Hans-Georg Oltmanns (69): Na ja, eigentlich bin ich ja ein Spät-VfBer. Während viele „Blau-Weiße“ bereits in jungen Jahren ihr Herz für diesen Verein entdeckt haben, bin ich damals durch Geschäftsfreunde an den Verein geraten. Nachdem ich jetzt in meiner Firma die Nachfolgeregelung sichergestellt habe, bin ich – zeitlich gesehen – freier geworden. Zudem hat dieser Aufsichtsrat eine gute Zusammensetzung. Ich denke, wir können gemeinsam den VfB Oldenburg wieder in ruhige und hoffentlich auch in erfolgreichere Zeiten führen.
Frage: Wo sehen Sie die Aufgaben des Gremiums?
Oltmanns: Da muss ich einen Schritt in die Vergangenheit tun. Früher war es so, dass einmal im Jahr eine Mitgliederversammlung einen Rechenschaftsbericht vom Vorstand erhielt und bestimmte Dinge absegnete. Das ist heute in einem Verein der Größenordnung eines VfB nicht denkbar.
Frage: Was heißt das?
Oltmanns: Der Aufsichtsrat lässt sich quartalsweise Zahlen vorlegen, um zum Beispiel den finanziellen Überblick zu behalten. Zudem muss der ständige Kontakt zum Vorstand bestehen. Um es in kurzen Worten zu sagen: Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe eines Kontrollinstruments bis zum Begleiten des Vorstands. Allerdings greifen wir nicht in das Tagesgeschäft ein. Aber wir sind im Bedarfsfall der Ansprechpartner des Vorstands.
Frage: Was wird sich gegenüber der Vergangenheit ändern?
Oltmanns: Sehr wichtig ist die bessere Transparenz nach außen, so dass zum Beispiel Gerüchte um die mögliche Neubesetzung des Postens des Vorstandsvorsitzenden gar keine Chance mehr haben. Wir werden Abläufe zeitlich umstrukturieren und werden sicher dichter am Vorstand dran sein. Aber: Wir werden den Vorstand natürlich nicht reglementieren. Es werden Ansprechpartner vorhanden sein.
