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1. FC Normannia Gmünd: "Ich bin sehr zufrieden"

Gmünder Oberligist setzt sich in Nöttingen mit 3:1 durch.

von fcn · 06.10.2024, 15:39 Uhr · 0 Leser
– Foto: Pressefoto Eibner

Die Gmünder Erfolgsstory hat zuletzt ein paar Dellen abbekommen. Zwei Niederlagen haben dazu geführt, dass Trainer Zlatko Blaskic deutlicher wurde in seiner Ansprache. Und siehe da: es hat funktioniert. Beim FC Nöttingen hat sich Normannia Gmünd am Freitagabend mit 3:1 durchgesetzt und in ganz vielen Bereichen dafür gesorgt, dass Blaskic mit einem breiten Lächeln nach Hause gefahren ist. „Es war ein hochverdienter Sieg mit einer taktischen Meisterleistung“, freute sich Blaskic nach diesen 90 Minuten. „Ich bin sehr zufrieden mit den Jungs. Jeder war bereit, die Fehler des anderen auszubügeln und das zählt für mich, nach den beiden schwachen Auftritten zuletzt“, so Blaskic.

Besonders vor Nöttingen hat Blaskic gewarnt, diesen Gegner schätzte er im Vorfeld bärenstark ein, titulierte den anderen FCN als spielstärkste Mannschaft der Liga. Umso erfreulicher, dass sich die Normannia mit ihren Tugenden, die sie zuletzt vermissen ließ, dort durchsetzen konnte. Dass Blaskic nicht übertrieben hatte, das zeigte Nöttingen vor allem im ersten Durchgang. Viel Ballbesitz, spielbestimmend, die Normannia war häufig in der Defensive gefordert, meisterte diese Situation aber ganz stark. „Das war ein unglaublich intensives Spiel. Wir haben etwas anders gespielt als sonst, weil wir nichts ins offene Messer laufen wollten“, ließ Blaskic einen Einblick in seine Herangehensweise zu.

Doch diese Herangehensweise führte dazu, dass die Normannia trotz des optischen Übergewichts der Gastgeber die insgesamt besseren Chancen aufweisen konnte. In der 20. Minute musste allerdings erst Yannick Ellermann sein ganzes Können aufbieten, als die Nöttinger Druck erzeugten, aber an Gmünds Nummer eins scheiterten (20. Minute). Ansonsten haben die Gmünder den Ball größtenteils vom eigenen Gehäuse weghalten können, um dann zu Beginn der zweiten Halbzeit richtig zurückzuschlagen. Eine einstudierte Eckballvariante landete bei Marvin Gnaase. „Wir haben uns angeschaut, wie Nöttingen sich aufstellt und uns etwas ausgedacht“, so Blaskic.

So landete ein flacher Ball von Valerio Avigliano beim Gmünder Strategen, der den Ball „bombastisch unter die Latte“ (Blaskic) knallte (47. Minute). Die Führung spielte den Gmündern natürlich in die Karten, wenngleich die Normannen in der Folge etwas Glück benötigten. Nach einer Ecke reagierte Ellermann wieder blitzschnell, den Nachschuss klärte Luca Molinari auf der Linie (52.). „Das war die zwingendste Chance der Nöttinger, da hatten wir etwas Glück“, sagte Blaskic. Insgesamt aber haben die Gmünder den Ball gut vom eigenen Tor ferngehalten. Dann bediente Nico Molinari seinen Bruder Luca, der das 2:0 erzielte (71.).

Doch Nöttingen gab sich längst noch nicht auf und erzielte in der 77. Minute den Anschlusstreffer. Zunächst parierte Ellermann wieder bärenstark, parierte dann noch einmal, ehe Mateij Mijic beim dritten Versuch ins Tor traf. „Dann haben wir die Wucht von Nöttingen gespürt, haben aber alles wegverteidigt“, freute sich Blaskic über die Leistung seiner Kicker. Einziges Manko: In den Umschaltsituationen haben es die Gmünder verpasst, den Deckel draufzumachen. Jermain Ibrahim und Marvin Gnaase hatten gute Gelegenheiten. In der letzten Aktion des Spiels dann wurde Nico Molinari im Strafraum gefoult, sein Bruder Luca versenkte den Ball per Elfmeter zum entscheidenden 3:1 (90.+5).

Es war ein wichtiger Sieg der Normannia, die sich damit wieder etwas Luft zwischen sich und die Abstiegsränge verschafft hat. „In Nöttingen werden nicht viele Mannschaften gewinnen. Ich bin sehr zufrieden, zumal die Normannia dort noch nie etwas geholt hat“, so Blaskic. Ein Sonderlob holte sich noch der junge Georg Wilhelm ab, der erstmals von Anfang an spielen durfte und auf ganzer Linie zu überzeugen wusste.