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KFC Uerdingen verlässt die Abstiegsplätze

1:0 gegen Magdeburg

Der KFC Uerdingen meldet sich mit einem hart erarbeiteten 1:0-Sieg gegen den 1. FC Magdeburg im Kampf um den Klassenerhalt zurück. Gustav Marcussen erzielt das Goldene Tor. Dadurch verlässt die Mannschaft von Teamchef Stefan Reisinger die Abstiegsplätze.

Hat der KFC Uerdingen den Fluch von Lotte gerade noch rechtzeitig beendet? Die Mannschaft von Trainer Jürgen Press kann nach dem 1:0-Sieg gegen den 1. FC Magdeburg zumindest auf- und durchatmen und am letzten Spieltag beim SV Waldhof Mannheim aus eigener Kraft den Klassenerhalt perfekt machen. Joker Gustav Marcussen erzielte in der 76. Minute den entscheidenden Treffer.

Würde dem KFC im neunten und letzten Versuch im so genannten Heimspiel in Lotte der erste Sieg glücken? Das war die entscheidende Frage. Aus den ersten acht Begegnungen im Tecklenburger Land hatten die Uerdinger lediglich drei von 24 möglichen Punkten geholt. Und die Aufgabe gegen Magdeburg war alles andere als leicht, wollten die Gäste doch den Drittliga-Rekord des Karlsruher SC aus der Saison 2012/13 einstellen und den sechsten Auswärtssieg in Folge feiern.

Es war klar, dass weiterhin Adriano Grimaldi (Covid-19), Tim Albutat (Kreuzbandriss) sowie Peter van Ooijen (muskuläre Probleme) ausfallen. Doch am Samstag gesellte sich noch Haktab Omar Traoré hinzu, dessen Corona-Test positiv ausgefallen war. Zwei weitere Tests bei ihm waren negativ, so dass ein falsch-positives Ergebnis möglich erscheint, zumal er auch keinerlei Symptome verspürt. Dennoch schickte ihn das Gesundheitsamt in Quarantäne; die Mannschaft blieb davon jedoch nicht betroffen, da auch alle anderen Tests negativ waren.

Trainer Jürgen Press und Teamchef Stefan Reisinger hatten die Anfangsformation gegenüber der 1:4-Niederlage in Kaiserslautern auf vier Positionen verändert. Zwischen den Pfosten stand wieder Lukas Königshofer anstatt Hidde Jurjus, zudem standen Edvinas Girdvainis, Mike Feigenspan und der nach seinem Mukelfaserriss wieder genesene Christian Kinsombi für Traoré, Leon Schneider und Hans Anapak beim Anpfiff auf dem Feld.

Die Magdeburger waren in der ersten Halbzeit überlegen und hatten ihre beste Chance durch Dominik Ernst, der freistehend vor Königshofer das Tor verfehlte. Die Uerdinger hatten eine nicht minder gute Gelegenheit nach einem Konter über Feigenspan, wo Fridolin Wagner den Ball um Zentimeter verpasste. Das torlose Remis zur Pause in dem umkämpften Spiel ging völlig in Ordnung.

Das Bild änderte sich auch nach dem Wechsel nicht. Die Gäste waren überlegen, was sich auch im Eckballverhältnis von 10:2 dokumentierte, die Blau-Roten, die jedoch kaum eine Chance zuließen, lauerten auf Kontermöglichkeiten. Die gab es in der 76. Minute, als Kiprit den Ball im gegnerischen Strafraum behauptete und dann für Gustav Marcussen auflegte, der aus zehn Metern zentral zur Führung traf. Mit Mann und Maus verteidigten die Uerdinger aufopferungsvoll den knappen Vorsprung.

Am letzten Spieltag tritt der KFC beim SV Waldhof Mannheim an.

Aufrufe: 015.5.2021, 14:11 Uhr
RP / Thomas SchulzeAutor

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