
Der 1. FC Kleve ist endlich wieder auf dem Platz unterwegs. Der Oberligist bestritt am Wochenende seine ersten beiden Testspiele, nachdem er erst am Freitag seine erste Trainingseinheit im Stadion absolviert hatte. Am Samstag gab es am Bresserberg ein 1:1 in der Heimpartie gegen den Bezirksligisten TuS Xanten – da zeigte sich in der Offensive noch reichlich Luft nach oben.
Trainer Umut Akpinar war nach dem Test im Trainingszentrum der Zebras an der Westender Straße sehr zufrieden. „Das war ein gelungener Abschluss einer sehr harten Trainingswoche. Wir haben uns gegen einen starken Gegner einige Chancen erspielt und in der Abwehr kaum etwas zugelassen“, sagte Akpinar. Für sein Team hatte in der vergangenen Woche Athletik-Training auf dem Plan gestanden. Das konditionelle Rüstzeug für die zweite Saisonhälfte hat der 1. FC Kleve nun. Jetzt geht es um die fußballerische Feinarbeit.
Dabei muss Rückkehrer Luca Thuyl weiter auf sein Comeback im Trikot des 1. FC Kleve warten. Der Mann für das offensive Mittelfeld war am Freitag zwar bei einem Trainingsspiel dabei. „Er hat da sofort gezeigt, wie wichtig er für uns werden kann“, sagt Georg Mewes, Sportlicher Leiter des Oberligisten. Gegen Xanten und den MSV-Nachwuchs musste Thuyl aber erkrankt passen. Gegen das U-19-Team der Zebras fehlten in Stammkeeper Ahmet Taner, Kapitän Fabio Forster, Ilkay Akpinar (alle erkrankt), Joel Agbo (Sprunggelenkverletzung) und Tim Haal (beruflich verhindert) weitere Akteure.
Dafür setzte der 1. FC Kleve in Meiderich in der letzten halben Stunde einen Gastspieler ein, der am Freitag auch schon in der Trainingspartie mitgewirkt hatte: Evangelos Karatzidis. Der 19-Jährige war in der vergangenen Saison für Rot-Weiss Essen und der Spielzeit davor für den SC Verl in der U-19-Bundesliga aktiv. Er ist seit dem Sommer ohne Verein, da er wegen einer Rückenverletzung länger pausieren musste, und wäre deshalb sofort für den Oberligisten spielberechtigt.
Der 1. FC Kleve will in den nächsten Tagen entscheiden, ob er Evangelos Karatzidis verpflichtet, der in der Abwehr und im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann. „Wir haben gerade in der Abwehr noch ein wenig Personalbedarf, nachdem uns Samuel Derkum in der Winterpause verlassen hat“, sagt Mewes. Der Sportliche Leiter und Derkum hatten sich darauf verständigt, den Vertrag aufzulösen, nachdem der Spieler aus beruflichen Gründen nicht mehr regelmäßig zum Training nach Kleve kommen konnte.
Der Oberligist hatte im ersten Test am Samstag gegen den Bezirksligisten TuS Xanten schnell einem Rückstand hinterherlaufen müssen. Dem Gast gelang bereits in der ersten Minute nach einem Klever Patzer die Führung. Der 1. FC Kleve hatte zwar klar mehr vom Spiel. Er agierte in der Offensive aber nicht zielstrebig genug und ließ alleine in der ersten Halbzeit ein halbes Dutzend erstklassiger Torchancen aus. Den Ausgleich erzielte Ole Kook (45.+2).
Gegen den MSV-Nachwuchs stimmte die Leistung zwei Wochen vor dem Rückrunden-Auftakt gegen die ebenfalls abstiegsgefährdete Holzheimer SG in allen Bereichen. Der 1. FC Kleve stand in der Defensive gegen die sehr engagierten und laufstarken Talente der Zebras sicher. Er war nur beim Ausgleichstreffer des Gegners, den Hannes Krasenbrink (51.) erzielte, nicht auf der Hut. „Das Gegentor hat mich geärgert, weil die Zuteilung nicht gestimmt hat“, so Akpinar.
Ihn freute dagegen, dass viel mehr Zug im Spiel nach vorne war. „Wir hatten uns vorgenommen, dass wir das, was gegen Xanten nicht geklappt hat, besser machen. Die Mannschaft hat das gut umgesetzt“, sagte der Klever Trainer. Juliano Ismanovski (35.), der nach gelungener Kombination traf, und Niklas Klein-Wiele (55.) erzielten die Treffer des Oberligisten, der weitere gute Gelegenheiten ausließ. „Wir hätten höher gewinnen müssen. Das war aber das Einzige, was nicht gestimmt hat“, sagte Georg Mewes.
