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Freitag 26.05.17 19:15 Uhr|Autor: RP / wiwo255
F: Dirk Staubesand

Willi Kehrberg freut sich auf den neuen Trainerjob in Amern

Rund zweieinhalb Monate nach seiner Entlassung in Viersen heuerte der 54-Jährige beim Liga-Konkurrenten aus Schwalmtal an
Nach 29 Jahren als Spieler, sportlicher Leiter und Trainer beim 1. FC Viersen nimmt Willi Kehrberg bei den VSF Amern eine neue Herausforderung an. Kehrberg steigt beim Landesligisten als Trainer ein. "Ich freue mich auf diese Aufgabe", sagt er.

29 Jahre in Viersen seien eine lange Zeit, meint der 54-Jährige. Nach seiner Entlassung in Viersen Mitte März habe es ein bisschen gedauert, um das zu verkraften. "Mittlerweile ist das akzeptiert", berichtet Kehrberg. Die Entscheidung nun nach Amern zu gehen, ist in den vergangenen Wochen gereift. Sein Vorgänger bei den VSF, Dennis Sobisz, hatte ihn wie auch Rainer Bruse nach seinem freiwilligen Rückzug Anfang Mai ins Gespräch gebracht. Schon damals gab es auch den ersten Kontakt mit Amerns Sportlichem Leiter Toni van Dalen. Da Kehrberg aber nicht grundsätzlich darauf bedacht war, einen Trainerjob anzugehen, sondern seine Zukunft eher im organisatorischen Bereich sah, kam es im ersten Schritt zu keiner Einigung. "Ich habe nicht vor, meinen Trainerschein zu aktualisieren", erklärt der 54-Jährige. Die Regelung des Verbandes sieht aber vor, dass ab der Saison 2018/19 in der Landesliga nur noch Trainer mit einer gültigen B-Lizenz arbeiten dürfen.

"Toni hat dennoch nicht locker gelassen", meinte Kehrberg. Eine Woche später gab es den nächsten Kontakt. "Am vergangenen Mittwoch haben wir das dann eingetütet. Das war alles sehr entspannt", sagte Kehrberg. Er ist nun auch weit davon entfernt, sein Engagement mit Blick auf die Forderung einer gültigen B-Lizenz ab der übernächsten Saison nur für ein Jahr zu sehen. "Franz Beckenbauer hatte auch keinen Trainerschein. Es wird Lösungen geben", sagte Kehrberg. Eine davon könnte Dennis Sobisz bieten, der im Februar eine entsprechende Trainerausbildung begann.

Die ungewöhnliche Konstellation mit seinem Vorgänger Sobisz als zukünftigem Co-Trainer sieht er sehr positiv. "Das passt. Die Personalplanungen sind zum jetzigen Zeitpunkt fast abgeschlossen. Da ist es gut mit dem zusammenzuarbeiten, der die Planung gemacht hat", sagte Kehrberg. Für ihn ist es sowieso keine Reise ins Ungewisse. Kehrberg kennt die VSF als Konkurrenten, er hat mit Viersen oft auch außerhalb der Meisterschaft gegen die Amerner gespielt, auch früher schon mit der A-Jugend der Viersener. Damals trainierte er unter anderem Michel Busen, Dominik Kleinen und Tobias Bruse, die nun wieder seine Schützlinge werden.

"Ich habe mir das alles gut überlegt, denn wenn ich das mache, will ich auch etwas erreichen. Amern hat eine Attraktivität mit der neuen Anlage und einer Mannschaft, die sich in der Landesliga etabliert hat", sagt Kehrberg. Konkrete Ziele will er mit den Beteiligten in Kürze erörtern. Am Samstag werden sich zunächst die Verantwortlichen zusammensetzen. "Ich muss mir ein Bild von dem machen, was geregelt ist", erklärt Kehrberg.

 
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