Spielabbruch nach Kopfstoß
Sonntag 23.11.14 10:32 Uhr|Autor: Thomas Rinke 3.506
Motor Halle - hier ein Archivbild mit einem unbeteiligten Spieler - drohen jetzt Konsequenzen. Archiv: Rinke

Spielabbruch nach Kopfstoß

In der Stadtklasse Halle kommt es zum Eklat +++ Für Tino B. drohen jetzt ernsthafte Konsequenzen
Schwere Anschuldigungen seitens des VfL Halle 96 III nach dem abgebrochenen Spiel gegen Motor II. Die Partie der 1. Stadtklasse Halle musste von Schiedsrichter Christopher Nayyal in der 80. Minute abgebrochen, nachdem ein Motor-Spieler den 96er Holger Steller per Kopfstoß angriff und ihn dabei im Gesicht verletzte. Jetzt prüft der VfL sogar strafrechtliche Schritte. "Das geht in Richtung Körperverletzung, was da passiert ist", sagte Trainer Ronald Schulz, "so etwas habe ich in meinen 40 Jahren im Fußball noch nicht erlebt."


Der Angreifer, Tino B., soll von seinem Gegner vor der Attacke verbal provoziert worden sein und habe sich dadurch zu diesem Aussetzer hinreißen lassen. "Ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen bei meinem Spieler, das ist ein ganz ruhiger", meint Schulz. Sollte es dennoch zu einem Wortgefecht gekommen sein, "hätte der erfahrene Gegner mit seinen 34 Jahren doch souveräner damit umgehen müssen."

Insgesamt war es vor dieser Tätlichkeit ein ruppiges Spiel, bei dem Motor II in der 40. Minute bereits einen Spieler nach einer Tätlichkeit verlor und in der 73. Minute noch einer mit Gelb-Rot folgte. Dennoch führten die Gäste mit 2:0 und standen kurz vor dem Auswärtssieg. Umso unverständlicher, dass Tino B. seine Mannschaft damit aller Voraussicht nach auch um die Punkte gebracht haben wird. 

Holger Steller musste nach dem Spiel im Krankenhaus mit einer tief aufgeplatzten Lippe behandelt werden. Neben den Konsequenzen vor dem Sportgericht des SFV Halle erwägen Spieler und Verein auch strafrechtliche Folgen.



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