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Donnerstag 07.09.17 21:01 Uhr|Autor: FuPa Lüneburg / Dennis Paasch986

Kreisligist legt sich mit der AFD an

Fußballverein aus dem Bezirk Lüneburg sorgt mit Anti-AFD-Aktion im Netz für Aufsehen - Statement für Vielfalt und Gleichberechtigung
Ebstorf ist ein beschauliches Dorf im Landkreis Uelzen, ein netter Ortskern, ein Kneipp-Pfad, ein Schwimmbad und ein ruhiger, herzlich geführter Campingplatz zieren die Ortschaft. Es passiert selten, dass es Ebstorf in die Schlagzeilen schaft. Heiko Senking hat es nun geschafft, dass Ebstorf und der dort ansässige Kreisligist TuS Ebstorf im Netz riesengroße Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben - indem sich der Vereinsvorsitzende mit der AFD angelegt hat.

Senking war sauer, richtig sauer. Der Grund für seine Wut hing vor dem Vereinsheim des TuS Ebstorf. Ein Wahlplakat der AfD mit einem eindeutigen, für die populistische Partei so typischen Statement, hintergründig gegen Migration und die deutsche Flüchtlingspolitik gerichtet. Für Heiko Senking war das zu viel. Er handelte, nahm das Schild ab und teilte der AFD auch bei Facebook mit, warum so ein Schild vor dem Vereinsheim des TuS Ebstorf nichts zu suchen habe:
"Der TuS Ebstorf besteht wie alle Sportvereine Deutschlands zu einem großen Teil aus Menschen mit Migrationshintergrund, verschiedener Religionen, sind schwul oder lesbisch und was auch sonst immer. Das gemeinsame Ziel aller ist der gemeinsame Sport, der Spaß (...). Wenn die Sportlerinnen und Sportler für etwas kämpfen, siegen oder auch verlieren, ist es maximal der Verein oder der Ort, egal ob für Deutschland, für Hamburg oder Ebstorf. In den Mannschaften und Abteilungen sind die von ihnen genannten politischen Themen hinsichtlich Migration pp. nie ein Thema, da alle aufeinander angewiesen sind. Ich hoffe sehr, dass alle Sportlerinnen und Sportler sowie ihre Angehörigen, Fans und anderes zur Wahl gehen und die entsprechenden Konsequenzen ziehen", so Senking in seinem Statement. Und weiter: "Es war für mich als erster Vorsitzender des TuS Ebstorf unerträglich, dass meine Mitglieder (...) an diesem Schild vorbei in die Geschäftsstelle gehen mussten. Meiner Meinung ist das eine gezielte Provokation, die ich nun abgestellt habe."


Senkings Aktion ruft bei Facebook ein riesengroßes, überwiegend positives Echo hervor. Binnen fünf Stunden wurde sein Post über 6.000 Mal geteilt und 4.400-fach kommentiert. Offensichtlich teilen viele Sportler die Einstellung des Vorsitzenden des TuS Ebstorf. Insbesondere mit seinem Statement für Vielfalt und Gleichberechtigung hat Senking verdeutlicht, was auch der DFB von seinen Mitgliedsvereinen fordert: "Zeig Rassismus die rote Karte."

Der komplette Post von Heiko Senking im Wortlaut:

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