Vollversammlung vor dem Bad Kötztinger Gehäuse nach einem Eckball von Schlusslicht TSV Bad Abbach (in Grün).
Vollversammlung vor dem Bad Kötztinger Gehäuse nach einem Eckball von Schlusslicht TSV Bad Abbach (in Grün). – Foto: Christian Brüssel

Rotblaue blamieren sich bei Schlusslicht

Joker Johannes Aschenbrenner rettet dem 1. FC Bad Kötzting in der Nachspielzeit einen schmeichelhaften Zähler in Bad Abbach.

Rückschlag für den Fußball-Landesligisten 1. FC Bad Kötzting nach dem gelungenen 3:0-Einstand in Hauzenberg des neuen Trainerduos Stefan Wagner und Martin Vesenjak: Am Samstag kamen die Rotblauen nicht über ein 3:3 (2:1) beim sieglosen Schlusslicht TSV Bad Abbach hinaus. Bis in die Nachspielzeit hinein blühte den Rotblauen sogar eine Vollblamage, ehe Johannes „Asche“ Aschenbrenner nach einem Freistoß per Abstauber zum Ausgleich die vierte Saisonniederlage verhinderte.

Mit dem neunten Unentschieden konnte zumindest der Vorsprung zur Abstiegszone auf jetzt sieben Zähler ausgebaut werden. Am Samstag hat es Bad Kötzting wieder mit einem Kellerkind zu tun: Der Vorletzte VfB Straubing gastiert am Roten Steg. Im Spiel zwei nach dem Rücktritt von Trainer Uli Karmann kamen die Rotblauen in der ersten halben Stunde nur einmal in den gegnerischen Strafraum. Vor dem Fünfmeterraum postiert, bekam Michal Hvézda den Ball hoch zugespielt, jedoch pflückte Bad Abbachs Keeper Fabian Fuchs im Nachfassen den Ball weg (6.).

Zuvor hatten die trotz der prekären Tabellensituation erstaunlich dynamisch aufspielenden Hausherren schon zwei Chancen. Der Schuss von Sturmtank Petar Dizdar ging vorbei (3.), der auf der linken Seite durchgebrochene Max Legler scheiterte an Bad Kötztings Keeper Filip Hinterholzinger (4.). Der TSV Bad Abbach entfachte Dauerdruck, produzierte Halbchancen (7., 26., 28.), derweil kamen die Badstädter nur selten ins letzte Drittel. Folgerichtig ging das Schlusslicht mit 1:0 in Führung (31.). Fernando Rösler setzte den agilen Max Legler in Szene, der ließ Hinterholzinger mit einem Heber keine Chance. Die Rotblauen zeigten jedoch sofort eine Reaktion. Mit drei klaren Aktionen binnen drei Minuten nach vorne drehten sie das Spiel. Einen Abpraller versenkte Peter Grajciar mit einem strammen Schuss vom rechten Strafraumeck ins kurze Eck zum 1:1 (35.). Das Kopfballtor von Hvézda nach starker Kombination über links wurde wegen Abseits annulliert, eine Minute später folgte dennoch das 1:2 (38.), als Maximilian Drexler nach einem Pass aus dem Mittelfeld unbedrängt den Ball im Sechzehner annahm und aus der Drehung einschoss.

Der Doppelschlag zeigte Wirkung beim TSV. Bis zur Pause lief der Ball fast ausschließlich in den Reihen der Rotblauen – allerdings ohne ernsthaften Torschuss. Mit Wiederanpfiff verpasste Drexler per 16-Meter-Schuss um Haaresbreite seinen zweiten Treffer, ehe aus dem Nichts Bad Abbach zum 2:2 (53.) kam. Legler entschied ein Dribbling für sich, bediente Tobias Pauli, der ins lange Eck vollendete. Nun kamen die Bad Abbacher in die Gänge, drängten (59., 64.) auf das Führungstor, während Hvézda nach einem Konter am TSV Keeper scheiterte (62.). Bad Abbachs Gegenstoß führte zum 3:2 (65.) durch Legler, der überlegt einschob. Die Badstädter taumelten nun bedenklich, der Tabellenletzte drängte mehrmals (67., 70., 72., 83.) auf die Vorentscheidung für den ersten Dreier im 15. Anlauf. Ehe Aschenbrenner final zur Stelle war und seinen Schlappen hinhielt.

Aufrufe: 010.10.2021, 16:00 Uhr
Gerd WinklerAutor

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