Steht kurz vor seinem Comeback für den 1. FC Garmisch-Partenkirchen: Florian Langenegger. Zumindest einen Kurzeinsatz schließt der Trainer nicht aus.
Steht kurz vor seinem Comeback für den 1. FC Garmisch-Partenkirchen: Florian Langenegger. Zumindest einen Kurzeinsatz schließt der Trainer nicht aus. – Foto: Rabuser

1. FC Garmisch-Partenkirchen: Kapitän wieder an Bord - Langenegger trainiert vor Heimspiel

Aufsteiger Neuhadern zu Gast

Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen hat seine Favoritenrolle untermauert. Und das ohne Kapitän Langenegger, der jetzt aber wieder trainiert.

Garmisch-P.
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FC Neuhadern

Garmisch-Partenkirchen – Rückenwind schadet zu keiner Zeit. Sportlich nicht, bei den aktuellen Temperaturen gleich zweimal nicht. Und beim 1. FC Garmisch-Partenkirchen bläst’s gerade ganz ordentlich. Die Schubkraft kommt auch aus dem starken 3:0-Auftakterfolg beim BCF Wolfratshausen. Auch wenn die Heimschwäche der Weißblauen in der Vorsaison Hauptverursacher des Abstiegs war, peilen Florian Heringer und seine Elf nun zu Hause den nächsten Dreier an. Mit dem FC Neuhadern kommt dabei eine Unbekannte an den Gröben.

Eine Frage bleibt fürs Erste unbeantwortet: Wo ist Momo Diaby? Nach ursprünglichen Informationen sollte der 29-Jährige Ende Juli nach Deutschland zurückkehren. Darauf warten sie beim 1. FC bislang vergebens. Coach Heringer ist nicht im Detail mit der Angelegenheit vertraut, mutmaßt aber, dass der dauerhafte Aufenthaltstitel in Mali noch nicht angekommen ist respektive zugestellt wurde. „Schade, dass er noch nicht da ist“, kommentiert der 38-Jährige die Personalie. Doch auch ohne Diaby hat der Kader der Werdenfelser inzwischen Konturen angenommen. Er zeugt von Qualität und Konkurrenz. So steht Florian Langenegger, der von seinen Kameraden als Kapitän bestätigt wurde, kurz vor seinem Comeback. Noch wird Stellvertreter Moritz Müller die Binde tragen, doch schließt Heringer einen Kurzeinsatz für Langenegger nicht aus, nachdem er zuletzt das Mannschaftstraining „weitestgehend“ mitmachen konnte.

Zu gerne würde der Coach die Startelf unverändert belassen. Allerdings waren Jakob Jörg und Maximilian Heringer unter der Woche etwas angeschlagen. „Ich habe auch kein Problem damit, andere Spieler reinzuwerfen“, sagt Heringer. Florian Adlwärth wäre ein Kandidat für das Deckungszentrum, ferner böten sich Julian Ademi oder Majid Al-Khafaj an. Ohnehin steht das variable Spiel des Teams im Vordergrund, losgelöst von der Aufstellung. Seine Spieler sollen ein Gespür dafür entwickeln, wann sie einen Gegner machen lassen und wann sie ihn anpressen. Heringer zeigte ihnen im Training Kleinigkeiten vom Auftakt, die man geschickter umsetzen könne. „Das erfodert aber eine bessere Kommunikation untereinander.“

Grundsätztlich solle die Mannschaft „mutig nach vorne spielen“, dabei die jeweiligen Situationen „konsequenter“ zu Ende bringen, fordert der Trainer. Wobei die exakte Vorgehensweise stets ein Stück weit vom Gegner abhänge. Und natürlich der Auftrag: „Effizient mit den Torchancen umgehen.“ Denn nicht immer wird sich eine Vielzahl an Möglichkeiten ergeben. Gerade bei einem Aufsteiger könnte man auf defensive Akzente treffen, wodurch umso präzisere Lösungen gefragt sind.

Über die maue Heimserie der Abstiegssaison weiß Heringer freilich Bescheid. Sie ist ihm jedoch gleichgültig. „Wir blicken nicht zurück, sondern fangen ein neues Kapitel an.“ Mit völlig veränderter Intention: Der 1. FC soll sich fortan über „attraktiven Fußball“ definieren, die Punkte in Garmisch-Partenkirchen halten, und damit „zuhause eine echte Macht“ werden. (Oliver Rabuser)

Aufrufe: 05.8.2022, 17:26 Uhr
Oliver RabuserAutor