2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligabericht
Weiden (rechts Patryk Bytomski) und Fortuna Regensburg (Maxi Berg) lieferten sich ein intensives, aber torloses Bayernligaduell.
Weiden (rechts Patryk Bytomski) und Fortuna Regensburg (Maxi Berg) lieferten sich ein intensives, aber torloses Bayernligaduell. – Foto: Florian Würthele

0:0 gegen Fortuna: Weiden verpasst Derbysieg in Überzahl

Bayernliga Nord, der Freitag: Die Regensburger lassen sich am Wasserwerk einen Feldverweis gegen sich nicht anmerken

Kampfbetont, intensiv, hintenraus hitzig, aber ohne Tore: Die SpVgg SV Weiden trennte sich am Freitagabend 0:0 unentschieden von der der SV Fortuna Regensburg. Im letzten Vorrundenspiel der Bayernliga Nord sah Regensburgs spielender „Co“ Lucas Altenstrasser kurz nach der Halbzeitpause die gelbrote Karte. Die lange Überzahl wusste die Riester-Elf aber nicht gewinnbringend zu nutzen. Weiden schließt die Hinserie mit neun Unentschieden aus 16 Spielen ab und bleibt vier Punkte hinter Fortuna, die zumindest über Nacht auf Platz vier springt.

„Wer uns schlagen will, der muss verdammt viel investieren“, hatte Weidens Chefanweiser Michael Riester im Vorfeld anklingen lassen. Und die Gäste aus der Domstadt investierten viel vor rund 430 Zuschauern. Dass es für Fortuna letztlich nicht zum Derby-Dreier reichte, lag vor allem an der fahrlässigen Chancenauswertung. „Schade: Wir hätten das Spiel auf jeden Fall gewinnen müssen“, trauerte Gästecoach Arber Morina zwei in seinen Augen verlorenen Punkten nach. „Wir haben viel investiert, haben sehr gut gekämpft, Weiden in Schach gehalten und uns gute Möglichkeiten herausgespielt. Letztlich haben wir uns quasi selbst geschlagen, indem wir es nicht geschafft haben, den Ball über die Linie zu drücken. Auch in Unterzahl hat man nicht gemerkt, dass wir ein Mann weniger waren. Heute habe ich nichts auszusetzen, nur das Tor hat halt gefehlt.“ Ein Sonderlob richtete Morina an seine Abwehrleute: „Die Abwehr hat einen sensationellen Job gemacht.“ Inklusive der jüngsten beiden Siege konstatiert der Fortuna-Trainer: „Jetzt ist es für mich amtlich: Wir haben die schlechte Phase hinter uns gelassen.“

Weidens Christoph Fenninger hatte eine andere Meinung zum Spiel: „Wir waren in dieser Partie klar besser, haben aber wieder vergessen die Tore zu machen.“ SpVgg-Keeper Jannick Schmutzer, der wie letzte Woche den Vorzug vor Eldin Becic erhielt, ergänzte: „Wir wollten unbedingt den Sieg, haben gerade in den ersten 45 Minuten sehr gut gespielt, aber aus der Überzahl nach der Halbzeitpause nichts gemacht.“

„Das war ein starkes und Intensives Spiel beider Mannschaften. Es war alles drin, was ein Derby braucht, aber am Ende haben die Tore gefehlt“
, betonte Weidens Cheftrainers Michael Riester. So sei am Ende das Unentschieden verdient gewesen. „Auch wenn wir 40 Minuten in Überzahl agiert haben. Wir haben uns leider zu wenige Torchancen erspielt, um am Ende als Sieger dazustehen.“



Die ersten 15, 20 Spielminuten gingen klar an Regensburg; die Hausherren erwischten einen schwachen Start. Der sehr agile Ediz Medineli ließ die frühe Fortuna-Führung liegen (6.), ebenso Marcel Owudiwe (18.). Bei letzterer Szene lenkte Weidens Schlussmann Jannik Schmutzer den Ball gerade noch so an den Pfosten. Anschließend trudelte der Ball an der Linie entlang und wurde geklärt. Auf der Gegenseite scheiterte Chris Fenninger am stark parierenden Gästekeeper Nicolas Köpper (12.). Weiden bekam das Spiel dann besser in den Griff, torlos wurden die Seiten gewechselt.

Wenige Minuten nach dem Seitentausch stellte sich Regensburgs Lucas Altenstrasser ungeschickt an, sah nach Foulspielen erst Gelb und nur zwei Minuten später Gelb-Rot. „Das geht so in Ordnung“, befand sein Trainer. Das zahlenmäßige Ungleichgewicht war aber überhaupt nicht zu sehen. Zwar wurden die Gastgeber etwas offensiver, kamen aber kaum zu nennenswerten Torchancen. Eine Ausnahme: Moritz Zeitler traf nach 67 Minuten nur den Außenpfosten. Fortuna suchte zu zehnt immer wieder den Weg nach vorne, stand hinten kompakt. Die letzte ernstzunehmende Chance des Spiel, in einer eher highlightarmen zweiten Halbzeit, gehörte nochmal Weiden. Köpper war bei Zeitlers Freistoß mit der Faust zur Stelle (80.). In einer hitzigen Schlussphase blieb der Lucky Punch auf beiden Seiten aus.

Aufrufe: 031.10.2025, 21:59 Uhr
Florian WürtheleAutor