2026-06-09T05:59:15.975Z

Ligabericht

42 Sekunden entscheiden Gipfeltreffen

Ottfingen schlägt Drolshagen - Niederschelden überrascht Salchendorf - Setzen gibt Spiel aus der Hand

von Stefan Stark · 17.03.2019, 22:04 Uhr · 0 Leser
Der SV Ottfingen setzte sich gegen den SC Drolshagen durch.   Fotos: Stefan Stark
Der SV Ottfingen setzte sich gegen den SC Drolshagen durch. Fotos: Stefan Stark

Verlinkte Inhalte

FC Altenhof - FC Eiserfeld 1:3
Der FC Altenhof unterlag dem FC Eiserfeld am heimischen „Winterhagen“ mit 1:3, musste die fünfte Niederlage in Folge quittieren und befindet sich im freien Fall in Richtung Abstiegsplätze, während der FC Eiserfeld seine kleine Negativserie beenden und sich wieder auf Rang 4 vorschieben konnte. „Fußballerisch war das ein ganz schlechtes Spiel. Aber in Sachen Laufbereitschaft und Kampf war es gut und genau das habe ich heute auch von meinem Team erwartet“, berichtete FCE-Trainer Andreas Maier, dessen Mannschaft eine Stunde lang in Überzahl agierte (Florent Ahmeti sah früh die Ampelkarte).

Fabian Heupel (32.), Daniel Strobel (46./Maier: „Das war sein erstes Bezirksligator. Nach 200 Meter Jubeln hatten wir ihn eingefangen, er hat es sich aber auch verdient, weil er immer eine Top-Einstellung an den Tag legt“) und Fabian Külgen (95.) trafen für die Siegerländer, die in der Schlussphase noch einige Kontergelegenheiten liegen ließen. Jan-Peter Stein brachte Altenhof nach 55 Minuten heran, die Heimelf spielte sich aber über die gesamte Spielzeit hinweg zu wenig Zwingendes heraus.

Schiedsrichter: Shahin Araghi (RSV Alten.) - Zuschauer: 110
Tore: 0:1 Fabian Heupel (32.), 0:2 Daniel Strobel (46.), 1:2 Jan-Peter Stein (55.), 1:3 Fabian Külgen (90.+5)


VfR Rüblinghausen - SV Setzen 5:3
Ein ziemlich verrücktes Spiel sahen die knapp 200 Fans am „Birkendrust“, wo der heimische VfR Rüblinghausen trotz eines 1:3-Rückstandes noch alle drei Punkte zuhause behielt und zwischen sich und die drei Abstiegsplätze vier Zähler schob, während die Gäste aus dem Siegerland den möglichen Befreiungsschlag verpassten. Möglich deshalb, weil sich Setzen eine Stunde lang richtig gut präsentierte (Coach Jan Fünfsinn: „Die Jungs haben es richtig gut gemacht. Leider haben wir das 4:1 nicht gemacht, als Louis Weber fünf Meter vor dem Tor frei zum Kopfball kam“), defensiv gut stand, zielstrebig nach vorne spielte und durch den Dreierpack von Bayram Basyigit (1./20., Foulelfmeter/50.) auch richtigerweise auf der Siegerstraße wandelte.

Lukas Bindeck (18.) hatte für Rüblinghausen zwar ausgeglichen, doch so richtig auf Touren kam die Heimelf erst mit dem 2:3-Anschluss von Daniel Häusler. „Uns hat vorher die Aggressivität, aber auch die Balance zwischen der Spielgestaltung und und einer guten Abwehrarbeit gefehlt. Wir waren tonangebend, hatten aber etliche Ballverluste“, analysierte VfR-Linienchef Avdi Qaka, der auf Dreierkette umstellte und dessen Truppe zum Ende hin einen immensen Druck aufbaute. Das wurde belohnt, denn Jonas Quast (79.), Ufuk Seyhan (86.) und Maik Arens (90.) drehten das Aufsteiger-Duell komplett. „Wir wollten am Ende den Sieg, Setzen das Unentschieden. Das hat man gemerkt und wir haben mit langen Bällen und mit Rückenwind das Spiel noch gebogen“, jubelierte Qaka.

Schiedsrichter: Ali Akgül - Zuschauer: 200
Tore: 0:1 Bayram Basyigit (1.), 1:1 Lukas Bindek (18.), 1:2 Bayram Basyigit (20. Foulelfmeter), 1:3 Bayram Basyigit (50.), 2:3 Daniel Häusler (65.), 3:3 Jonas Quast (79.), 4:3 Ufuk Seyhan (86.), 5:3 Maik Arens (90.)


TuS Deuz - Kiersper SC 0:3
„Kierspe war nicht schlecht, aber auch nicht gut. Für uns hat es gereicht, denn wir haben eine katastrophale Leistung gezeigt. Diese Niederlage ist sehr ernüchternd“, kommentierte Rüdiger Honig, der Sportliche Leiter des TuS Deuz die 0:3-Niederlage vor 100 Zuschauern im Kellerduell gegen den Kiersper SC, der bereits letzte Woche drei Spieler reaktiviert hatte, gegen Plettenberg 6:0 gewann und nun auch die Irle Deuz-Arena stürmte.

Damiano Intravai (34.), einer der zurückgeholten, Andreas Kalman (71.) und Leo Becker (89.) netzten für den KSC ein, während die Deuzer nur selten Bezirksliga-Format erreichten: „Die ersten zehn Minuten waren noch gut, da hatten wir sechs Ecken in Folge und einen Pfostenkopfball von Dennis Neuser. Auch die Viertelstunde nach der Pause war ordentlich, da hatte Dennis abermals zwei Möglichkeiten. Der Rest war aber viel zu wenig“,ärgerte sich Honig. Somit verpasste der Neuling abermals den Sprung von den Abstiegsplätzen.

Schiedsrichter: Elias Jessen - Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Damiano Intravaia (34.), 0:2 Andreas Kalman (71.), 0:3 Leo Becker (89.)


TuS Plettenberg - SV Fortuna Freudenberg 1:3
Drei enorm wertvolle Punkte heimste Fortuna Freudenberg beim 3:1-Auswärtssieg beim TuS Plettenberg, der nun den ersten Abstiegsplatz belegt, allerdings sechs Zähler weniger auf der Habenseite hat als die „Flecker“. Dementsprechend zufrieden war auch Coach Dominic Solms, wenngleich seiner Truppe eine durchschnittliche Darbietung reichte: „Anfangs hat die Mannschaft die Vorgabe, den Gegner früh unter Druck zu setzen gut umgesetzt. Nach dem 1:2 hat man aber schon gemerkt, dass der Kopf angefangen hat zu rattern. Plettenberg fehlte zwar die Durchschlagskraft, aber sie haben sich schon bemüht. Wir hätten allerdings im zweiten Durchgang mehr Treffer erzielen müssen, das Chancenverhältnis war klar auf unserer Seite!“

Enes Cimen per Freistoß (9.) sowie Timo Molsberger (31. und 67.) erzielten die „Hütten“ für die Siegerländer, während Plettenbergs Topscorer Vincent Schlotmann (Solms: „Das ist ein richtig guter“) fünf Minuten vor der Pause zum 1:2 traf und sein Teamkollege Salih Öztürk (72.) Gelb-Rot sah und so alle Hoffnungen der Gastgeber zunichte machte, die nun ganz tief im Schlamassel stecken.

Schiedsrichter: Pascal Emrich (Halberbracht) - Zuschauer: 70
Tore: 0:1 Enes Cimen (9.), 0:2 Timo Molsberger (31.), 1:2 Vincent Schlotmann (40.), 1:3 Timo Molsberger (67.)


SV Germania Salchendorf - SuS Niederschelden-Gosenbach 0:3
Was für ein Überraschungscoup! Der SuS Niederschelden gewann bei Germania Salchendorf vor 150 Augenpaaren am „Wüstefeld“ mit 3:0, baute seinen Vorsprung auf die drei Klubs unter dem Strich auf sechs Punkte aus und fügte den Johannländern einen mächtigen Dämpfer im Titelrennen zu, die gegenüber Spitzenreiter Ottfingen nun einen Sieben-Zähler-Rückstand aufholen müssen.

„Wir haben über die gesamte Spielzeit kompakt gestanden und nach der Pause unsere Chancen genutzt. Da haben wir Salchendorf auch gut von unserem Gehäuse weg gehalten. Riesenkompliment an meine Mannschaft und ein großes Sonderlob geht an Tobias Dicke, der mit dem gehaltenen Elfmeter auf seine Leistung das i-Tüpfelchen gesetzt hat“, freute sich SuS-Trainer Andreas Wieczorek. Freilich war der gehaltene Strafstoß in der Nachspielzeit (Tim Schilk war angetreten) des Keepers gar nicht mehr spielentscheidend, denn die Gäste führten zu diesem Zeitpunkt durch die „Buden“ von Patrick Sonntag (66. und 74.) sowie Matthias Bachhofer (84.) schon mit 3:0.

„Wir hatten vor der Pause drei ganz große Möglichkeiten. Das Ding von Claudi pariert Dicke weltklasse, Völkel trifft die Latte und Rigau-Badenas verzieht knapp. Nach dem 0:1 hat Alex Völkel den Ausgleich auf dem Fuß, der Schelder Keeper war aber wieder da. Den macht er normalerweise blind“, stellte SVG-Coach Thomas Scherzer fest, der zudem resümierte: „Schelden hat es insgesamt gut verteidigt, das haben sie gut gemacht. Wir hatten sicherlich die besseren Möglichkeiten, aber haben fast nie, trotz mehr Spielanteilen, zu unserem Spiel gefunden. Der SuS war nach dem Wechsel aggressiver und auch effektiver. Daher ist der Sieg für unseren Gast zwar um zwei Treffer zu hoch ausgefallen, aber nicht unverdient.“

Schiedsrichter: Bernd Pöppel (TuS Dotzlar) - Zuschauer: 150
Tore: 0:1 Patrick Sonntag (66.), 0:2 Patrick Sonntag (74.), 0:3 Matthias Bachhofer (84.)
Besondere Vorkommnisse: Tim Schilk (SV Germania Salchendorf) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Tobias Dicke (90.)


SG Hickengrund - SV 04 Attendorn 1:2
„Es war ein enges Spiel. Und daher ist die Niederlage auch ernüchternd und frustrierend für uns“, sagte Hickengrunds Übungsleiter Yannic Brück nach dem 1:2 gegen den SV Attendorn. Denn während die Gäste damit auf Rang 2 kletterten und wieder mittendrin im Titelrennen sind, ist der Abstand der „Hicken“ zu Platz 13 auf sechs Punkte angewachsen.

„Unsere Situation ist alles andere als gut neun Spiele vor Ende. Aber ich sehe uns nicht so schlecht wie den Tabellenplatz und traue uns auch noch sehr viel zu“, blickte Brück trotz des nächsten Tiefschlags positiv in die Zukunft, wenngleich mit Salchendorf und Drolshagen nun zwei weitere Topteams warten, die allerdings auch Federn lassen mussten. „Das war sicherlich kein gutes Spiel. Kämpferisch war es in der zweiten Halbzeit von uns besser, am Ende haben wir etliche Konter liegen gelassen“, war Attendorns Trainer Bayram Celik auch nicht wirklich angetan von der Vorstellung des SVA und kam daher zu dem eindeutigen Fazit: „Mund abputzen und weiter machen.“

Wie ein Spitzenteam agierte Attendorn vor 215 Besuchern am „Hoorwasen“ nur in wenigen Sequenzen. Klar, dass der Landesliga-Absteiger lange Zeit mehr Spielanteile hatte, doch ein Feuerwerk an Chancen erspielten sich die Sauerländer nicht, für die Vedat Vural (11. und 55.) dann aber doch zweimal einmünzte. Für die „Hicken“ egalisierte Tobias Celmer nach genau einer halben Stunde vom Strafstoßpunkt aus (Marvin Engelbertz hatte Florian Freund klar zu Fall gebracht). Die Hausherren ließen durch Fabian Krauskopf und Manuel Döpfer zwei weitere „Hundertprozenter“ liegen, kämpften aufopferungsvoll um jeden Zentimeter, drangen aber zu selten in den Strafraum der Gäste vor. „Die Jungs wollten und haben alles rein geworfen“, attestierte Brück seiner Truppe enormen Kampfgeist, der nicht belohnt wurde.

Schiedsrichter: Dennis Eicker (TuS Ennepe) - Zuschauer: 215
Tore: 0:1 Vedat Vural (11.), 1:1 Tobias Celmer (30. Foulelfmeter), 1:2 Vedat Vural (55.)

SV 1931 Ottfingen - SC Drolshagen 2:0
Topspiel? Nein! Zwar standen sich am „Siepen“ in Ottfingen mit dem Spitzenreiter und dem bisherigen Rangzweiten SC Drolshagen die tabellarischen Spitzenteams gegenüber, doch die 90 Minuten waren dann eher aus der Kategorie „durchschnittlicher Bezirksliga-Kick“.

Dies lag fraglos darin begründet, dass der SV Ottfingen schon nach einer Viertelstunde schon mit zwei Toren in Front lag und so der mit großer Spannung erwarteten Partie frühzeitig eine eindeutige Richtung gab. Zwar starteten die beiden Kontrahenten mit viel Elan und jeder Menge Angriffspressing ins Spiel, doch die ersten zwei Höhepunkte verbuchten die Schwarz-Gelben, die nach dem 2:0-Heimsieg nun das Tableau wieder ganz alleine anführen. Enrico Balijaj (14.) und handgestoppte 42 Sekunden später Patrick Diehl sorgten mit ihren präzisen Schüssen ins rechte Eck von Jannis Rothstein für die frühe Führung, die sich unweigerlich auf den weiteren Verlauf der Begegnung auswirkte.

Denn ob nun gewollt oder nicht: Ottfingen verschanzte sich danachis zum Pausenpfiff mehr oder weniger in der eigenen Hälfte und überließ den „Dräulzern“ Ball und Raum, die durch Mike Schwarz (23.) und Eike Pfeiffer (43.) zwei ebenso glasklare Möglichkeiten verbuchten, jeweils aber an Patrick Stock scheiterten und in Sachen „Effizienz“ der Heimelf nicht ebenbürtig waren.

Im zweiten Abschnitt verschob der SVO sein stabiles Defensivkonstrukt dann um einige Meter nach vorne, agierte in der Rückwärtsbewegung meisterlich, lange Zeit im Offensivspiel aber keineswegs wie ein zukünftiger Landesligist. Drolshagen hatte in vielen Sequenzen mehr Ballbesitz, rannte an, spielte aber auch oftmals viel zu Fehlerbehaftet: Nein, so richtig schön anzusehen war das Spitzenspiel nach der Halbzeit lange nicht!

Ottfingens Janis Kipping setzte nach 61 Minuten einen Kopfball drüber, Johannes Knorn wurde elf Minuten vor Schluss einschussbereit gerade noch geblockt. Viel mehr passierte nicht am gut besuchten „Siepen“, bevor die Gäste dann alles auf eine Karte setzten und ihre Defensive merklich lockerten. Doch bis auf die große Gelegenheit von Pfeiffer, der drei Minuten vor Schluss abermals am riesig reagierenden Stock scheiterte, erspielten sich die viel zu kompliziert und mit zu vielen Schnörkeln agierenden Gäste nichts mehr und blieben unter ihren Möglichkeiten.

Die Gastgeber standen weiterhin stabil, taten nur das, was sie auch tun mussten und hatten gegen Ende der Partie hin auch noch dicke Möglichkeiten, den zwei frühen „Buden“ noch weitere folgen zu lassen. Doch Nicoles Bröcher (86.) und Enrico Balijaj (90. und 90.+2/Latte) vergaben das mögliche 3:0, welches allerdings auch zuviel des Guten gewesen wäre. Fazit: Ottfingen ist nun wieder der alleinige Tabellenführer, muss sich aber in den letzten neun Spielen weiter steigern, um den Platz an der „Sonne“ zu verteidigen“, während Drolshagen ein Spiel, aber noch lange nicht die Meisterschaft verloren hat.

Schiedsrichter: Stefan Mühl (FSV Werdohl) - Zuschauer: 482
Tore: 1:0 Enrico Balijaj (14.), 2:0 Patrick Diehl (15.)

Die Stimmen:

Benjamin Simon (Trainer Ottfingen):
„Uns hat der Doppelschlag natürlich in die Karten gespielt. Wir haben es bis dahin auch so gemacht, wie wir es uns vorgenommen haben und waren sehr präsent und haben nach Balleroberung schnell nach vorne gespielt. Danach waren wir aber viel zu passiv und haben uns viel zu weit in die eigene Hälfte zurückgezogen und waren somit komplett aus dem Spiel. Das wollten wir in der zweiten Hälfte besser machen, weiter nach vorne schieben. Das ist uns aber auch nicht wirklich gelungen. Stocki hat uns zweimal in der ersten Halbzeit im Spiel gehalten. Bekommen wir da den Gegentreffer, dann wirds gerade gegen eine Mannschaft wie Drolshagen sehr, sehr schwierig. Bis zum Ende haben wir es aber durchgehalten und Stocki hat dann nochmal toll pariert und hatten auch Konterchancen. Für uns ist der Sieg goldwert.“

Holger Burgamann (Trainer Drolshagen):
„Wenn man nach 15 Minuten am Siepen mit 2:0 hinten liegt, dann weiß jeder, dass es brutal schwer wird. Was mich ärgert ist, wie die Tore fallen. Den ersten legen wir auf, beim zweiten sind wir total desorientiert, da darf man sich nicht beschweren. Was mir auch nicht gefallen hat, dass wir auch nicht über die Außen gekommen sind, was uns bisher immer so stark gemacht hat. Wir haben aber trotzdem zwei tolle Möglichkeiten gehabt, die der Torwart super pariert. Machen wir den Anschluss, dann kann es wieder eng werden. Das Niveau insgesamt habe ich schwach gesehen, wir sind spielerisch nicht so zum Zuge gekommen, wobei da die Nervosität auch eine Rolle spielt. Ich hatte schon das Gefühl, dass wir, umso länger es dauert, kein Tor mehr schießen. Wir haben unsere Chancen nicht genutzt. und haben es daher auch nicht verdient."