Der 1. FC Kleve II geht optimistisch in die Rest-Spielzeit.
Der 1. FC Kleve II geht optimistisch in die Rest-Spielzeit. – Foto: Olaf Wesling

1. FC Kleve II will es diesmal alleine richten

Der Bezirksligist will im Abstiegskampf nicht auf Hilfe des Oberliga-Teams angewiesen sein, die es eventuell auch nicht geben kann. Trainer Marco Schacht legt viel Wert auf die Fitness und kann mit zwei Neuzugängen planen.

Der 1. FC Kleve II ist auf einem guten Weg, das zu erreichen, was sich der neue Trainer Marco Schacht vorgenommen hatte. Der 52-jährige Coach möchte mit seiner Mannschaft in dieser Saison mit eigenen Kräften den Klassenerhalt in der Bezirksliga schaffen. Der war im Schlussspurt der vergangenen Spielzeit eigentlich nur gelungen, weil es nicht unerhebliche Unterstützung aus dem Oberliga-Team des Fusionsklubs gegeben hatte. Jetzt will die zweite Mannschaft alles selbst regeln, was auch Gebot der Stunde sein muss. Schließlich steckt das erste Team zwei Ligen höher selbst im Abstiegskampf und wird bei einem schmalen Kader so schnell keine Spieler entbehren können, um eventuell erneut Hilfestellung zu leisten.

Marco Schacht ist mit seinen Akteuren schon seit einigen Tagen wieder dabei, den Grundstein dafür zu legen, dass sich das Zitterspiel der vergangenen Saison nicht wiederholt. „Wir arbeiten sehr viel an der Fitness. Denn in der vergangenen Saison war es sicherlich auch ein Problem, dass der eine oder andere Spieler nicht so richtig fit war“, sagt Schacht. Dies war ein Grund dafür, dass in der Schlussphase der Saison noch um den Ligaverbleib gebangt werden musste, nachdem sich das Team zwischenzeitlich schon einen recht komfortablen Vorsprung vor den Abstiegsplätzen verschafft hatte. Das soll sich nicht wiederholen.

Sechs Zähler liegt der 1. FC Kleve II, der nach 17 Partien mit 19 Punkten auf dem zehnten Rang steht, derzeit vor dem ersten der vier Abstiegsplätze. „Das ist kein Vorsprung, auf dem man sich ausruhen kann“, sagt Marco Schacht. Deshalb ist bei den Übungseinheiten harte Arbeit angesagt, um konditionell auf jeden Fall gerüstet zu sein für die entscheidenden Wochen der Saison. „Wenn wir richtig fit sind, dann werden wir es schaffen, in der Liga zu bleiben. Es wird aber ein steiniger Weg, das ist klar“, so Schacht. Er hatte die Saison vor dem Start „als große Herausforderung“ bezeichnet, weil es einen Umbruch im Team gegeben und gut die Hälfte der Stammspieler den Verein verlassen hatte.

Der 52-Jährige, der im vergangenen Sommer zu seinen Wurzeln zurückgekehrt ist, nachdem er früher für den VfB Kleve und nach der Fusion auch noch vier Jahre für den 1. FC Kleve gespielt hat, ist mit dem bisherigen Abschneiden seiner Mannschaft zufrieden. „Wir liegen im Soll. Wichtig ist vor allem, dass wir in den Partien gegen die Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt gut gepunktet haben“, sagt er. Der 1. FC Kleve II holte in den Duellen gegen die sechs Teams, die in der Tabelle hinter ihm liegen, 16 von 18 möglichen Punkten. Eine Bilanz, die auch deshalb von großer Bedeutung ist, weil in der Bezirksliga bei Punktgleichheit nicht das Torverhältnis den Ausschlag gibt, sondern der direkte Vergleich.

Das ändert sich im Kader

Der Bezirksligist kann im Kampf um den Ligaverbleib für die restlichen 13 Partien mit zwei Neuzugängen planen. Cem Artas (24 Jahre), der als Polizist ein Arbeitskollege von Marco Schacht ist und nach Emmerich gezogen ist, verstärkt die Offensive. Er war zuletzt für den westfälischen Bezirksligisten SpVgg Vreden II aktiv, für den er in dieser Saison bei neun Einsätzen fünf Treffer erzielt hat. Zudem läuft Verteidiger Alexander Möller (24), der zuletzt für Hagen 11 in Westfalen in der Verbands- und Landesliga gespielt hat und jetzt in Kleve studiert, künftig für den Fusionsklub auf.

Tyrese Pritzer (SV Hönnepel-Niedermörmter) gehört nicht mehr zum Kader. Und Dennis Kalkes wird nach einem Bruch des Schienbeinkopfs noch einige Zeit fehlen. Schacht hofft, den Offensivakteur, der einer der Führungsspieler ist, vielleicht am Ende der Saison noch einmal einsetzen zu können. „Denn er ist auch wegen seiner guten Standards enorm wichtig für die Mannschaft“, so der Trainer.

Aufrufe: 025.1.2023, 14:00 Uhr
Joachim SchwenkAutor