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Sonntag 04.09.16 17:25 Uhr|Autor: Aike Fokkena
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Union übernimmt die Vormachtstellung in Berlin!

Im Berliner Derby der zweiten Bundesliga setzte sich Union verdient mit 1-0 (0-0) gegen Blau-Weiß Hohen Neuendorf durch.
In einem zähen Spiel machte Lisa Heiseler mit ihrem Treffer nach 77 Minuten den Unterschied.

Im ersten Spiel zwischen den beiden Mannschaften seit 2012 ging es nach dem Rückzug des 1. FC Lübars um die Vormachtstellung im Berliner Frauenfußball. 

Hohen Neuendorf stand zudem nach der deutlichen Auftaktniederlage schon unter Druck, Union konnte befreit aufspielen, hatte man doch am ersten Spieltag schon die ersten drei Punkte einsammeln können.

Die erste Chance hatten zwar die Gäste durch Evelyn Nicinski, aber ihr Schuss ging aus aussichtsreicher Position deutlich über das Tor (3.). Im Anschluss übernahm Union die Kontrolle, ließ HND bis zur Pause nicht mehr zur Entfaltung kommen, erzielte bloß die Führung nicht. Dina Orschmann (10.,20.), Hülya Kaya (16.,35.), Elisa Emini (31.) und Marie Weidt (33.) vergaben ihre Chancen. Dadurch ging es torlos in die Kabinen.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs sah man vorerst das gleiche Bild, Union versuchte nach vorne zu spielen. Emini (46.) scheiterte an Jankowska, ehe Heiseler die bisher größte Chance auf das 1-0 hatte. Celine Dey vertändelte den Ball an der eigenen Torauslinie an Kaya, den zurückgelegten Ball verzog Heiseler aber aus 9 Metern (57.). Danach konnte sich HND etwas entfalten, Pantelmann mit einem Fernschuss (61.) und Szuh mit einem Heber (67.) kamen dem Tor am nächsten.

Langsam stellten sich die Zuschauer auf ein torloses Remis ein, das Tempo ließ immer mehr nach. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld kam dann Heiseler aus 22 Metern frei zum Schuss und nagelte den Ball zur Führung unter die Latte (77.). HND versuchte danach, nochmal Druck aufzubauen, bis auf einige ungefährliche Standards kam aber kein Ball mehr Richtung Tor von Hornschuh.



Union startet damit mit zwei Siegen perfekt in die Saison, in Hohen Neuendorf muss man sich schon wieder zu Beginn der Saison mit dem Abstiegskampf beschäftigen. 



Misiura bleibt nicht frei von Kritik


Nach der Übernahme von 8 Leistungsträger von Lübars, die in der letzten Saison eine gute Rolle in der zweiten Liga spielen konnten, wurde als Saisonziel eigentlich ein Mittelfeldplatz angepeilt. Als Kritik muss sich Trainer Misiura gefallen lassen, warum er nicht in den letzten Minuten des Spiels die Taktik umgestellt und offensives Personal ins Spiel gebracht hat. Im gesamten Spiel wechselte er nur einmal verletzungsbedingt, ein neuer Impuls hätte die Offensivbemühungen um den Ausgleich nochmal bestärken können. 

 
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