
Doch genau in dieser Situation bewiesen die Gastgeber große Moral und kämpften sich eindrucksvoll zurück...
Dabei hatte alles ungünstig begonnen. Bereits in der Anfangsphase nutzte Walldorf eine Unordnung auf der rechten Steinacher Abwehrseite: Marvin Wozniza setzte sich durch und traf nach vier Minuten zur frühen Gästeführung. Steinach tat sich in der Folge schwer, ins Spiel zu finden. Viele lange Bälle in die Spitze fanden keinen Abnehmer, während Walldorf immer wieder gefährlich blieb.
Nach der Pause wollten die Gastgeber eigentlich mehr Druck entwickeln, doch stattdessen wurde es zunächst noch komplizierter. Zunächst musste Winterneuzugang Prince verletzungsbedingt vom Feld, wenig später wurde es richtig bitter: Nach einem taktischen Foul im Strafraum sah Frederic Wohlleben die Gelb-Rote Karte. Den fälligen Elfmeter konnte Steinachs Keeper Paul Eichhorn-Nelson zwar parieren und hielt seine Mannschaft damit zunächst im Spiel. Doch Walldorf bekam kurze Zeit später erneut einen Strafstoß zugesprochen. Dieses Mal übernahm Tristan Hahnemann Verantwortung und verwandelte zum 0:2 (67.). Steinach war nun in Unterzahl und scheinbar auf der Verliererstraße. Die Antwort der Gastgeber ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Praktisch im direkten Gegenzug gelang der Anschlusstreffer: Eine Flanke von links landete bei Liesmann, der aus kurzer Distanz zum 1:2 einschob. Plötzlich war wieder Leben in der Partie – und Steinach witterte seine Chance. Nur wenige Minuten später folgte der nächste Angriff über die linke Seite. Ferdi brachte den Ball in den Strafraum, wo Bastian Leipold im Fallen zum 2:2 traf. Aus einem scheinbar verlorenen Spiel hatte Steinach innerhalb kürzester Zeit den Ausgleich gemacht – und das in Unterzahl. Nun stellte sich die Frage: Risiko gehen oder den hart erkämpften Punkt sichern? Beide Mannschaften hatten in der Schlussphase noch ihre Möglichkeiten. Walldorf kam zu einigen Kontern, doch der letzte Pass fehlte. Auf der anderen Seite drängte Steinach immer wieder nach vorne. In der fünften Minute der Nachspielzeit bot sich schließlich sogar noch die große Chance zum Sieg. Nach einem Pass in die Schnittstelle lief Bastian Leipold allein auf das Walldorfer Tor zu. Doch Gästekeeper Robin Keller reagierte stark und lenkte den Ball mit dem Fuß zur Ecke.
Fazit: So blieb es beim 2:2 – ein Punkt, der sich für Steinach nach diesem Spielverlauf fast wie ein Sieg anfühlte. Nach einem 0:2-Rückstand und mehr als einer halben Stunde in Unterzahl bewiesen die Platzhirsche eindrucksvoll, dass Moral und Kampfgeist manchmal wichtiger sind als jede taktische Vorgabe.