
Kampfbetont, intensiv, hintenraus hitzig, aber ohne Tore: Die SpVgg SV Weiden trennte sich am Freitagabend 0:0 unentschieden von der der SV Fortuna Regensburg. Im letzten Vorrundenspiel der Bayernliga Nord sah Regensburgs spielender „Co“ Lucas Altenstrasser kurz nach der Halbzeitpause die gelbrote Karte. Die lange Überzahl wusste die Riester-Elf aber nicht gewinnbringend zu nutzen. Weiden schließt die Hinserie mit neun Unentschieden aus 16 Spielen ab und bleibt vier Punkte hinter Fortuna, die zumindest über Nacht auf Platz vier springt.
„Wer uns schlagen will, der muss verdammt viel investieren“, hatte Weidens Chefanweiser Michael Riester im Vorfeld anklingen lassen. Und die Gäste aus der Domstadt investierten viel vor rund 430 Zuschauern. Dass es für Fortuna letztlich nicht zum Derby-Dreier reichte, lag vor allem an der fahrlässigen Chancenauswertung. „Schade: Wir hätten das Spiel auf jeden Fall gewinnen müssen“, trauerte Gästecoach Arber Morina zwei in seinen Augen verlorenen Punkten nach. „Wir haben viel investiert, haben sehr gut gekämpft, Weiden in Schach gehalten und uns gute Möglichkeiten herausgespielt. Letztlich haben wir uns quasi selbst geschlagen, indem wir es nicht geschafft haben, den Ball über die Linie zu drücken. Auch in Unterzahl hat man nicht gemerkt, dass wir ein Mann weniger waren. Heute habe ich nichts auszusetzen, nur das Tor hat halt gefehlt.“ Ein Sonderlob richtete Morina an seine Abwehrleute: „Die Abwehr hat einen sensationellen Job gemacht.“ Inklusive der jüngsten beiden Siege konstatiert der Fortuna-Trainer: „Jetzt ist es für mich amtlich: Wir haben die schlechte Phase hinter uns gelassen.“
Weidens Christoph Fenninger hatte eine andere Meinung zum Spiel: „Wir waren in dieser Partie klar besser, haben aber wieder vergessen die Tore zu machen.“ SpVgg-Keeper Jannick Schmutzer, der wie letzte Woche den Vorzug vor Eldin Becic erhielt, ergänzte: „Wir wollten unbedingt den Sieg, haben gerade in den ersten 45 Minuten sehr gut gespielt, aber aus der Überzahl nach der Halbzeitpause nichts gemacht.“
„Das war ein starkes und Intensives Spiel beider Mannschaften. Es war alles drin, was ein Derby braucht, aber am Ende haben die Tore gefehlt“, betonte Weidens Cheftrainers Michael Riester. So sei am Ende das Unentschieden verdient gewesen. „Auch wenn wir 40 Minuten in Überzahl agiert haben. Wir haben uns leider zu wenige Torchancen erspielt, um am Ende als Sieger dazustehen.“
