2026-04-29T13:32:52.058Z

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1. FC Normannia Gmünd: "Marvins Abgang schmerzt uns wirklich sehr"

Marvin Gnaase verlässt im Sommer den Oberligisten 1. FC Normannia Gmünd und wagt noch einmal ein neues Abenteuer

von fcn · Heute, 08:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Jana Brenner | @picja_

Mittlerweile ist er 31 Jahre alt, zählt zu den Routiniers und wird unweigerlich mit dem 1. FC Normannia Gmünd in Verbindung gebracht: Marvin Gnaase. Nicht wenige haben gedacht, dass Gnaase, der bereits seit 2014 bei der Normannia ist, im Schwerzer in den fußballerischen Ruhestand gehen würde. So wird es nicht kommen, zumindest vorerst nicht. Gnaase wird die Normannia im Sommer, nach zwölf sehr erfolgreichen Jahren, verlassen, um noch einmal etwas Neues auszuprobieren.



Bereits im Winter hat er Sportdirektor Stephan Fichter diese Entscheidung mitgeteilt. Einvernehmlich hatte man sich jedoch darauf verständigt, dass man die Kommunikation zu einem späteren Zeitpunkt vornehmen wolle. „Da reden wir nicht um den heißen Brei herum: Marvins Abgang schmerzt uns wirklich sehr, er ist ein sehr verdienter Spieler. Sportlich wie menschlich ist es ein großer Verlust für den gesamten Verein“, sagt Fichter.

Gnaase wird nach dieser Saison, nach der er mit der Normannia zum dritten Mal nacheinander den Klassenerhalt in der Oberliga feiern möchte, über 350 Spiele in der Verbands- und Oberliga absolviert haben. In dieser Zeit hat er über 60 Treffer für den FCN erzielt und noch einmal deutlich mehr Tore für seine Mannschaftskameraden aufgelegt – es ist somit längst nicht nur ein menschlicher Verlust. Von der U23 des 1. FC Heidenheim ist der Bettringer damals in den Schwerzer gewechselt.

„Die Gedanken, noch einmal einen Wechsel anzustreben, sind im Winter gereift. In den vergangenen Jahren war es für mich immer klar, dass ich bleiben werde, in diesem Jahr aber war der Reiz, noch einmal etwas anderes zu machen, vorhanden“, lässt Gnaase einen Blick in seine Gedankenwelt zu. Es gab einige Anfragen für ihn, die diesen Reiz noch einmal verstärkt hätten, sagt er. Irgendwann dann hat er diesem Reiz nachgegeben. „Dieser Schritt, diese Entscheidung, ist mir unfassbar schwergefallen. Ich möchte aber auch nicht in zwei oder drei Jahren, wer weiß, wie lange mein Körper noch mitmacht, sagen und mich vielleicht ärgern, nie etwas anderes erlebt oder ausprobiert zu haben“, so Gnaase weiter.

Die Lücke ist zweifellos groß, die Gnaase aufreißt, das weiß auch Fichter. „Wir brauchen auch gar nicht so zu tun, dass man Gnaase eins zu eins ersetzen kann, so einen Spieler gibt es nicht so häufig. Das müssen wir im Kollektiv schaffen, werden das aber natürlich hinbekommen“, sagt der Sportdirektor, der damals noch mit Gnaase zusammengespielt hat. Der Mittelfeldmotor der Gmünder spricht sogar von einem „extremen Schritt“, den er im Sommer gehen wird. „Die Normannia ist mein Verein, in der Mannschaft spielen meine Freunde und ich bin der Normannia für diese zwölf Jahre unfassbar dankbar.“

Der Verein ist aber auch Gnaase zu Dank verpflichtet, das streicht Fichter noch einmal besonders heraus: „Wo gibt es das denn heute noch, dass ein Spieler über ein Jahrzehnt bei einem Verein spielt? Das ist schon außergewöhnlich und für Marvin werden die Türen bei uns niemals verschlossen sein.“ Jetzt aber fokussieren sich die Normannen, gemeinsam mit Gnaase auf die Mission Klassenerhalt. Es wird vorerst seine letzte Mission mit „seinem Verein“ sein.