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Dienstag 10.10.17 15:40 Uhr|Autor: Dirk Meier 1.768
Einer der besten Kicker der Bayernliga Nord: Björn Schnitzer weckt Begehrlichkeiten, auch aus dem Profibereich. F: Meier

Top-Scorer Schnitzer dribbelt sich in die Lilien-Notizblöcke

Aschaffenburgs 25-jähriger Regisseur hat das Interesse von Zweitligist Darmstadt 98 geweckt
Wer Woche für Woche durch gute Leistungen besticht, der rückt natürlich in den Fokus höherklassiger Vereine. So geht es im Moment Björn Schnitzer, dem torgefährlichen offensiven Mittelfeldspieler bei der SV Viktoria Aschaffenburg. Bei einem Testspiel Anfang September ist der Zweitligist SV Darmstadt 98 auf den Linksfuß aufmerksam geworden. Ein Wechsel der 25-Jährigen in den Profibereich steht zwar nicht konkret zur Debatte, aber der Techniker steht wohl auf dem Zettel der Lilien. Kein Wunder, wohnt Schnitzer doch in unmittelbarer Nachbarschaft in Dieburg, der allerdings bei der Viktoria noch einen Vertrag bis Sommer 2019 zu erfüllen hat.

Björn Schnitzer ist in Dieburg, nur zehn Kilometer von Darmstadt entfernt, geboren worden und wohnt auch dort. Zudem gibt es weitere Verbindungen zu den Lilien. Denn bei der Viktoria spielt mit Jonas Fritsch (24) der Sohn von Darmstadts Präsident Rüdiger Fritsch und Schnitzer arbeitet im Autohaus Brass, dass bei beiden Vereinen als Sponsor auftritt. Am 2. September gab es nun ein Testspiel am Aschaffenburger Schönbusch zwischen der Viktoria und den Lilien, das mit 7:4 an den Bundesliga-Absteiger ging. Björn Schnitzer gab dabei eine Kostprobe seines Könnens ab und ist damit in den Fokus von Darmstadts Coach Torsten Frings gerückt ist. "Es gab zwar bisher keinen persönlichen Kontakt", sagt Schnitzer, der aber im Winter von den Lilien genauer unter die Lupe genommen werden soll.

Schnitzer: »Ein Thema ist das für mich auf jeden Fall, zumal Darmstadt für mich um die Ecke liegt.«

Interesse hätte auch Björn Schnitzer, es im Profibereich zu versuchen: "Ein Thema ist das für mich auf jeden Fall, zumal Darmstadt für mich um die Ecke liegt." Schnitzer hat im Nachwuchs bei Eintracht Frankfurt gespielt und es dort in der U23 auf 19 Einsätze in der Regionalliga Süd gebracht. Die nächste Station des Dieburgers war die TGS Jügesheim in der Hessenliga. Seit dem 1. Juli 2014 spielt Schnitzer für die Viktoria in Aschaffenburg und hat es in der vergangenen Spielzeit auf starke 24 Treffer und 15 Vorlagen gebracht. Auch in der laufenden Saison hat der Edeltechniker schon wieder 15 Mal eingenetzt: "Ich fühle ich mich in Aschaffenburg sehr wohl, es passt alles." Dass nun scheinbar Interesse von einem Profiklub vorliegt, nimmt Schnitzer relativ gelassen: "In erster Linie ist es wichtig, dass ich weiterhin meine Leistung bei der Viktoria bringe. Im Moment liegen wir als Dritter ja auch aussichtsreich im Rennen, spielen um den Aufstieg in die Regionalliga mit." Alles andere will der Hesse auf sich zukommen lassen. Immerhin ist seine Vita in Aschaffenburg außergewöhnlich. In bislang 73 Spielen in der Bayernliga Nord hat es der Linksfuß, der auf den Außenbahnen aber auch zentral im Mittelfeld auf der Zehnerposition spielen kann, auf 61 Tore und 38 Vorlagen gebracht, ein Spitzenwert.

Lokruf eines Profiklubs? »Dann würden wir Björn sicher keine Steine in den Weg legen.«

Sein Trainer Jochen Seitz, der ja selbst Profi war, weiß natürlich um die Bedeutung von Björn Schnitzer für sein Team: "Björn hat für uns außergewöhnliche Fähigkeiten, ist ein wichtiger Spieler für uns. Auch, weil er sich in den Eins-gegen-Eins-Situationen sehr gut durchsetzen kann." Allerdings bestätigt Seitz: "Uns liegt bezüglich einem Wechsel keine Anfrage eines anderen Vereins vor." Sollte sich jedoch ein Profiklub melden: "Dann würden wir Björn sicher keine Steine in den Weg legen, denn eine Chance in den Profibereich zu wechseln bekommt man nicht alle Tage." Doch jetzt heißt es erst einmal alle Kräfte für die Viktoria aus Aschaffenburg zu bündeln, um die dritte Position zu untermauern. Die Viktoria hat Ende Oktober noch das Nachholspiel bei der SpVgg Jahn Forchheim zu absolvieren und würde bei Sieg  bis auf einen Punkt an das Spitzenduo Würzburger FV und SC Eltersdorf heranrücken.


 
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