– Foto: Sascha Köppen

1. FC Mönchengladbach kann auf eine zweite Oberliga-Chance hoffen

Bei einem Saisonabbruch käme der Aufsteiger mit einem blauen Auge davon. In Dony Karaca scheint er nun den richtigen Trainer gefunden zu haben.

Der 1. FC Mönchengladbach wird wohl trotz der mageren Punkteausbeute von drei Zählern auch 2021/22 in der Oberliga Niederrhein an den Start gehen dürfen. Beim Fußballverband Niederrhein stehen die aktuellen Aussichten nach den neusten Beschlüssen der Bundesregierung nämlich auf Saisonabbruch. Damit bekämen die Westender eine zweite Chance nach dem Aufstieg und dem Komplettumbruch im vergangenen Sommer. Sie kämen noch einmal mit einem blauen Auge davon.

Saisonverlauf Der 1. FC startete mit einem knappen 2:3 daheim gegen den VfB Hilden in die Saison. Nach zwei weiteren Niederlagen trennte sich der Klub bereits früh von Trainer Alexi Triantafillidis. U19-Coach Stefan Laucke übernahm anschließend das Ruder. Im ersten Spiel unter seiner Leitung verlor das Team zunächst 1:2 beim FSV Duisburg. 2:1 besiegte die Mannschaft anschließend dann allerdings den SC Velbert und holte die ersten drei Saisonpunkte. Dabei blieb es dann jedoch auch. Nach vier heftigen Klatschen war auch für Laucke Schluss. Das Heimspiel gegen Germania Ratingen 04/19 ging dabei sogar mit 2:11 verloren. Mit „Dony“ Karaca übernahm dann der dritte Trainer in der laufenden Saison die Mönchengladbacher, der unter Triantafillidis und Laucke zuvor als Co-Trainer arbeitete und neben Erfahrung auch viel Gelassenheit ausstrahlt.

Das war gut Angesichts der doch eher geringen Punkteausbeute fällt es nicht leicht, positive Dinge aufzuzählen. Dennoch muss man der Mannschaft eins zugutehalten: Trotz aller Rückschläge gaben die Spieler nie auf und versuchten nach jeder Niederlage wieder positiv nach vorne zu blicken. Die Mannschaft zerfiel auch nach den deutlichen Niederlagen nicht.

Das war schlecht Nachdem zu Saisonbeginn der Kader runderneuert wurde, fehlte es einfach an oberligaerfahrenden Spielern. Die Oberliga ist brutal hart, da wurde jeder Fehler des jungen Teams gnadenlos bestraft. Dass der Verein gleich mehrmals auf der Trainerposition eine Veränderung herbeiführte und sich gleichzeitig auch von einigen Spielern trennte, dürfte sich nicht unbedingt positiv auf den sportlichen Verlauf der Saison ausgewirkt haben. „Hier ist vieles schief gelaufen“, gab auch FC-Coach Karaca zu. Doch nun gilt es alles noch einmal auf Anfang zu setzen und es in der kommenden Saison besser zu machen. In „Dony“ Karaca scheinen die Verantwortlichen nun den richtigen Mann für die Mission Oberliga gefunden zu haben.

Personal Der Kader wird größtenteils so zusammenbleiben. Torhüter Olcay Türkoglu wird dagegen den Verein aus studientechnischen Gründen wohl verlassen. Mit Franceso Barilaro und Nachwuchstorhüter Solomon Martins stehen zwei gute Schlussmänner aber parat. Wichtig wird sein, dass der Klub nun Spieler findet, die zum einen über Erfahrung in der Oberliga verfügen und zum anderen auch die anderen Spieler führen und mitreißen können.

1081 Aufrufe8.4.2021, 06:00 Uhr
RP / Heiko Van der VeldenAutor

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