48.). Dann aber spielte Valerio Avigliano einen langen Ball auf Daniel Rapp, der diesen gut behauptete und auf Aschauer spielte. Dieser legte den Ball schließlich in die rechte Ecke zum 2:1 (50.). Mach einer flachen Ecke von Avigliano scheiterte Marvin Gnaase im zweiten Versuch an Schlussmann Nico Purtscher (57.). Die Gmünder waren jetzt wieder die deutlich aktivere Mannschaft, wehrten sich nun deutlich stärker als noch in Durchgang eins. In der 65. Minute dann ein Schockmoment: Niklas Hofmeister blieb nach einem Zweikampf mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen, musste danach mit einer Trage vom Feld getragen werden.

Blaskic hofft darauf, dass es nicht das Kreuzband gewesen ist, die Schmerzensschreie von Hofmeister ließen jedoch das Schlimmste vermuten Für ihn kam Levin Kundruweit in die Partie. Nach einem schönen Sololauf von Wilhelm wurde sein Schuss soeben noch abgeblockt und landete auf dem Tordach, die Gmünder Fans hätten schon fast gejubelt (69.). Auch nach der folgenden Ecke kam Wilhelm im Rückraum an den Ball, schoss aber weit drüber. Bei einem Versuch auf der anderen Seite von Niklas Dörr war erneut Ellermann auf dem Posten (76.).

Nach dieser Parade zeigte Ellermann gleich eine weitere, die Blaskic als „sensationell“ einstufte. Einen verdeckten Schuss von Arne Schülke lenkte Ellermann noch um den Pfosten (80.). Nach einer Ecke war dann aber auch Ellermann machtlos. Nicht richtig sortiert war die Normannia da, wieder Scherer war zur Stelle und glich aus (81.). Wieder hatten die Gmünder einen Rückstand hergestellt, das nervte vor allem Blaskic am meisten.

Dann brach die sechste Minute der Nachspielzeit an. Nachdem die Hollenbacher es noch einmal versuchten, fand ein langer Ball der Gmünder Aschauer, der völlig frei auf den gegnerischen Kasten zulief, aber etwas zu lang überlegte und schließlich den Ball vertändelte. Es wäre der Siegtreffer gewesen, doch so blieb es bei diesem Unentschieden. „Wir sind schwer zu schlagen, aber nur mit Unentschieden werden wir die Klasse nicht halten. Wir müssen endlich wieder ein Spiel gewinnen“, fordert Gmünds Trainer Blaskic. Gelegenheit dazu bekommen die Normannen in der kommenden Woche bei der Zweitvertretung des Karlsruher SC.