
TV Herkenrath — Wuppertaler SV 0:3 (0:2). Die Anfangsphase ließ die TVH-Anhänger zunächst auf Positives hoffen. Nach 13 Sekunden gab Philipp Simon bereits den ersten Torschuss auf das Gehäuse des WSV ab, Keeper Mroß hatte damit jedoch keine Probleme. Nur drei Minuten später sorgte Vincent Geimer für die erste Ecke der Gastgeber und es wurde prompt gefährlich. Nach der Hereingabe von Simon kam Lars Lokotsch zentral vor dem Gästetor zum Abschluss, konnte den Ball im Fallen jedoch nur über den Querbalken setzen (5.). Dies sollte es mit den Offensivaktionen des TVH zunächst gewesen sein. Auf der Gegenseite setzte Christopher Kramer seinen Kopfballversuch nach einer Flanke knapp rechts neben den Pfosten (8.) und das Zuspiel von Gaetano Manno auf Kramer, konnte Benjamin Germerodt im letzten Moment zur Ecke klären (19.). Nach dieser verteilte der TVH das erste Gastgeschenk.
Nach der Ecke von der rechten Seite war zunächst TVH-Keeper Andreas Kath zur Stelle und konnte die Hereingabe aus der Gefahrenzone klären. Die zweite Reihe der Gäste sicherte sich jedoch erneut den Ball und startete auf der linken Seite den nächsten Angriff.
Bei der flachen Hereingabe standen gleich vier Spieler des TVH am kurzen Pfosten, jedoch auf einem Quadratmeter zusammengepfercht, bekamen den Ball beim Klärungsversuch nicht unter Kontrolle und ließen ihn zentral vor das eigene Tor passieren. Freistehend vor Torhüter Kath bedankte sich Kamil Bednarski und traf zum 0:1 (20.).
Drei Minuten später hatten auch die TVH-Fans den Torjubel auf der Zunge, doch Geimers Freistoß strich denkbar knapp am rechten Pfosten vorbei. Die völlige Ernüchterung folgte nur sechs Minuten später mit dem zweiten Geschenk. Am Fünfmeterraum konnte ein WSV-Akteur das Spielgerät unbedrängt annehmen und quer vor den Kasten von Kath spielen, Christopher Kramer reagierte am schnellsten und hämmerte den Ball aus kurzer Distanz zum 0:2 unter die Latte (32.). Kurz vor dem Pausenpfiff wurde auch die Zdebel-Elf noch mal gefährlich. Nach einem weiteren Geimer-Freistoß konnte sich Gästekeeper Mroß jedoch gleich doppelt auszeichnen. Den Schuss von Geimer parierte er zunächst mittig vor sein Gehäuse, ehe er Dündars Direktabnahme über den Querbalken zur Ecke klären konnte (43.).
Trotz des Zwei-Tore-Rückstands herrschte zu Beginn der 2. Hälfte noch ein wenig Hoffnung auf der Tribüne, schließlich hatte der TVH bereits in der Hinrunde, beim 1. FC Köln II und gegen den Bonner SC, aus einem 1:3 noch ein 3:3 gemacht. Schon mehrfach konnte der TVH nach dem Seitenwechsel mit seiner starken Offensive die Gegner unter Druck setzen und für Tore sorgen, doch davon war, wie bereits eine Woche zuvor gegen den SV Rödinghausen, nichts zu sehen. Die Gäste schalteten mit der Führung im Rücken einen Gang runter und der TVH tat es ihnen gleich. Zwar waren Najar (55.), Germerodt (58.), Geimer (63.) und Simon (70.) bemüht, doch zugleich auch viel zu harmlos.
Den endgültigen Schlusspunkt setzte es in der 79. Minute. Philipp Simon verliert im Mittelfeld unnötig den Ball, der WSV kombiniert sich mit zwei Kurzpässen in den Strafraum und kommt zum Abschluss den Kath parieren kann, ehe Germerodt den Ball an der Hand hat und der Referee auf Strafstoß entscheidet. Bereits der Fünfte im 10. Heimspiel gegen den TVH. Gaetano Manno nahm die Einladung an und machte den Deckel auf die 13. Saisonniederlage des TVH in der Regionalliga West.