
Für den FC Sulingen steht am 22. Spieltag ein richtungsweisendes Duell an. Mit dem TuS Wagenfeld 1908 gastiert ein Spitzenteam an der Bassumer Straße – und liefert gleichzeitig die perfekte Standortbestimmung nach der 2:3-Niederlage in Leese.
Trainer Stefan Rosenthal wählt vor dem Duell klare Worte: „Wir müssen definitiv kleine Brötchen backen.“ Nach dem schwachen Auftritt zuletzt sei die Ausgangslage eindeutig: „Ein Top-Team hätte in Leese etwas mitgenommen. Wir sind keins.“ Mit Wagenfeld kommt genau die Mannschaft, an der sich Sulingen messen will. „Sie sind ein absolutes Top-Team und genau da wollen wir auch irgendwann hin,“ so Rosenthal.
Der Vergleich soll zeigen, wo seine junge Mannschaft aktuell steht: „Sonntag um 16.45 Uhr werden wir sehen, wie weit wir noch weg sind von so einem Top-Team.“ Dabei hebt Rosenthal besonders die Konstanz des Gegners hervor: „Ein Top-Team punktet auch bei einer schwachen Leistung – das hat Wagenfeld uns voraus.“
Nach der deutlichen Kritik an seiner Mannschaft in Leese fordert der Sulinger Trainer vor allem eine Rückkehr zu den Grundtugenden: „Die Basics müssen da sein. Und die haben letzte Woche gefehlt.“ Personell ist die Lage deutlich entspannter als noch in der Hinrunde: „Der Kader ist relativ gut bestückt. Wir werden eine schlagkräftige Truppe aufs Feld schicken.“
Ein konkretes Ergebnis will Rosenthal nicht ausrufen, wohl aber die Herangehensweise klar definieren: „Wir können kein Ergebnis versprechen, aber wir müssen alles reinwerfen, was wir haben.“
Auch Wagenfelds Trainer Michael Hohnstedt erwartet eine intensive Partie – wie so oft zwischen beiden Teams: „Das waren immer brutal intensive Spiele, mit vielen Emotionen.“ Er rechnet mit einer hochmotivierten Sulinger Mannschaft: „Die werden von der ersten Minute mit schaumvollem Mund auf uns warten.“
Gleichzeitig zollt er dem Gegner großen Respekt: „Was Stefan Rosenthal da aufgebaut hat, imponiert mir. Eine blutjunge Mannschaft, die eine richtig gute Rolle spielt.“ Besonders hebt Hohnstedt den Teamgedanken hervor: „Das ist eine Mannschaft, die komplett ihren Weg geht und ihr Herz auf dem Platz lässt.“
Die jüngsten Aufeinandertreffen unterstreichen die Ausgeglichenheit. Drei der letzten Duelle endeten ohne Sieger. Hohnstedt nimmt es mit Humor: „0:0, 1:1, 2:2 – dann müsste es jetzt ja 3:3 ausgehen.“ Doch trotz aller Statistik ist die Zielsetzung klar: „Wir fahren nach Sulingen, um ein gutes Gesicht zu zeigen und etwas mitzunehmen.“
Für Sulingen hingegen geht es vor allem um eine Reaktion – und die Antwort auf die zentrale Frage, die Rosenthal formuliert hat: Wie groß ist der Abstand zur Spitze wirklich?