2026-03-13T07:45:35.464Z

Allgemeines

1. FC Kleve hat sich noch nicht aufgegeben

Der Oberligist hat schwer an der unglücklichen 2:3-Niederlage bei BW Dingden zu knacken, die ihn ans Tabellenende und im Abstiegskampf weit zurückgeworfen hat. Doch Trainer Umut Akpinar und der Sportliche Leiter Georg Mewes geben sich kämpferisch.rn

von Joachim Schwenk · Gestern, 23:00 Uhr · 0 Leser
Kleve glaubt weiterhin an den Klassenerhalt
Kleve glaubt weiterhin an den Klassenerhalt – Foto: Hubert Wilschrey

Umut Akpinar hat seinem Personal am Dienstag trainingsfrei gegeben. „Denn die Spieler sollten nach dieser großen Enttäuschung erst einmal den Kopf frei vom Fußball bekommen“, sagt der Coach des Oberligisten 1. FC Kleve. Die unglückliche und unverdiente 2:3-Niederlage im wichtigen Spiel bei BW Dingden , in dem lange alles für einen Klever Sieg gesprochen hatte, hat Spuren hinterlassen bei der Mannschaft, die auf den letzten Platz zurückgeworfen wurde und jetzt schon acht Punkte vom rettenden Ufer trennen.

Alles noch offen für den FC

Umut Akpinar schätzt die Situation realistisch ein. „Natürlich scheint im Abstiegskampf jetzt alles gegen uns zu sprechen. Das müssen wir erst einmal sacken lassen“, sagt er. Doch der 48-jährige Trainer, der den 1. FC Kleve vor acht Jahren in die Oberliga geführt hat, gibt sich kämpferisch. „Wir geben nicht auf, auch wenn das schon ein absoluter Rückschlag war.“

Georg „Schorsch“ Mewes, Sportlicher Leiter des Oberligisten, stößt ins gleiche Horn, obwohl auch er natürlich genau weiß, dass im Rennen um den Klassenerhalt noch nicht alles verloren ist, durch die Niederlage bei BW Dingden aber viel verloren wurde. „Wenn wir vier Spieltage vor Schluss 13 Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz haben, dann war es das für uns. Vorher sage ich nicht, dass wir abgestiegen sind“, sagt Mewes.

Die Rechnung des Fußball-Urgesteins: „Sechs Siege brauchen wir noch, wenn wir drinbleiben wollen.“ Allerdings hat der 1. FC Kleve auch nur noch elf Spiele vor der Brust. Die nächste Aufgabe ist am Sonntag die schwere Heimpartie gegen den Tabellendritten SpVg Schonnebeck, die um 15 Uhr in der Eroglu-Arena angepfiffen wird. Das Ziel erklärt sich von selbst. „Jetzt müssen Siege her“, sagt Umut Akpinar.

Vergangene Leistungen machen Hoffnung

Was dem Trainer und dem Sportlichen Leiter Mut macht, das sind die Leistungen, die das Team zuletzt beim 0:0 gegen Spitzenreiter Ratingen 04/19 und bei BW Dingden geboten hat. Keine Frage: Die Mannschaft lebt. Die große Frage ist nur, wie sie den Nackenschlag in Dingden weggesteckt hat.

Der 1. FC Kleve bot nach Ansicht von Akpinar beim Neuling „in der zweiten Halbzeit ein Riesenspiel“. Er war drauf und dran, das 3:1 zu erzielen. Der Gegner kam dann in der 87. Minute durch einen umstrittenen Treffer zum 2:2 – der Anfang vom ungerechten Ende.

Umut Akpinar hatte sich schon direkt nach dem Spiel darüber beschwert, dass Torschütze Matties Volmering sich bei seinem Kopfball regelwidrig einen Vorteil verschafft hatte, weil er sich beim Klever Niklas Klein-Wiele aufgestützt hatte. Die Videoaufzeichnung, die der 1. FC Kleve von der Partie angefertigt hat, bestätigte das. „Der Schiedsrichter hatte eine gute Sicht auf die Szene und hätte das Foul sehen müssen. Das macht es umso ärgerlicher“, sagt Akpinar. Unbestritten ist, dass sich der 1. FC Kleve im Spiel nach vorne in den vergangenen beiden Partien erheblich gesteigert hat. Das große Manko bleibt, dass ein Torjäger fehlt. Bezeichnend ist, dass Niklas Klein-Wiele und Nermin Badnjevic nach 23 Spieltagen mit jeweils vier Treffern die besten Torschützen des Schlusslichtes sind.

Doch gerade in Dingden war zu erkennen, dass im Angriff mit etwas mehr Entschlossenheit der Abschluss gesucht wurde. Das macht Hoffnung, dass der Knoten in der Offensive platzen könnte. „Denn wir brauchen jetzt Erfolgserlebnisse“, sagt Umut Akpinar. Er hofft, dass sich die Mannschaft auch einmal für eine gute Leistung belohnen kann. „Die Ergebnisse der letzten Partien spiegeln nicht wider, was wir in den vergangenen Wochen gezeigt haben“, so der Coach.

Forster fällt aus, Darwish wechselt

Der 1. FC Kleve muss gegen die SpVg Schonnebeck weiter auf Fabio Forster verzichten, der sich das Gelenk am dicken Zeh des linken Fußes gebrochen hat . Der Kapitän ist aber weiter guter Dinge, dass er bald sein Comeback feiern kann. Er will spätestens Anfang April wieder im Mittelfeld die Fäden ziehen. „Bislang spricht nichts dagegen“, sagt er. Außerdem ist Nermin Badnjevic, der sich einen Bänderriss zugezogen hat, weiter nicht dabei.

Derweil steht fest, dass Memlan Darwish zur neuen Saison bei einem anderen Verein kicken wird. Der Defensivmann verlässt den 1. FC Kleve und schließt sich dem Oberligisten SC St. Tönis an.