2026-03-09T15:40:23.061Z

Spielbericht

0:1 am Obertunk – Neustadt kämpft, Knoll hält alles

Am Samstag ging es zum nächsten Schwergewicht der Liga, zum Tabellendritten Arnstadt. Nicht ohne Hoffnung traten die Orlastädter die Reise an den Obertunk an.

von Adi Volbert · Heute, 04:59 Uhr · 0 Leser
– Foto: Janine Volbert

Am Ende traten die Blau-Weißen die Heimreise zwar mit leeren Händen da, aber die Art und Weise des Punktverlustes machte Hoffnung.

BERICHT von Adi Volbert // SV BW '90 Neustadt/Orla

Arnstadt, bisher unbezwungen am heimischen Obertunk, legte sofort los und drückt die Orlastädter in ihre eigene Hälfte. Zunächst gab es wenig Entlastung, aber das Gute war auch, dass die neuformierte Abwehr zunächst stand. Besonders Torhüter Maximilian Paul konnte sich mehrfach auszeichnen. Arnstadt´s Varnhagen hat die erste Riesenmöglichkeit der Partie. Ein langer Einwurf wird auf den Kapitän der Arnstädter verlängert, dessen Abschluss kann Maximilian Paul noch aus dem Eck kratzen und zur Ecke abwehren. Den anschließenden Eckball setzt erneut Varnhagen knapp neben das Gehäuse (4.). Mit der nächsten Gelegenheit Schließt Menge per Kopf ab, aber auch hier rutscht der Ball knapp am linken Pfosten vorbei (7.). Kunz versucht es als nächster, aber auch sein Versuch geht aus zentraler Position über die Querlatte (14.). Im Gegenzug dann die erste Torannäherung der Blau-Weißen, aber der Abschluss bedeutet keine Mühe für Arnstadts' letzten Mann. Schon verheißungsvoller war dann der Versuch von Bernhard Grimm, der durch die Schnittstelle bedient wird und allein auf Torhüter Knoll zuläuft, dann aber den Ball nicht am Keeper vorbei bringt (20.). Was wäre gewesen, wenn er getroffen hätte. Hädrich wird dann auf der rechten Seite geschickt, aber Luca Schumann kann in höchster Not klären (25.). Beim nächsten Versuch von der rechten Seite war auch Maximilian Paul machtlos. Wieder ist Hädrich der Ausgangspunkt. Seine scharfe Eingabe findet den Kopf von Lukas Scheuring, der aus Nahdistanz trifft (1:0, 32.). Kurz vor dem Pausenpfiff haben die Hausherren zwei grosse Möglichkeiten das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Kunz zwingt Maximilian Paul zur Parade (44.) und der anschließende Eckball kommt indes Rücken der Abwehr und den Schuss kann Luca Schumann noch vor dem Einschlag klären. So ging es mit der knappen Führung der Hausherren in die Pause.

Trainer Jürgen Walther fand deutliche Worte in der Pause und fordert mehr Mut beim Auftreten in Hälfte zwei. Die Worte kamen offensichtlich im Team an. Der Auftritt in Hälfte zwei war dann wesentlich couragierter. Mit Wiederbeginn kamen dann, die über der Woche kränkelnden, Robin Lee Engler und Josia Walther brachten mehr Möglichkeiten ins Neustädter Spiel. Arnstadt blieb gefährlich, aber Dominanz der ersten Hälfte war nicht mehr vorhanden. Die Riesenmöglichkeit dann zum Ausgleich kreieren die Gebrüder Walther. Elia bricht auf der rechten Seite durch und bedient seinen mitgelaufenen Bruder Josia, der allein vor Torhüter Knoll auftaucht, aber der Torhüter entschärft aus kurzer Distanz mit einer Glanzparade die Möglichkeit (59.). Jonas Wahl setzt sich auf der rechten Seite durch, aber sein Abschluss landet erneut in den Armen von Torhüter Knoll (70.). In den letzten 20 Minuten stemmt sich die Walther-Elf gegen die drohende Niederlage. Maxim Engler erkämpft sich auf der rechten Seite den Ball spielt in den Strafraum, wo Peter Wittwer das kurze untere Eck anvisiert, aber auch hier ist Knoll zur Stelle und verhindert den Einschlag (88.). In der Nachspielzeit setzt sich wieder Peter Wittwer auf der linken Seite durch und bedient Franz Wietasch, der überraschend freistehend das Spielgerät aus acht Metern knapp über den Querbalken jagt, als ins Gehäuse.

Fazit: So blieb es bei der knappen Niederlage der Blau-Weißen am Obertunk, die bis zum Schluss um einen Punkt in Arnstadt kämpften, aber der bestens aufgelegte Torhüter des SVA, Julian Knoll war an diesem Tag unüberwindbar.

Am nächsten Spieltag kommen dann die Saalfelder an die Orla, die alle ihre Rückrundenspiele siegreich gestalten konnten. Die nächste schwere Aufgabe. Adiv

BW-Trainer Jürgen Walther resümiert nach dem Spiel: „Die Moral in der Truppe stimmt. Mit einem relativ bescheidenem Spiel war hier heute deutlich mehr möglich. Es war nicht unsere allerbeste Leistung, haben uns aber in der 2. Hälfte, gerade zum Ende heraus deutlich gesteigert, sind körperlicher geworden, hatten dann wieder Selbstvertrauen und erarbeiten uns Chancen, haben nach hinten gut gearbeitet. Mit einem seltsam komischen Spiel war hier deutlich mehr drin.“