Ampelkarte als Knackpunkt
Sonntag 08.03.20 18:06 Uhr|Autor: Christian Schreider553
Mehrfach im Mittelpunkt: Sandro Loechelt, hier im Duell mit den Elversbergern Marvin Wollbold (links) und Johannes Marchetti, bereitet erst die 2:1-Führung der Wormaten vor und fliegt dann vom Platz. Foto: BK/Dirigo

Ampelkarte als Knackpunkt

SPIELBERICHT OBERLIGA RHEINLAND-PFALZ/SAAR +++ In Unterzahl gibt Wormatia das Heimspiel gegen Elversberg II aus der Hand

Worms. Enttäuschender Jahresauftakt für Wormatia Worms: In der Fußball-Oberliga schien der VfR gegen SV Elversberg II nach mauer erster Hälfte in der zweiten auf dem richtigen Weg. Eine Ampelkarte gegen Sandro Loechelt aber ebnete den Gästen letztlich den 3:2 (1:1)-Auswärtssieg.




Die Szene in der 55. Minute, in der sich Loechelt – durchaus mit Ansage nach diversen Verbalscharmützeln mit dem Schiedsrichter den Ampel-Karton ermeckerte, stand nachher natürlich im Mittelpunkt. „Sehr unglücklich. Eigentlich lief ja alles nach Plan: Wir haben Elversberg zweimal überfallen“, analysierte der vorzeitig in die Kabine geschickte Wormate später. Die frühe Wormatia-Führung durch Lennart Grimmer, der sich in den Strafraum dribbelte und versenkte (4.), hatte Maurice Baier mit platziertem Schuss von der Strafraumkante aus noch egalisiert (19.). Gleich nach der Pause hatte Jan Dahlke nach schönem Chip-Ball von Loechelt die Gastgeber aber wieder nach vorne gebracht (48.).

„Wenn es bei elf gegen elf bleibt, bringen wir das Ding auch über die Zeit. Das darf mir nicht passieren“, war sich Loechelt seiner Schuld bewusst – kritisierte aber auch den Referee, von dem er sich geradezu angeschrien fühlte. „Quatsch“, sagte dazu besagter Sportkamerad Mario Schmidt aus Daun, der als Grund für die Ampelkarte „Reklamieren“ nannte: „Eine Beleidigung war es nicht, sonst hätte es glatt Rot gegeben.“

Wormatia-Coach Kristjan Glibo nahm nachher beide Beteiligte ins Visier: „Das hat das Spiel entschieden, da muss er einfach wegbleiben“, gab’s eine klare Ansage an die Adresse von Sandro Loechelt. Bei Schmidt verwies er verärgert auf einen in seinen Augen vergleichbaren Fall in der Vorwoche. Im Top-Duell gegen Schott Mainz hatte der Schiedsrichter den Kapitän der FCK-U 21 schon in der 35. Minute wegen Reklamierens eines Handspiels per „Ampel“ vom Platz geschickt: „Auch da entscheidet er wegen eines Disputs ein Spitzenspiel. Es geht hier nicht ums Ego. Ich wünsche mir einfach in solchen Situationen ein Zeichen – dann nehmen wir den Spieler ja auch mal runter.“

Seine Mannschaft kassierte in Unterzahl schnell den Ausgleich: Perric Afari, der (zu) wenig Dynamik zu entfalten vermochte, kam im Rückraum seinem Gegenspieler nicht schnell genug hinterher, am rechten Strafraumeck stand Marvin Wollbold mal wieder frei – und schoss rechts oben zum 2:2 ein (63.). Der Gast schraubte nun am Sieg. Eine Viertelstunde vor Schluss war SVE-Joker Gibriel Darkaoui durch, Wormatia-Keeper Kevin Urban bereits geschlagen, doch Kazuki Kamikawa kratzte das Leder von der Linie (75.). Es war die mit Abstand beste Tat des ansonsten unauffälligen Winterzugangs des VfR. Die gleiche Bewertung gilt indes in der Offensive für den regionalligaerfahrenen Luca Graciotti, der nach längerer Vorrunden-Verletzung wieder in der Startelf stand. So blieb vorne Jan Dahlke zu sehr auf sich allein gestellt.

„Wir wären mit einem Punkt zufrieden gewesen, wir brauchen sie ja auch nicht so dringend“, stellte Gästecoach Mario Emich die „Riesenerfahrung vor so vielen Zuschauern“ in den Vordergrund: „Trotzdem haben wir weiter nach vorne agiert.“ Oft retteten die Wormaten noch auf Kosten einer Ecke. Eine davon führte aber zum späten Knock-out: Zunächst abgewehrt, köpfte Jonas Holzweissig den zweiten Ball ins Netz (87.). Wormatia warf noch alles rein – vergebens.

Wormatia: Urban – Macorig, Lickert, Tzimanis – Grimmer, Afari (73. Matsumoto), Kamikawa – Joachims (83. Ogorodnik), Loechelt, Graciotti (88. Gerezgiher) – Dahlke.



FOTOS VfR Wormatia Worms - SV Elversberg II

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Tabelle
1. Schott Mainz 2129 42
2. FC KÂŽlautern II 2122 40
3. Elversberg II (Auf) 2118 40
4. TuS Koblenz 2110 39
5. Eintr. Trier 2013 37
6. FV Dudenhof. (Auf) 2112 35
7. Worma. Worms (Ab) 209 33
8. Gonsenheim (Auf) 218 31
9. Diefflen 215 29
10. Pfeddersheim 21-1 28
11. FV Engers 21-1 28
12. Völklingen 21-7 26
13. Wiesbach 21-12 25
14. Ludwigshafen 21-15 24
15. FC Karbach 21-18 21
16. Mechtersheim 21-14 19
17. Bingen 21-24 19
18. Eisbachtal (Auf) 21-34 14
Wertung gemĂ€ĂŸ Quotientenregel: Erreichte Punkte dividiert durch absolvierte Spiele
Die Runde wurde wegen der Pandemie abgebrochen. Schott Mainz steigt in die Regionalliga auf und es gibt keine Absteiger.
ausfĂŒhrliche Tabelle anzeigen

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