
SV Straelen - TV Herkenrath 0:3 (0:0). „Sie kamen bei jedem Treffer zu mir gerannt, um diesen mit mir zu feiern”, freut sich TVH-Trainer Chris Burhenne. Aufmunterung brauchte der Niederländer dringend. Am Freitag ist seine Mutter verstorben. Am Freitag Abend stand er in Herkenrath auf dem Platz und leitete das Training: „Das ist selbstverständlich. Ich bin Profi. Und auch meine Mutter hätte das gewollt. Den Jungs habe ich erst in der Halbzeit des Spiels in Straelen vom Trauerfall berichtet.”
Nach fünf Heimspielen unterlag der Mitaufsteiger aus Straelen erstmals. Die Gastgeber hatten vor der Pause drei Chancen, die der starke Andi Kath, der erstmals in der Regionalliga zwischen den Pfosten stand, allesamt zunichte machte „Er war ein großer Rückhalt”, bescheinigt sein Coach dem Stammkeeper eine starke Leistung
Mit dem nach einer Gelb-Roten Karte für ein Spiel gesperrten Linksverteidiger Dündar, den angeschlagenen Spielern Retterath und Steiger musste Burhenne gleich drei Defensivspezialisten ersetzen. So kam Neuzugang Son zu seinem Debüt rechts in der Viererkette, Mbyiavanga verteidigte links, in der Innenverteidigung Flender und Germerodt. Auf der Doppel-Sechs spielte Hasemann mit Tchakoumie Essengue, auf der Position zehn Salman und im Angriff Lokotsch. Die Elf komplettierte die überragende Flügelzange Geimer und Najar.
„Wir haben gekämpft wie die Löwen” berichtet Burhenne und ist „sehr stolz über den Sieg gegen einen sehr starken SV Straelen.” In der 57. Minute wurde Salmans Schuss nach Geimers Flanke zunächst abgewehrt. Doch Hasemann setzte nach, erzielte sein zweites Tor in seinem zweiten Spiel. In der 68. Minute war es erneut Geimer, der einen Treffer vorbereitete. Seine Flanke verwertete Sturmführer Lokotsch am zweiten Pfosten. Nach einem mustergültigen Konter setzte Su Najar in der 91. Minute den Schlusspunkt.
Vor dem Heimspiel am Freitag Abend gegen die Amateure von Borussia Mönchengladbach hat der TVH die Abstiegsränge wieder verlassen.
TV Herkenrath: Kath, Son, Flender, Germerodt, Mbyiavanga, Hasemann, Tchakoumi Essengue, Najar, Lokotsch (81. Schauer), Salman (90. Antoski), Geimer (84. Simon).