Fellbach-Nachlese: Die Heimat der Argentinier beim VfB
Donnerstag 02.11.17 16:45 Uhr|Autor: Fellbacher Zeitung / Eva Herschmann, Thomas R1.344
Nicolas Sessa schaut beim VfB Stuttgart II womöglich in eine ungewisse Zukunft, will sich aber auf die Saison konzentrieren Foto: Maximilian Hamm

Fellbach-Nachlese: Die Heimat der Argentinier beim VfB

+++ Zwei VfB-Profis haben in Fellbach ein bisschen Heimat gefunden +++ Christian Buck ist wieder im Training +++ In Oeffingen nervt das Gedränge in den Umkleideräumen +++
Warum Emiliano Insua und Santiago Ascacibar gern im Hause Sessa vorbeischauen. Beim SV Fellbach ist Christian Buck nach langer Auszeit wieder im Training. In Oeffingen nervt das Gedränge in den Umkleideräumen.


Noch ist nicht klar, wo das hinführen wird. Aber Christian Buck kann seit Kurzem wieder am Training des Fußball-Landesligisten SV Fellbach teilnehmen. Der 27-Jährige absolviert einen Teil davon. „Er tastet sich heran“, sagt der Trainer Marco Fischer. Es ist nach langer Auszeit so etwas wie eine Versuchsreihe für den Angreifer. Ungewiss, was sich daraus entwickeln wird: Vielleicht kann der Familienvater nach der Winterpause Anfang März tatsächlich wieder im Ligageschehen mitmischen, vielleicht wartet er besser noch etwas länger – und vielleicht wird er wochenends auch gar nicht mehr aufs Spielfeld zurückkehren. Christian Buck hatte sich im ersten Spiel der vergangenen Landesliga-Runde bei der SpVgg Gröningen-Satteldorf eine schwere Knieverletzung samt Knorpelschaden zugezogen. Das ist jetzt mehr als 14 Monate her; seither kann der Erfahrene, der 2015 vom TSV Münchingen zum SV Fellbach gewechselt war, bestenfalls zuschauen. Am vergangenen Samstag, beim 3:1-Erfolg in Leingarten, war Christian Buck nicht dabei. Aber er wird mit Freude davon erfahren haben, wie sich seine Teamgefährten samt den gesunden Offensivkräften des SV Fellbach in der zweiten Spielhälfte steigerten. Oguz Dogan erzielte nach seiner Einwechslung zwei Treffer und war ebenso an allen drei Toren beteiligt wie Giuseppe Catizone, der selbst einmal mit feinem Kunststoß erfolgreich war. Der 40-jährige Ex-Profi ist zurück in seinem Heimatverein und dort immens wertvoll, in Leingarten: unser Spieler des Tages .

Baustelle am Oeffinger Sportplatz

Die Landesliga-Fußballer des TV Oeffingen mussten am vergangenen Sonntag mit dem 0:2 gegen den TSV Pfedelbach ihre zweite Heimniederlage in Folge hinnehmen. Der Kapitän Manuel Lösch war dennoch ein Aktivposten und der Antreiber im Team der Platzherren, womit er sich das Prädikat Spieler des Tages verdient hat. Trotz der Zeitumstellung wurde die Partie auf dem Kunstrasen erst um 16 Uhr angepfiffen, weil zuvor um 12.45 Uhr der zweite Verbund in der Kreisliga B daheim gegen die SG Weinstadt II (3:1) gespielt hatte – und die Akteure danach ihre Zeit brauchten, um die Umkleideräume auf dem Tennwengert frei zu machen. Schon mehr als ein Jahr lang herrscht Gedränge in den Kabinen; davon betroffen sind neben den Fußballern auch die Tennisspieler des Vereins. An sich sollte der neue Trakt beim Sami-Khedira-Stadion ja längst fertig sein, doch Baupannen – wie abfallende Fliesen – und Organisationsprobleme führten zu gewaltigen Verzögerungen. Mittlerweile schreiten die Arbeiten voran. „In Absprache mit dem Verein soll das Gebäude ab der Kalenderwoche 46 genutzt werden“, so lautet die Auskunft aus dem Fellbacher Rathaus. Das bedeutet, dass zum nächsten Heimspieltag am Sonntag, 12. November, die Spieler auch noch nicht die neuen Räume beziehen können, und sich die Fußballer des TVOe II beim Duschen sputen müssen. Sie spielen um 12.15 Uhr gegen den TSV Leutenbach, Anpfiff für die Partie der Landesliga-Mannschaft gegen den TSV Crailsheim soll um 14.30 Uhr sein. Immerhin, noch teurer wird das Ganze wohl nicht: Obwohl sich die Fertigstellung um mehr als ein halbes Jahr verzögert hat, bleiben laut Stadt die Kosten im geschätzten Rahmen von 1,35 Millionen Euro.

Ein bisschen argentinische Heimat in Fellbach

Die Heimat ist weit entfernt, ein kurzer Besuch bei mehr als 10 000 Kilometern Distanz eher schwierig. Und dennoch müssen die Argentinier Emiliano Insua und Santiago Ascacibar nicht gänzlich auf vertraute Gewohnheiten verzichten. Ein bisschen Heimat gibt es für die beiden Bundesliga-Profis des VfB Stuttgart auch in Deutschland regelmäßig – bei der Familie Sessa in Fellbach. „Wir treffen uns häufig, dann gibt es immer viel Fleisch, entweder vom Grill oder aus dem Ofen“, sagt Marcelo Sessa, dessen mittlerer Sohn Nicolas Sessa ebenfalls das Trikot mit dem roten Brustring trägt. Kein Gesprächsthema ist dabei bislang ein Aspekt, der zuletzt reichlich Aufregung hervorgerufen hat. Schließlich läuft Nicolas Sessa nach seinem Wechsel von der TSG Hoffenheim seit Anfang dieses Jahres im zweiten VfB-Team in der Regionalliga auf. In jener Mannschaft also, die der Verein zur kommenden Saison hin womöglich vom Spielbetrieb zurückziehen möchte. Eine Entscheidung darüber soll im Januar fallen. Bis dahin will sich der 21-Jährige, dessen Vertrag bis Juni 2019 läuft, auf die anstehenden Herausforderungen auf dem Spielfeld fokussieren. So wie am Dienstag, als er mit seinen Teamgefährten im Heimspiel dem Tabellenzweiten Kickers Offenbach nur ein 2:2-Unentschieden gewährte.

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