
Für den 1. FC Monheim (FCM) geht es in der Heimpartie am Sonntag (15 Uhr) gegen den VfB Homberg um mehr als nur drei Punkte. Beide Vereine befinden sich im Kampf um den Klassenerhalt der Oberliga, der in diesem Jahr aufgrund der engen Tabellensituation kaum Fehler verzeiht. Der FCM liegt aktuell auf dem elften Tabellenplatz mit 34 Punkten. Direkt dahinter, mit nur einem Zähler weniger, folgt der VfB Homberg. Der Klub aus Moers konnte am vergangenen Spieltag mit 1:0 gegen die Adler Union Frintrop gewinnen.
Auch der FCM siegte am Wochenende beim ETB Schwarz-Weiß Essen mit 1:0. „Wir haben diese nicht unbedingt idealen Entscheidungsfindungen in der Defensive diesmal nicht drin gehabt, sondern waren sehr klar in unseren Entscheidungen und haben vorne gute Nadelstiche gesetzt“, reflektiert FCM-Trainer Dennis Ruess das, was gegen ETB besser lief als gegen andere Gegner in den Spielen zuvor.
Der Chefcoach spricht auch ein Thema an, das den FCM in den vergangenen Wochen beschäftigte: In keinem der vergangenen sieben Spiele hatten die Monheimer zuvor zu null gespielt – das war zuletzt gegen den 1. FC Kleve im Februar der Fall gewesen. Das nun in Essen zu schaffen, war laut Ruess schon vorher ein wichtiges Ziel, und er sagt im Nachgang: „Es waren die Dinge drin, die wir haben wollten. Schön war zu sehen, dass wir uns über die Spieldauer, gerade in der zweiten Halbzeit, das Chancenplus erarbeitet haben.“
Der Blick bleibt für den FCM aber nach vorne gerichtet, er kann und will sich nicht auf dem Sieg ausruhen. „Wir haben noch sechs Aufgaben, aus denen brauchen wir noch zwei Siege“, rechnet Ruess vor. Vor dem vergangenen Spieltag waren es noch drei Siege aus sieben Spielen, die die Monheimer für das Ziel des Klassenerhalts benötigten, die Quote, sagt Ruess, wolle man idealerweise in der kommenden Partie noch einmal verbessern.
Auf den VfB Homberg ist man in Monheim vorbereitet: „Der Gegner ist in der gleichen Situation wie wir, da geht es auch um alles. Die Homberger werden mit Sicherheit auch das Messer gewetzt und die Krallen ausgefahren haben“, schätzt der FCM-Trainer. Der VfB steht wie auch der FCM bei neun Siegen aus 28 Spielen, verzeichnet mit 13 Niederlagen jedoch eine Pleite mehr als die Rheinstädter.
Was es braucht, um an diesem Wochenende erneut erfolgreich zu sein, ist für Ruess auch klar: „Wir brauchen die gleiche Intensität, die gleiche Herangehensweise und die gleiche strukturelle Art und Weise. Wie wir in der Luft und am Boden verteidigt haben letzten Sonntag, das musst du so jetzt auch bringen“, betont er.
Am Sonntag nicht mit von der Partie ist Aleksandar Bojkovski, der mit seiner fünften Gelben Karte gegen ETB jetzt gegen Homberg aussetzen muss. Zurück im Kader ist dafür Mohamed El Mouhouti, der vergangenen Woche gegen ETB bereits seine Gelbsperre abgesessen hatte. „Das ist halt leider so in dieser Phase der Saison“, sagt Ruess. Um Bojkovski zu ersetzen, werde man eine Lösung finden, auch wenn der Ausfall nun schade sei: „Er hat ein gutes Spiel gemacht letzte Woche. Ich hätte ihn gerne dabeigehabt, weil er eine Art hat, die dir in solchen Spielen schon eine Menge geben kann“, sagt sein Trainer.
Erfreulich für die Monheimer ist sicher auch, dass die angeschlagenen Tom Meurer, Kisolo Deo Biskup und Kameron Blaise in dieser Woche wieder voll im Training waren. Der FCM kann also am Sonntag vor Heimpublikum auf die gewohnte Kaderbreite zurückgreifen.